NFL untersucht Headcoach Verpflichtung der Oakland Raiders

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Foto: Twitter/Oakland Raiders Official

Die NFL hat eine Untersuchung gegen die Oakland Raiders gestartet. Untersucht wird, ob die Oakland Raiders im Rahmen der Verpflichtung des neuen Headcoaches Jon Gruden gegen die Rooney Rule verstoßen haben.

Die Rooney Rule besagt, dass NFL-Teams für Coaching-Jobs mindestens einen “Minderheitskandidaten” interviewen müssen.
Die Regel ist nach Dan Rooney benannt, dem ehemaligen Besitzer der Pittsburgh Steelers und ehemaligen Vorsitzenden des Diversity-Ausschusses.
Sie wurde 2002 als eine Reaktion auf die Entlassungen der Headcoaches Tony Dungy (Tampa Bay Buccaneers) und Dennis Green (Minnesota Vikings) eingeführt, zu einer Zeit, als Dungy einen Sieg Rekord aufgestellt hat und Green gerade die erste verlorene Saison in zehn Jahren hinnehmen musste. Kurz darauf veröffentlichten die US-Bürgerrechtsanwälte Cyrus Mehri und Johnnie Cochran eine Studie, die zeigte, dass “farbige” Headcoaches, obwohl sie einen höheren Prozentsatz an Spielen gewinnen, seltener eingestellt und eher entlassen werden als ihre “weißen” Kollegen. Die ehemaligen NFL-Spieler Kellen Winslow und John Wooten stellten daraufhin eine selbst beschriebene “Affinity Group” aus betroffenen Scouts, Coaches und Front-Office Personal zusammen, um sich für die Einführung der Regel einzusetzen. Der Zweck war es, sicherzustellen, dass Coaches von Minderheiten, insbesondere Afroamerikaner, für hochrangige Coaching-Positionen in Betracht gezogen werden. Bis 1979, als Tom Flores von den Raiders angestellt wurde, war Fritz Pollard der einzige dementsprechende Headcoach in der Geschichte der NFL.

Die Untersuchung soll nun feststellen, ob die Raiders möglicherweise bereits vorab eine Einigung mit Jon Gruden erzielt haben, bevor sie Interviews mit eben solchen Minderheitskandidaten geführt haben. Eingeleitet wurde die NFL-Untersuchung durch eine Nachfrage der Fitz Pollard Alliance, eine Interessengruppe, welche die Vielfalt in NFL-Front Offices und den Trainerstäben fördert. Falls die Rooney Rule durch die Raiders verletzt wurde, würde natürlich eine dementsprechende Strafe gefordert werden.

Reggie McKenzie, der General Manager der Oakland Raiders interviewte zwei “Minderheitskandidaten” bevor die Raiders die Verpflichtung von Gruden am Samstag offiziell verkündeten. Bei den Kandidaten handelte es sich um den Raiders Tight-End Coach Bobby Johnson und USC Offense-Coordinator Tee Martin. Bis dahin war die Fitz Pollard Alliance noch der Meinung, dass alles regelkonform abgelaufen ist. Die Zweifel jedoch kamen nach der Pressekonferenz auf, in der Raiders-Besitzer Mark Davis erwähnte, dass er sich am Weihnachtsabend mit Jon Gruden in Philadelphia getroffen hatte und sich nach dem Treffen sehr sicher war, dass Gruden “All-in” ist.

Unter anderem soll in der Untersuchung auch sichergestellt werden, dass die Interviews unter gleichen Voraussetzungen geführt wurden. Sprich, wenn Mark Davis 5 Stunden mit Jon Gruden gesprochen hat. Hatte er sich für die anderen Interviews ebenfalls 5 Stunden Zeit genommen oder waren das lediglich kurze Lippenbekenntnisse um nicht gegen die Rooney Rule zu verstoßen?

Die NFL und auch die Fitz Pollard Alliance wollen dafür sorgen, dass die Rooney Rule von jedem Team und jederzeit in gutem Geiste ausgeübt wird. Sollte dies nicht erfolgen, wird man eine Strafe aussprechen. Wie diese aussehen könnte, ist derzeit noch unklar.

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