Game Simulation – So könnte es heute Nacht im Super Bowl LIII laufen

Im nachfolgenden Artikel handelt es sich um eine theoretische Game Simulation mit Bold Prediction Charakter. Viel Spaß!

In einem bis zum Ende engen Spiel gewinnen die Los Angeles Rams knapp mit 24:21 gegen die New England Patriots rund um Superstar Tom Brady. Nach zu Beginn, massiven Problemen mit der wieder einmal variablen Offensive der Patriots, nutzen die Rams die verlängerte Halbzeitpause (beim Super Bowl 30 Minuten) um einige Korrekturen vorzunehmen.

James White findet in der zweiten Halbzeit ebenso wenig statt wie Julian Edelman. Wade Philipps zeigt es nochmal allen Kritikern, die zuletzt die Rams Defense so harsch angegangen waren. Insbesondere Samson Ebukam wächst über sich hinaus, verzeichnet 9 Tackles und erzwingt einen Fumble.

Auch die beiden Superstars Donald und Suh brechen immer wieder durch die sonst so starke Interior Line der Männer aus Boston. Mit ständigem überkreuzen und Donald als zwischenzeitlichem Defensive End erwischen sie die Patriots ein ums andere mal auf dem falschen Fuß.

Schließlich beendet Lamarcus Joyner das Spiel mit einem überragenden Pick Six den er an der eigenen 40 Yard Line fängt. Die Rams gewinnen nach 1999 ihren zweiten Super Bowl und haben mit Sean Mc Vay wohl den neuen Bill Bellichick gefunden!

Stimmen zum Spiel

Lamarcus Joyner zum entscheidenden Pick Six:

Ich habe seinen (Tom Brady) read genau gesehen und geahnt was kommt. Im Super Bowl gegen die Falcons hatten sie genau das gleiche Play gespielt. Als ich den Ball sicher in den Händen hatte ging ein Adrenalinstoß durch meinen Körper. Ich wusste wir gewinnen dieses Ding jetzt!

Aaron Donald:

Wir wussten, dass wir sie schlagen können! Unsere Coaches haben uns perfekt auf das was kommt eingestellt. Ich liebe es für diese Franchise zu spielen und werde für immer hierbleiben!

Julian Edelman:

Wir haben verloren, weil wir mehr Fehler gemacht haben als sie. In so einem Spiel wird alles bestraft, das weiß niemand besser als wir.


Mutige Vorhersagen zu den Championship Games der NFL Playoffs

An diesem Wochenende gehen die NFL Playoffs mit den Championship Games in die letzte Runde vor dem Super Bowl LIII. Auch heute heißt es für die Teams: Sieg oder Saison-Aus. Nachfolgend findest du die Predictions zu den Spielen am Sonntag.

Los Angeles Rams @ New Orleans Saints

Sean McVay’s Playbook an diesem Sonntagabend könnte kreativer nicht sein. Mit Kombination aus Anderson und Gurly kommt die Defensive der Saints nie zurecht. Die beiden bringen am Ende über 250 Yards aufs Feld. Was allerdings die beiden Defensiv Tackle Suh und Donald mit der Line der Saints veranstalten, sollte zensiert werden. Auserkorenes Opfer ist Right Guard Larry Warford. Immer wieder lässt Wade Philipps seine Tackle Monster in verschiedenen Blitzkombinationen von der Kette. Trotz 5 Sacks kann Brees seinen Star Wideout Michael Thomas immer wieder in Szene setzen. Doch auch die 150 Receiving Yards helfen den Saints nicht. Am Ende gewinnen die Rams überraschend im Superdome mit 33:27.

New England Patriots @ Kansas City Chiefs

Der angekündigte Ice Bowl wird eher ein Sorbet- Von gemeldeten -20 Grad bleiben gerade einmal -10 Grad übrig. Was Patrick Mahomes unter diesen fast warmen Temperaturen veranstaltet, ist kaum zu glauben. Er nimmt nicht nur den besten Cornerback der NFL Stephon Gilmore komplett aus dem Spiel – nein, er kann sich immer wieder wie ein Aal aus gefährlichen Pressures befreien und findet seine Receiver.

Tyreek Hill stellt einen neuen Rekord auf. Nie hat ein Spieler mehr Yards after Catch in einem Playoff-Spiel gemacht wie der kleine WR der Chiefs. Die Patriots lassen sich nicht abschütteln und bleiben bis zum Ende in Schlagdistanz. Doch ausgerechnet Tom Brady lässt mit einer Interception in die Arme von Eric Berry alle Träume zerplatzen. Die Patriots verlieren im Arrowhead Stadium mit 21:27!


Mutige Vorhersagen zu den Games der Divisional Round

An diesem Wochenende gehen die NFL Playoffs mit der Divisional Round in die nächste Runde. Ab sofort heißt es für die Teams: Sieg oder Saison-Aus. Nachfolgend findest du einige Predictions zu den Spielen am Wochenende.

Da ich bei meiner Wildcard Vorhersage in jedem Spiel kräftig daneben lag, dachte ich, dass die Divisional Round die perfekte Gelegenheit ist, um euch erneut zu sagen wie die Spiele am Wochenende ausgehen. Falls Ihr also wetten wollt wisst ihr ja auf wen ihr setzen müsst.”

Indianapolis Colts @ Kansas City Chiefs

Die Pause scheint den Chiefs gut getan zu haben. Mahomes zeigt wieder einmal, dass er das ist wofür ihn viele halten. Ein zukünftiger NFL Superstar. Die Chiefs sind offensiv nicht aufzuhalten –wen das allerdings nicht sonderlich beeindruckt ist Andrew Luck. Er schafft es selbst immer wieder das Feld hinab zu schreiten. Man fühlt sich glatt ein wenig in die Zeit von Peyton Manning zurückversetzt. Es ist das bisher beste und unterhaltsamste Spiel der Post Season. Das Spiel entscheidet sich tatsächlich in der Overtime und hat mit den Colts den nächsten Überraschungssieger. Die Colts warten nun auf Ihren Gegner im Championship Game der AFC.

Dallas Cowboys @ Los Angeles Rams

In Los Angeles ist Endstation für Americas Team – wie sich die Franchise aus Texas gerne selbst nennt. McVay hat sich einige spannende Dinge einfallen lassen, um den Cowboys die Zähne zu ziehen. Die Rams zwingen Prescott zu dem was er am wenigsten kann – schnelle Entscheidungen unter Druck treffen. Es wird eine Nacht zum vergessen für die Nummer 4. Mit zwei Interceptions sowie einem Pick Six sind die Fakten schnell erzählt. Die erholte Offensive der Rams erledigt den Rest. Goff spielt ruhig ohne große Fehler. Der Star des Spiels ist Brandin Cooks ihn bekommen die Cowboys nie in den Griff. LA siegt klar und wartet auf seinen Gegner im NFC Championship Game.

Los Angeles Chargers @ New England Patriots

Anthony Lynn ist endgültig in der Riege der Top Headcoachs angekommen. Mit ihrer eher aus der Not heraus geborenen Taktik, in vielen Snaps, bis zu sieben Defensiv Backs auf das Feld zu schicken, schaffen es die Chargers, die Franchise aus Boston, allen voran Tom Brady vor große Probleme zu stellen. Das Kurzpassspiel der Pats wird so meist im Keim erstickt. Den Chargers gelingt es die Patriots im heimischen Gilette Stadium zu besiegen und heizt die Gerüchte um das Karriereende von Superstar Tom Brady gewaltig an. Mann des Spiels ist DE Joey Bosa mit 2,5 Sacks und einem forced Fumble.

Philadelphia Eagles @ New Orleans Saints

Foles, bringt die Saints von Anfang an ins Schwitzen. Mit einem leichten Sieg hat in New Orleans jedoch niemand gerechnet. Die Defensive um Bennett und Fletcher Cox schafft es immer wieder Brees mit gefährlichen Blitz Paketen in Bedrängnis zu bringen. Dank der Erfahrung und seinem schier unerschöpflichen Waffenarsenal, schafft es Brees sich und seine Offensive immer wieder aus langen Third Down Situationen zu befreien. Wie erwartet, wird Kamara in vielen Screenplays eingesetzt und setzt so immer wieder schmerzhafte Nadelstiche. Am Ende gewinnen die Saints klarer als erwartet und treffen im NFC Finale auf die LA Rams.


Mutige Vorhersagen zu den Wild Card Games

An diesem Wochenende starten die NFL Playoffs mit der Wild Card Round. Ab sofort heißt es für die Teams: Sieg oder Saison-Aus. Nachfolgend findest du einige Predictions zu den Spielen am Wochenende.

Colts @ Texans

Der Comeback Player des Jahres Andrew Luck, findet auch auf den enormen Druck durch Watt und Clowney jede Menge Antworten. Leider reicht Luck alleine nicht aus um die Texans zu stoppen. Watson findet immer wieder seine WR und Lücken um zu Scramblen. Kurz vor Schluss müssen die Colts alle Hoffnungen begraben als Luck eine Interception in die Arme der Texans wirft. In einem knappen Spiel gewinnen die Texans 27:34

Seahawks @ Cowboys

Jason Garrett wird von seinem Kollegen Pete Carroll böse aufs Kreuz gelegt. Immer wieder können die Seahawks mit Big Plays und kreativen Plays – viele Yards überbrücken und Punkten. Carroll scheint auf alle Ideen der Cowboys eine Antwort zu haben. Das Duell wird an der Seitenlinie durch die Coaches entschieden. Die Franchise aus Seattle gewinnt in Arlington Texas mit 24:17

Chargers @ Ravens

Die viel gespriesene Offensive der Chargers erhält ihren nächsten und auch letzten Dämpfer für diese NFL Saison. Gegen die Defensive der Ravens findet Rivers keine Mittel und wirft 2 Interceptions. Der Dauerregen und das Laufspiel der Ravens erledigen den Rest. Die Ravens ziehen mit einem klaren Sieg in die Divisional Playoffs ein.
17: 31

Eagles @ Bears

Gleich in den ersten Minuten bemerken die Eagles, dass körperliche Schmerzen und die Defensive der Chicago Bears sehr viel gemeinsam haben. Khalil Mack ist auch durch doppeln nicht aufzuhalten und durchbricht wieder und wieder die O Line der Eagles. Leider verletzt sich so Saint Nick – was zu einem totalen Verlust des Rhythmus der Eagles führt. Die Bears setzen mit Ihrem Screen Play immer wieder Nadelstiche. Mitch Trubisky reicht ein solides Spiel um die Hoffnungen auf einen Super Bowl in Chicago am leben zu halten. Am Ende gewinnen die Bears mit 13:28


Down, Set, Talk oder auch: Alles, was man über American Football wissen muss

Adrian Franke ist gebürtiger Mannheimer, glücklich verheiratet, NFL-Ressortleiter beim Online-Portal SPOX und Teil des deutschen NFL-Podcasts Down, Set, Talk! Darüber hinaus hat er im Januar sein Buch “American Football – Alles, was man wissen muss” herausgebracht.

FootballR: Adrian, wie kommt man von Geschichte und Anglistik zur Berichterstattung über die NFL?

Adrian: Wahrscheinlich müsste die Frage in meinem Fall umgekehrt gestellt werden – wie kommt man von der NFL zu Geschichte und Anglistik?! Für mich war schon sehr lange klar, dass ich in den Sportjournalismus gehen wollte. Sport war schon immer ein ganz zentraler Aspekt für mich, aktiv wie passiv – und Schreiben hat mir ebenfalls immer Spaß gemacht. Das war lange auf Fußball fokussiert, wo ich auch die ersten Schritte im Sportjournalismus machen durfte, Football ersetzte den Fußball zwischen 2008 und etwa 2013 schrittweise. Mehrere Praktika, Tätigkeiten als Freier Mitarbeiter, so wie viele Kollegen irgendwann angefangen haben, ging es auch bei mir los – aber um ein Studium kommt man natürlich trotzdem nicht herum. Ich habe mich damals mit einigen Kollegen in den Redaktionen ausgetauscht, und viele haben mir geraten: studiere, was dir gefällt und mach deinen Abschluss; wichtig ist, dass du nebenher immer schreibst. Damit war es für mich am Ende eine einfache Wahl: Geschichte war schon immer eines meiner zentralen Interessensgebiete neben dem Sport und hilft einem, sich in der Recherche und im gewissenhaften Arbeiten auch als Schreiber weiterzuentwickeln. Nebenher habe ich immer im Sportjournalismus gearbeitet und dementsprechend hatte ich dann auch das Glück, einen fließenden Übergang vom Studium zum Job erleben zu dürfen.

FootballR: Deine Kolumnen sind sehr analytisch und gehen zum Teil sehr in die Tiefe. Wie lange sitzt du an einem Artikel?

Adrian: Grob geschätzt: rund sechs Stunden. Das Schreiben selbst ist dabei tatsächlich der “schnellste” Part, das Schauen und Analysieren des Tapes nimmt ganz klar die meiste Zeit in Anspruch. Dazu kommt immer noch das entsprechende Recherchieren der Statistiken zu den jeweiligen Spielen und Spielern, die ich genauer betrachte. Am längsten brauche ich aber für meine Power Rankings – das kann in der Summe auch gerne mal Richtung acht Stunden gehen, da hierfür Tapes und Statistiken zu allen 32 Teams in die Bewertung mit einfließen.

FootballR: Wenn du es dir aussuchen könntest – welche Position würdest du gerne auf dem Footballfeld einnehmen?

Adrian: Sehr spannende Frage. Quarterback ist natürlich offensichtlich interessant, für mich war aber schon immer der Free Safety sehr faszinierend. Offenses zu verstehen und dann noch zu wissen, wie man als Center Fielder Formationen, Personnel Groupings und Route Kombinationen kontert und wo man selbst attackieren kann – das ist wirklich eine hohe Kunst auf dem Footballfeld.

FootballR: Dein Buch „American Football: Alles, was man wissen muss“ erklärt Anfängern das Football-Vokabular. Wie erklärst du jemandem, der noch nie etwas von Football gehört hat, was diesen Sport so faszinierend macht?

Adrian: Für mich ist es die Mischung aus Taktik, Athletik und individueller Leistung, die ich so noch in keinem anderen Sport gefunden habe. Football ist wirklich Rasenschach, mit so grundverschiedenen Ansätzen offensiv wie defensiv, die alle ihre Eigenheiten mitbringen. Weil es von Play zu Play geht, spielt Taktik eine noch größere, dominantere Rolle – ich hatte immer den Eindruck, dass Zufall ein kleineres Gewicht hat, als im Fußball. Diese Taktiken zu verstehen und zu analysieren sowie sich an der unglaublichen Athletik und der Ausgeglichenheit der NFL zu erfreuen; für mich gibt es keinen Sport, der an Football rankommt.

FootballR: Hast du ein journalistisches Vorbild, das in den USA mit der NFL zu tun hat? Wenn ja, warum ist er oder sie dein Vorbild?

Adrian: Vorbild in dem Sinne nicht. Aber ich mag Bill Barnwell von ESPN, weil er sich in einer Zeit, in der lange Texte im Internet immer seltener werden und viele auf schnelle Klicks und Video bauen, den Luxus herausnimmt, seine prominente Bühne auch während der Saison für ins Detail gehende Artikel zu nutzen und einzelne Aspekte unter die Lupe nimmt. Was Tape-In-Depth-Analyse angeht, mag ich Andy Benoit, der gewissermaßen das Gegenteil ist, und bei Sports Illustrated eher präzise, auf den Punkt seine Tape-Notizen für einzelne Themen formuliert.

FootballR: Schaust du mit deiner Frau gemeinsam Football?

Adrian: Gelegentlich machen wir das, ja; aber ehrlich gesagt ist es dann doch eher die Ausnahme. Das hat auch einen simplen Grund – in aller Regel arbeite ich einfach an jedem Sonntag während der Saison und bin im Büro.

FootballR: Im Vorgespräch sagtest du, dass bereits der erste Verlag die Zusage für das Buch gab. Wie lange hast du daran geschrieben? Oder lag es bereits fertig in der Schublade?

Adrian: Nein, nein, ich hatte zuerst ein Konzept entworfen – wenn man so will, ein ausführlicheres Outline – und das dann beim Verlag vorgestellt. Wie lange genau ich am Buch geschrieben habe, ist gar nicht so einfach zu sagen, da Teile davon “am Abend mal noch 2 Stunden” oder “an einem freien Tag mal ein paar Stunden” waren. Erst nach Ende der NFL-Saison habe ich mir dann einige Wochen am Stück genommen. Ich habe es mal überschlagen, und kam auf grob 6 bis 7 Arbeitswochen.

FootballR: Du bist ein Fan der Arizona Cardinals. Gibt es einen bestimmten Moment oder Spieler wegen welchem du Fan dieser Franchise geworden bist?

Adrian: Im Endeffekt war es wie so häufig, wenn Leute von Teams Fan werden: es war das erste Team, mit dem ich wirklich bewusst in Berührung kam. Als ich anfing, Football zu schauen – übrigens auf Anraten meiner Frau hin – war das zufällig während Arizonas Playoff-Reise mit Kurt Warner. Diese Geschichte mit Warner als spektakulärer Rückkehrer, Fitzgeralds unglaublicher Playoff-Performance und diesem Team, das so lange ein Niemand war und plötzlich die Liga im Sturm eroberte, hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen!

FootballR: In den USA, und mittlerweile auch in Deutschland, gibt es diverse „typische“ Speisen zum Football schauen. Was gibt es denn im Hause Franke zu den Spielen?

Adrian: Wenn wir tatsächlich mal zuhause Football schauen und ich nicht arbeite, dann gerne ganz klassisch: mit selbstgemachten Burgern!

FootballR: Wie sieht ein Selbstgespräch bei Adrian Franke aus?

Adrian:

FootballR: Am Ende habe ich noch eine Frage, die du bitte mit nur einem Satz beantworten sollst. Stell dir vor, du darfst einen Satz ungestraft zu einem Mitglied der NFL sagen – egal ob Spieler, Owner, Coach oder Offizieller. Wem würdest du was sagen wollen?

Adrian: …den Team-Besitzern: Lasst eure Spieler die Bühne und die Vorbildfunktion, die sie haben, nutzen, um Sinnvolles zu tun, die Gesellschaft in den USA zu verbessern und auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam zu machen, statt ihnen einen Maulkorb zu geben.

Zum Abschluss noch ein paar Entweder-Oder-Fragen:

Hund oder Katze? Antwort: Hund
Pasta oder Pizza? Antwort: Pizza
NFC oder AFC? Antwort: NFC
Sean McVay oder Bill Belichick? Antwort: McVay
Urlaub am Strand oder in den Bergen? Antwort: Strand
Erin Andrews oder Kay Adams? Antwort: Adams
Buch oder E-Book? Antwort: Buch


NFL: Mutige Vorhersagen zur NFL Saison 2018 – AFC Bold Predictions

AFC North

Baltimore Ravens: Mit zunehmendem Konkurrenzdruck spielt Joe Flacco groß auf (4327 Yards)  und führt die Ravens mit seinem besten WR Michael Crabtree ( 11 TD ) souverän in die Playoffs.

Cincinnati Bengals: Head Coach Marvin Lewis wird nach einem katastrophalen Start ( 0:5 ) als erster Coach gefeuert. Für ihn übernimmt DC Teryl Austin.

Cleveland Browns: Bereits in Spiel 4 übernimmt First Overall Pick Baker Mayfield das Zepter in Cleveland. Hue Jackson wird gefeuert. Jarvis Landry spielt eine grausame Saison und lässt mit lediglich 5 Touchdowns viel Platz für Diskussionen zu seinem Vertrag.

Pittsburgh Steelers: Das Drama um Le‘ Veon Bell überträgt sich auf das ganze Team. Randy Fichtner ist als neuer OC überfordert und des Öfteren mehr als unglücklich mit seinen Playcalls. Die Steelers enden bei 9:7 und hoffen auf einen Wildcard Platz.

AFC East

Buffalo Bills: Bereits im ersten Spiel kommen die Bills bei den Ravens böse unter die Räder. Dieser Start zieht sich durch die gesamte Saison. Auch mit verzweifelten Quarterback wechseln kommt keine Ruhe in die Offensive. Josh Allen entpuppt sich als mächtiger Bust.

Miami Dolphins: Ryan Tannehill überrascht alle Experten und findet großen Spaß daran sein neues WR Trio ( Stills, Parker, Amendola) zu bedienen. Allen voran Danny Amendola spielt eine starke Saison ( 12 TD ) . First Round Pick Fitzpatrick ist in der Defensive überall. Die Dolphins finden sich überraschend in den Playoffs wieder.

New York Jets: Auf das Spiel gegen die Jets freut sich jede Offensive. Regelmäßig stellen gegnerische Wide Receiver eigenen Bestmarken auf. Zu allem Übel verletzt sich der eigene Star WR Robby Anderson schwer und fällt lange aus. Sam Darnold wird früh ins kalte Wasser geworfen kann aber die Saison nicht mehr retten. Die Jets streiten sich um den letzten Platz mit den Buffalo Bills.

New England Patriots: Der Super Bowl Teilnehmer strauchelt ganz gewaltig. Das Teamgefüge scheint mächtige Risse zu haben. Brady wirkt lange nicht mehr so souverän. Die Abgänge von Patricia und einigen Namenhaften Spielern geht auch an der Franchise aus Boston nicht spurlos vorbei. Die Patriots kommen in die Playoffs scheiden jedoch früh aus.

AFC South

Housten Texans: JJ Watt ist zurück – und das bekommen die gegnerischen O Lines deutlich zu spüren. Die Texans Defensive erzeugt mit Clowney, Mercilus sowie Watt unfassbaren Druck. Oftmals kommen so hastige Würfe zustande die nicht selten in den Händen von Honey Badger Tyrann Mathieu ( 6 Interceptions) landen. Leider lässt die Offensive viele Wünsche offen. Watson spielt seit seiner Verletzung gehemmt und produziert viele Fehler. Die Texans werden letzter Ihrer Division.

Indianapolis Colts: T.Y. Hilton bekommt sein Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Mit 15 TD und über 1300 Yards ist er zurück im Geschäft. Luck wird mit über 4000 Yards Comeback Spieler des Jahres. Da die Defensive zum Teil haarsträubende Fehler macht reicht es den Colts jedoch nur zu Platz 3 in der Division.

Jacksonville Jaguars: Die Defensive der Jaguars reißt jede Offensive in Stücke.  Was der ehemalige Head Coach der Giants Tom Coughlin in Jacksonville zusammengestellt hat ist furchteinflößend. Die Mängel der Offensive ändert nichts daran das die Jaguars die Division souverän gewinnen ( 12:4 ).

Tennessee Titans: Derrick Henry gelingt endgültig der Durchbruch. Mit über 1284 Yards und 10 TD werden die Titans zu einer Macht am Boden. Da das Scheme nun auf QB Marcus Mariota zugeschnitten wurde hat auch dieser seine echte Breakout Season. Zum ersten Mal knackt er die 4000 Yard Marke und führt sein Team auf Platz 2 der Division. Dort bangen die Titans um die Teilnahme an den Playoffs.

AFC West

Denver Broncos: Case Keenum setzt seine Erfolgsstory fort und spielt eine souveräne Saison (26 TD/ 12 INT). Bradley Chubb der den Broncos im Draft quasi vor die Füße gefallen ist, spielt eine unfassbare Rookie Saison ( 10 Sacks ). Das Tandem Miller/ Chubb bereitet einigen Offensiven böse Kopfschmerzen. Die Broncos gewinnen die Division und ziehen in die Playoffs ein.

Kansas City Chiefs: Der Abgang von Alex Smith macht sich stärker bemerkbar als von allen Chiefs Verantwortlichen gehofft. Patrick Mahomes ist mit dem Druck der NFL völlig überfordert und spielt eine schwache Saison als Starter. Auch Sammy Watkins bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück. Für die Chiefs bleibt nur der letzte Platz der Division.

Los Angeles Chargers: Joey Bosa übertrifft sich selbst und trägt mit 14,5 Sacks dazu bei das die Chargers bis zum Ende im Rennen um die Playoffs dabei sind. Leider ist am Ende das schwache Running Game zu wenig.

Oakland Raiders: Gruden Mania in Oakland. Carr spielt unter dem neuen Head Coach vollkommen befreit auf. Das RB Duo Lynch/ Martin erläuft zusammen 1800 Yards. Es reicht für den 2. Platz der Division und Dank einer starken Bilanz von 10:6 auch für die Playoffs.


NFL Vorhersagen – NFC Edition

NFC North:

Chicago Bears: Der Hype Train, der sich Rund um das Team von Matt Nagy in Bewegung gesetzt hat, kommt rabiat zum Stehen. Mitch Trubisky verletzt sich im Ersten Drittel der Saison schwer und fällt für die restliche Saison aus. Da hilft es auch nicht, dass First Round Pick Smith eine überzeugende Saison spielt. Für die Bears reicht es nur zum 4. Platz.

Detroit Lions: Stafford gelingt seine erste 5000 Yard Saison. RB Kerryon Johnson ist in Detroit die Entdeckung des Jahres und bietet mit Blount ein gefährliches RB Duo.  Die Umstellung der Defensive schlägt sich auf die Bilanz nieder. Zu mehr als Platz 3 reicht es für die Lions nicht.

Green Bay Packers: Ein neues Traum Duo ist geboren. Was Jimmy Graham ( 14 TD ) und Aaron Rodgers mitunter aufs Feld zaubern lässt einem den Mund offenstehen. Blake Martinez entwickelt sich während der Saison zum Superstar und dominiert mit Altmeister Clay Matthews nach Belieben. Die Packers gewinnen die Division und Aaron Rodgers wird MVP (36 TD/ 11 INT )

Minnesota Vikings: Die Vertragsverlängerungen von Hunter, Diggs oder auch Rhodes schlagen sich negativ auf die Leistung nieder. Die Vikings taumeln von Woche zu Woche und wissen nicht wirklich zu überzeugen. Kapitän Kirk lässt zu selten seine Klasse aufblitzen. Dank einer starken Defensive bleiben die Vikings bis zuletzt im Rennen um die begehrten Playoffs.

NFC East:

Dallas Cowboys: Der Abgang von Jason Witten ist deutlich spürbar. Jason Garrett bekommt keinen Zugriff auf sein Team und muss noch vor Ende der Saison seinen Hut nehmen. Ezekiel Elliot bleibt der einzige Lichtblick ( 1150 Yards/ 12 TD ).

New York Giants: Quarterback Flüsterer Pat Shurmur findet die richtigen Worte um Altmeister Eli Manning zu Höchstleistungen zu treiben. Odell Beckham Junior profitiert von der neuen Vielseitigkeit der Offensive und spielt seine beste Saison. Saquon Barkley ( 1076 Rushing/ 532 Receiving Yards )  wird Rookie des Jahres und belohnt das Risiko von GM Gettleman.

Washington Redksins: Josh Norman fängt 7 Interceptions. Der neue QB Alex Smith wird seinem Ruf gerecht und macht wenig Fehler. Leider gehen viele Spiele aufgrund einfacher Fehler verloren. Mit den Playoffs haben die Redksins nichts zu tun.

Philadelphia Eagles: Der Champion startet erwartungsgemäß mit 3:0 und kommt dann ins Straucheln. Wentz hat nach seiner Verletzung deutlich an Sicherheit verloren. Die Defensive trägt die Eagles dennoch locker auf Platz 1 der Division und weit in die Playoffs. Jay Ajayi führt die Offensive mit 12 Touchdowns an.

NFC South:

Atlanta Falcons: Mit Calvin Ridley erhalten die Falcons eine weitere Waffe für die ohnehin schon starke Offensive ( 7 Touchdowns ). Julio Jones führt die Liste der Receiving Yards souverän an ( 1543). Die Falcons landen mit einer Bilanz von 11:5 auf Platz 1 der Division.

Carolina Panthers: Eine Katastrophen Saison der Panthers. Der neue Owner David Tepper zeigt wenig Geduld und setzt den langjährigen Head Coach Ron Rivera kurzerhand vor die Tür. Superstar Cam Newton sieht sich jedes Spiel aufs Neue der gegnerischen Defensive zum Fraß vorgeworfen. Der Abgang von Norwell zu den Jaguars wiegt viel schwerer als erwartet. Die Panthers landen auf Platz 4 der Division.

New Orleans Saints: Markus Davenport hält nichts was sich die Saints von ihm versprochen haben. Marshon Lattimore hingegen führt die NFL in Interceptions an ( 9 ). Mark Ingram fehlt den Saints an allen Ecken und Enden. Drew Brees hat ein schwächeres Jahr und kommt auf lediglich 3867 Yards.

Tampa Bay Buccaneers: Dirk Koetter wird früh vor die Tür gesetzt. Mike Smith übernimmt das Team und führt die Buccs von Sieg zu Sieg. Es bleibt ein Kopf an Kopf rennen mit den Saints bis zum Ende. Das Ende von Koetter bringt auch Winston nach vorne er spielt seine beste Saison.

NCF West:

Arizona Cardinals: Wie sollte es anders sein, Sam Bradford hält sich das Knie. Josh Rosen kommt zum Einsatz und straft jeden seiner Kritiker. Schnell kommen erste Schlagzeilen vom magischen Dreieck. Johnson, Rosen ( 18 TD )  und Fitzgerald ( 1154 Yards )  lassen viele Defensiven alt aussehen. Die Cardinals halten die spannendste Division lange offen.

Los Angeles Rams: Die Secondary der Rams erklärt das eigene Backfield zur Flugverbotszone. Aaron Donald ( 15 Sacks )  verbreitet nach kurzem Hold out gemeinsam mit Suh ( 11 Sacks ) Angst und Schrecken. Die Nummer 1 Defensive der NFL trägt die Rams bis ins NCF Finale.

San Francisco 49ers: Der riesige Hype um Jimmy Garaoppolo ist bereits nach zwei Spielen vorbei. Die 49ers starten mit Niederlagen gegen die Vikings sowie den Lions und holen sich Dez Bryant ( 6 TD ) als Wide Receiver. Richard Sherman ist ein Schatten seiner selbst und steht in der Bay Area schnell zur Diskussion. Mit einer Bilanz von 6:10 hat San Francisco nichts mit den Playoffs zu tun.

Seattle Seahawks: Die Seahawks traden für RGIII als Backup von Russel Wilson. Saquem Griffin wird zum Starter, Rookie RB Penny erläuft 900 Yards womit die Hawks endlich wieder ein Run Game haben. Die Seahawks kämpfen mit den Cardinals um den 2. Platz der Division.


ThrowbackMoments: Football History Short Stories – Episode One

Ab sofort gibt es für euch immer wieder packende Short Stories aus der NFL History in der neuen Serie #ThrowbackMoments.

EPISODE ONE

Als mein Vater nach Hause kam sagte er: “Wir ziehen nach Wisconsin.”

Ich fragte:

Wo ist Wisconsin?

Am nächsten Tag kam er mit einer Karte nach Hause zeigte auf die Karte und sagte: “Das ist Wisconsin! Dort ziehen wir nach Green Bay.”

Ich schaute und suchte … es war aber nicht auf der Karte. Daraufhin war ich sauer und sagte: “Ich ziehe an keinen Ort der nichtmal auf der Karte steht.”

Dann richtete sich mein Vater auf und sagte: “Wenn ich hier fertig bin, wird es auf jeder Karte stehen und du wirst genau wissen wo du wohnst Susan.”

Susans Vater war Vince Lombardi.

  • 6 x NFL Champion
  • 2 x Super Bowl Sieger
  • Pro Football Hall of Fame
  • Green Bay Hall of Fame
  • Namensgeber der Super Bowl Trophy


Shaquem Griffin: Mit einer Hand in die NFL

Sollte beim diesjährigen NFL-Draft (26.4-28.4 ) in Dallas an einem der drei Tage sein Name fallen, so würde die unglaubliche Geschichte des Shaquem Griffin ihr vorläufiges Happy End bekommen.

Ein Drehbuchautor aus Hollywood hätte es nicht besser schreiben können! Dass es der College Superstar (Defensive MVP Peach Bowl, Defensiv Player of the Year American Athletic Conference ) tatsächlich so weit schafft, hätte niemand für möglich gehalten, denn Shaquem Griffin wurde mit einer Missbildung (Amniotisches Band Syndrom) an seiner linken Hand geboren.

Im Alter von 4 Jahren fanden ihn seine Eltern nachts in der Küche mit einem Küchenmesser in den Händen. Sie fragten ihn: was er damit vorhabe? „Ich schneide Sie ab. Ich schneide Sie ab. Es tut so weh!“, war seine Antwort. Am nächsten Tag wurde seine Hand operativ entfernt. Warum Griffin heute dort ist wo er ist, hat er seinem unbändigen Willen und der Liebe seiner Familie zu verdanken. Wollte ihm seine Mutter helfen, so schob er sie weg und sagte, dass er dies alleine könne. Er kletterte vor seinem Bruder auf Bäume und konnte sich auch früher selbstständig die Schuhe binden. Mit der Unterstützung seiner Eltern und seinem Bruder konnte er seinen Traum vom Football spielen verwirklichen. Bedenken hatten keinen Platz bei Familie Griffin. Sein Vater erlaubte ihm keine Ausreden, warum er etwas weniger gut können sollte, als sein Bruder.

Schließlich wurden die Zwillinge mit einem Footballstipendium an der University of Central Florida aufgenommen. Doch seine ersten beiden Jahre waren niederschmetternd. Lediglich in  drei Spielen stand er auf dem Platz. Doch wie immer in seinem Leben gab Griffin nicht auf: in der dritten Saison (2015) wurde er zum Starter, nicht zuletzt weil der neue Head Coach Scott Frost an ihn glaubte. Dieses Vertrauen zahlte sich aus. Griffin spielte mit einer gebrochenen Hand, fing einhändig eine Interception und erzielte sogar einen Touchdown. Kein Wunder also, dass Griffin beim diesjährigen Combine zahlen ablieferte, die sogar den letzten Scout hinter seinem Notizblock hervorblicken ließen. Unter anderem presste er beim Bankdrücken die 225 Pfund (112,5 kg) schwere Langhantel zwanzig Mal nach oben – drei mal mehr als sein Zwillingsbruder. NFL Superstars wie JJ Watt und Richard Sherman ließen ihre Begeisterung über Twitter verlauten.

Er ist die Verkörperung des Amerikanischen Traumes und der neue Superheld aller Menschen mit Missbildungen oder Behinderungen. Sollte ihn eines der 32 Teams auswählen, so können sie sich in einem ganz sicher sein: Aufgeben wird Shaquem Griffin nicht!


Mike Shula wird der neue Offensive Coordinator der Giants

Die New York Giants haben Mike Shula als ihren neuen Offensive Coordinator unter Vertrag genommen.

Shula war unter anderem für Trainerlegende Tony Dungy (als OC ) sowie seinen Vater Don Shula (Assistant ) tätig.

Er war 4 Jahre Headcoach in Alabama, sowie 4 Jahre als Quarterbacks Coach der Jacksonville Jaguars tätig. Seit 2011 als QB Coach sowie Offensive Coordinator bei den Carolina Panthers.

Er liebt das flexible Run Game sowie Down Field Pässe was die Anzeichen verdichten lässt, dass die Giants mit dem 2. Pick College Superstar Saquon Barkley draften werden. Für die Down Field Pässe gibt es mit Odell Beckham Jr, Engram sowie Shepard zahlreiche Abnehmer.

Der neue General Manager Gettleman hat jetzt eine schlagkräftige Truppe zusammen getrommelt, die helfen soll die jetzt kommende Übergangssaison, so erfolgreich wie möglich zu bestreiten.


Dieses Trio berichtet für ProSieben live vom Super Bowl

In der Nacht vom 04. auf den 05. Februar steigt er – der 52. Super Bowl. Die Minnesota Vikings sind Sonntagnacht gegen die Eagles nur ein Spiel davon entfernt, als erstes Team einen Super Bowl im heimischen Stadion auszutragen.

Im AFC Championship Game treffen die New England Patriots auf das Überraschungsteam aus Florida – die Jacksonville Jaguars.

ranNFL

Esume; Jan Stecker;Christoph “Icke” Dommisch

Für ProSieben und euch werden Christoph Dommisch alias Icke, Jan Stecker sowie Patrick Esume live vor Ort sein, um euch die Faszination Super Bowl näher zu bringen. Unterstützt wird das Trio vom zweimaligen Super Bowl Champion Sebastian Vollmer.

Sollten die Patriots im Finale stehen, hat Sebastian Vollmer angekündigt, “den ein oder anderen Insider zu verraten”!

Und wer es gar nicht mehr bis zum Super Bowl aushält, für den gibt es ab dem 29.01. täglich das Magazin “Road to Super Bowl” um 19:45 auf ProSieben Maxx. Dort erfahrt ihr alles, was ihr zum Super Bowl wissen solltet.


Großes FootballR Interview mit Pro7 Maxx Kommentator Carsten Spengemann

Erfahre mehr über den beliebten ProSieben MAXX Kommentator Carsten Spengemann, der dich regelmäßig durch deine NFL Football Abende begleitet. FootballR sprach mit Carsten in einem ausführlichen Interview darüber warum er öfter mal mit seiner Hundedame über Spieler spricht und wie er mit Kritik umgeht.

FootballR: Moin Carsten, danke für deine Zeit! Du bist ja relativ früh zum Football gekommen. Was hat dich denn an diesem Sport am meisten fasziniert?

Carsten: Ich war im Stadion in Miami und fand das alles einfach extrem faszinierend. Es war einfach was anderes als Volksparkstadion und HSV. Alleine das Aufwärmen war eine Show für sich. Das fand ich extrem spannend und das hat mich dann so mitgenommen, dass ich gesagt habe, das interessiert mich. Dann bin ich mit allen möglichen Zeitungen und Zeitschriften, die ich am Flughafen finden konnte, nach Hause geflogen und habe im Flieger festgestellt, dass das irgendwie meine Sportart ist. Und so fing dann alles an.

FootballR: Wie war das mit den Regeln? Denn ich sag es mal so: Die Footballregeln sind nicht gerade leicht. Und auch nicht sofort zu verstehen.

Carsten: Ich habe da ein echt vernünftiges Buch gefunden und habe mich dann eingelesen. Aber frage mich nicht mehr wie das Buch hieß. Am Anfang habe ich natürlich nur das nötigste verstanden. Aber mit Schulenglisch ging das dann irgendwie. Es ist ja am Ende auch kein Hexenwerk.

FootballR: Welchen Weg die Regeln zu lernen würdest du denn den Leuten empfehlen, die jetzt gerade neu zum Football kommen?

Carsten: Ich glaube, es ist wirklich am sinnvollsten, wenn es dir jemand erklärt. Jemand, der Football kennt und Football versteht. Lesen ist immer gut, aber jemand der dir das mit Emotionen und Freude an der Sache erklärt, ist natürlich wesentlich besser und bringt dann sicher auch mehr für einen persönlich.

FootballR: Dein Kumpel und ebenfalls ran NFL Mitglied Patrick Esume hat ja gerade ein Buch geschrieben – welches noch immer auf der Bestsellerliste steht. Denkst du denn auch selbst darüber nach ein Buch zu schreiben?

Carsten: Nein! Ich habe zwar viel erlebt, aber doch lange nicht so viel wie Coach Esume. Wie Patrick das gemacht hat, ist das großartig. Das Ding nimmt jeden mit; egal ob Neueinsteiger oder Football Nerd, der auch noch selbst spielt. Es ist eine total unterhaltsame Reise. Alleine wie er von seinen Coaching Erfahrungen spricht ist ein Highlight. Und nicht jeder, der sich mit Football auseinander setzt, muss ein Buch schreiben. In dem Buch von Kutsche (Footballerei) habe ich einen Einwurf geschrieben wie ich zum Football kam und was Football für mich bedeutet. Das waren 15 Seiten. Das reicht dann auch.

FootballR: Treffen sich Patrick Esume und du eigentlich auch mal persönlich außerhalb von ran?

Carsten: Wir treffen uns natürlich auch so. Wir haben denselben Freundeskreis, wir gehen in dasselbe Sportstudio und trainieren da auch mal zusammen. Man sieht sich und man kennt sich seit 27 Jahren. Wenn du dich so lange kennst, dann verbringst du auch gerne Zeit mit dem anderen. Es ist natürlich spannend, wenn man mit ihm arbeiten darf, denn dann ist es doppelt und dreifach schön und immer lustig. Es ist einfach immer entspannt, sei es bei ran oder privat.

FootballR: Wo du die Arbeit bei ran ansprichst… Trotz deiner wirklich hohen Beliebtheit gibt es ja gerade bei ran auch Kritik. Im Zeitalter von Social Media ist das sicher nichts neues für dich. Wie reagierst du denn auf Kritik?

Carsten: Wenn mich jemand kritisiert und das nicht total unter der Gürtel Linie ist, nehme ich mir auch mal gerne die Zeit das zu kommentieren. Vielleicht ist es eine Kritik, die mich verbessert und das hilft mir dann auch weiter. Und wir machen das bei ran ja nicht weil wir Football schauen wollen, sondern weil wir die Aufgabe haben den Leuten den Sport zu erklären und ihn zu kommentieren. Und dadurch dass wir Icke mit seiner großartigen Funktion haben, haben wir natürlich auch eine direkte Anbindung an den Zuschauer. Da gehört es für mich eben dazu das man auch antwortet. Und wenn einer mal etwas böses schreibt, womit ich nichts anfangen kann dann schreibt er das. Das gehört in der heutigen Zeit auch dazu.

Weiter geht’s auf der nächsten Seite mit Carsten’s Wild Card Game und wie er sich darauf vorbereitet. Weiters erfährst du wo und wie er sich informiert, welche Super Bowl Begegnung er sich wünscht und vieles mehr.

FootballR: Wann weißt du denn welches Spiel du mit ran übertragen wirst?

Carsten: Das wissen wir immer Anfang der Woche. Meistens zeitgleich mit Coachs Corner. Dann hast du Mittwoch bis Freitag und musst am Samstag in den Feinschliff gehen. Bei den Playoffs ist es jetzt durch die Samstagsspiele etwas anders.

FootballR: Dürft Ihr denn mitbestimmen welches Spiel ihr selbst kommentiert?

Carsten: Nein, dass ist eine Redaktionsentscheidung. Du weißt natürlich am Anfang des Monats deinen Einsatzplan und du sagst ja vorher „ich kann am Samstag nur früh oder ich kann am Sonntag nur spät“. Dann hast du, wie ich jetzt am Wochenende, das Spiel Bills gegen Jaguars.

FootballR: Das Spiel Bills gegen Jaguars ist echt ein spannendes Spiel mit dem wirklich keiner gerechnet hat. Eine absolute Wundertüte! Was erwartest du von dem Spiel?

Carsten: Das ist ein echt cooles Playoff-Spiel. Auf der einen Seite Tyrod Taylor, der für seine Zukunft, also einen neuen Vertrag spielt. Die Bills spielen im Allgemeinen für das Geschichtsbuch. Die Jaguars spielen mit Ihrer Defense für Ihren guten Ruf und Blake Bortles spielt gegen alle seine Kritiker. Das heißt, alle Beteiligten die auf dem Feld stehen werden, sind doppelt und dreifach motiviert. Also nicht nur Playoffs motiviert, dass Spiel hat so viel Würze. Das kann und muss eigentlich ein richtig geiles Spiel werden. Ich freu mich drauf.

FootballR: Die Bills sind auch bei vielen ein absoluter Sympathieträger und viele hoffen, dass Sie weiterkommen- jetzt wo sie 18 Jahre warten mussten. Oder was meinst du?

Carsten: Das ist wirklich ein tolles Team. Das ist eine Franchise, die hat es auch mal wieder verdient. Aber genauso sehe ich es bei den Jaguars. Die Jaguars sind eine Franchise, da ist alles anders. Das fängt beim Owner an und geht beim Stadion weiter – die haben einfach eine andere Herangehensweise. Wenn man mal ehrlich ist, immer wenn man eine Jaguars Übertragung gesehen hat, war das Stadion drei- viertel oder halbvoll. Du hast immer leere Plätze gesehen. Und ich glaube für den Football in Jacksonville ist es eine geile Sache, dass die Jaguars tatsächlich so weit gekommen sind. Die werden mit 200 % bei der Sache sein. Weil sie sich sagen, wir können hier jetzt wirklich etwas verändern.

FootballR: Hältst du da für jemanden die Daumen?

Carsten: Ich werde das Spiel wie immer neutral kommentieren. Natürlich denke ich: ich würde es dem oder dem echt gönnen, aber das ist der Job. Ich bin da um für euch da draußen das Spiel neutral zu kommentieren. Da muss man Sympathien vor dem Spiel einfach ablegen.

Ich werde das Spiel wie immer neutral kommentieren.

FootballR: Nimm uns mal mit zu einer Vorbereitung auf so ein Spiel wie jetzt am Sonntag Bills vs. Jaguars. Was machst du da im Vorfeld?

Carsten: Dadurch, dass ich mich sowieso regelmäßig bei der Footballerei mit allen möglichen Teams auseinandersetze, hast du natürlich schon ein gewisses Grundwissen, mit welchem du nicht immer bei 0 anfangen musst. Welche Defense mit welcher Formation spielt. Oder mit welcher mathematischen Wahrscheinlichkeit die Offensive diesen oder diesen Spielzug beim Third down macht. Das heißt, ich setze mich hin und schaue mir die letzten Spiele an, meistens in der Zusammenfassung. Dann schaue ich zu allererst an, welche Stolpersteine es denn bei dieser Partie gibt. Zum Beispiel den einen Kicker der Housten Texans (John Christian Kaiminoeauloamekaikeokekumupa Fairbairn), dessen Nachname 28 Buchstaben hat. Wo du dir selbst sagst: „den Nachnamen solltest du mal üben“. Und dann sitze ich hier Zuhause und sage meiner Hundedame zum achtundsiebzigsten Mal wie dieser Kicker heißt – bis sie mich leicht irritiert anschaut. Und wenn du dann das Gefühl hast alle Namen sitzen, geht es weiter. Es kommt nicht selten vor, dass du einen Punter oder Kicker oder Backup hast wo du dir dann sagst „alter Schwede was ist denn das für ein Name?“ Aber auch der muss natürlich sitzen. Und wenn du dann die Spiele gesichtet hast, dann schaust du dir die Statistiken an und machst dir ein paar Notizen. Dann schaust natürlich immer wieder auf die Newsseiten, um zu schauen wer spielt ,wer verletzt ist, ist jemand gesperrt. Das war vor ein paar Monaten mit Ezekiel Elliot extrem. Spielt er, spielt er nicht? Da muss man dann natürlich genau schauen. Denn wenn ein bestimmter Spieler nicht spielt, musst du eben wissen wer als Backup spielt. Wo kommt der Backup her was kann der. Wenn man das alles fertig hat, dann macht man den Ordner erst einmal zu und lässt alles sacken. Meistens setze ich mich dann einen Tag später nochmal hin und gehe das alles in Ruhe durch und versuche dann in die Feinheiten zu gehen, zum Beispiel ob jemand eine Stiftung hat. Dann schaue ich nach wofür diese Stiftung ist, was die alles bewegt hat und ob es noch mehr Hintergrundinformationen dazu gibt. Denn du weist ja nie was passiert. Ich denke da immer an den Stromausfall beim Super Bowl 2013 in New Orleans zurück. Es ist immer gut, wenn du mehr weißt als du wahrscheinlich brauchst. Das kennt jeder aus der Schule.

FootballR: Hast du denn bestimmte Seiten, die du regelmäßig aufrufst? Oder sind das die ganz normalen Standardpages?

Carsten: Das ist bei mir alles mögliche. Es geht los bei Bleacher Report über die ganz normalen Seiten der Teams sowie ESPN, NFL. Je näher ein Spieltag kommt, desto intensiver schaut man natürlich hin.

Auf der letzten Seite des Interviews geht es nun an’s Eingemachte. Wir wollen mehr zu Carsten’s Lieblings-/Unlieblingsspielern und seinen MVP Favoriten wissen.

FootballR: Wer ist denn momentan dein absoluter Lieblingsspieler der NFL?

Carsten: Oh, da gibt es einige. Jay Cutler ist es schon mal nicht. Der wird es auch nie sein. Ich mag die komplette Defense der Philadelphia Eagles. Das ist aber eher meine Lieblings Unit, die ich besonders mag. Was Jim Schwartz da macht ist überragend. Dann gibt es dort noch Chris Long, der mal kurz sein ganzes Gehalt spendet. Sowas ist natürlich auch sehr beeindruckend. Es gibt dann auch noch Alvin Kamara von den Saints der abliefert ohne Ende und ohne Divengehabe. Sei es in Special Teams als Receiver oder dann natürlich als RB.

Aber mein echter Lieblingsspieler und das schon seit Jahren ist Calais Campell von den Jacksonville Jaguars. Ich mag halt viel Defense – Campell ist ein Spieler der ein komplettes Team mitnehmen kann. Das war in Arizona so, das ist jetzt so. Der zieht die ganze Defense mit und motiviert. Ich als Coach hätte gerne so einen. Auf den kannst du dich verlassen. Er ist das perfekte Rädchen im Uhrwerk, der alles antreibt. Seine Stimme alleine ist unglaublich.

FootballR: Und wer ist der Spieler, den du so überhaupt nicht sehen kannst?

Carsten: Also bei Cutler bekomme ich Wutausbrüche. Das war aber schon immer so. Der ist genau das Gegenteil von Calais Campell. Cutler schaut immer wie Tim Taler, als er sein Lächeln verkauft hat. Er wirft und spielt so als würde er das nur des Geldes wegen machen. Er wirkt nie wie ein Stafford oder Rivers. Die beiden sind mit Herzblut dabei.

FootballR: Nun noch ein paar Fragen an denen zu diesem Zeitpunkt der Saison niemand vorbeikommt: Wer ist dein Favorit für den MVP? Wird es wieder ein QB und wenn ja wer?

Carsten: Es ist natürlich schwer bei der MVP Wahl an einem QB vorbei zu kommen. Es ist auch schwer bei der MVP Wahl an Tom Brady vorbeizukommen. Ich mache für mich immer meine persönliche MVP Wahl. Da steht dann ganz klar Carson Wentz. Denn was der abgeliefert hat ist phänomenal. Der wird in den nächsten ein bis zwei Jahren garantiert noch den ein oder anderen Titel holen. Diese Saison gibt es aber drei bis vier Spieler wo ich sage „Freunde, die darf man nicht außer acht lassen“. Dazu gehört auf jeden Fall Tom Brady; Drew Brees sowieso. Für mich auf einer Stufe mit dem MVP wird der Head Coach der Los Angeles Rams sein. Der hat einfach mal komplett das Ruder rumgerissen und die Franchise auf links gezogen. Wenn wir bei den Rams sind muss ich auch Todd Gurley zu den MVP Kandidaten zählen. Aber am Ende wird es sich zwischen Brady und Brees entscheiden, was dann natürlich wieder ein QB wäre.

FootballR: Was wäre denn für dich der interessanteste Super Bowl?

Carsten: Puh da gibt es tatsächlich einige Konstellationen. Wir sind ja noch so früh in den Playoffs. Wenn wir ganz ehrlich sind und es neutral betrachten, die Patriots sind immer gut für einen klasse Super Bowl. Auf der AFC Seite würde ich mich freuen, wenn es die Patriots, die Jaguars oder die Steelers sind. Auf der NFC Seite würde ich es wirklich den Vikings gönnen. Denn die könnten dann mit dem Super Bowl als Heimspiel echt Geschichte schreiben. Wir beide kennen den Spruch, Defense wins Championships. Wenn es danach geht, müsste man eigentlich sagen Jaguars gegen Vikings. Aber ich glaube es wird am Ende: Patriots gegen die Saints oder Vikings.

FootballR: Nun noch ein unangenehmes Thema. Es gibt aktuell die Meldung, dass Kam Chancellor und auch Cliff Avril von den Seahawks aufgrund ihrer Verletzungen eventuell nicht mehr wiederkommen. Dies war zumindest die Aussage von HC Pete Caroll. Sollte man etwas am Spiel ändern, was die Härte angeht oder sind das Kollateralschäden?

Carsten: Ich glaube, der Versuch etwas zu ändern hat dazu beigetragen, dass die Verletzungen zunehmen. Früher hast du damit gerechnet, dass von rechts oder links noch ein Hit kommt. Das ist ja heute alles illegal. Wenn es heute dazu kommt, dann ist es ja so: Da sprinten zwei absolute Maschinen, die nur ein Ziel (den Ball) haben, aufeinander zu. Da kann es schon mal zu einem Hit kommen, der dann nicht gewollt ist. Klar es gibt immer Hits, die absichtlich dirty sind und so was ist dann auch asozial. Aber es ist halt ein Kontaktsport, und dabei gab es und wird es immer Verletzungen geben. Mit dem Versuch das Spiel mit Helm und Ausrüstung sicherer zu machen, gehe ich total mit. Man darf aber nicht übervorsichtig werden. Denn dann kommen am Ende calls, wo viele denken und für was soll er jetzt die Strafe zahlen? Es sind alles Athleten, die wissen worauf sie sich da einlassen. Man darf nicht vergessen, die meisten Hirnschäden wurden bei Spielern diagnostiziert ,die noch die alten Plastikhelme anhatten. Die Helme heutzutage sind ja ein ganz anderes Kaliber. Das habe ich gesehen als wir den Helm für meine Frau gekauft haben. Da wäre mir früher, die ein oder andere Beule erspart geblieben.

FootballR: Das nenne ich mal eine gute Überleitung. Wo du gerade deine Frau ansprichst: Was sind denn Ihre Stärken im Football und welche Position spielt Sie?

Carsten: Ihre Stärken? Ich muss dir ganz ehrlich sagen: Die tacklet wie Sau! Das ist unglaublich. Wir haben lange zusammen an der Technik gearbeitet und sie kommt halt aus der Leichtathletik bzw. aus dem Leistungssport. Sie hat einfach einen Antritt und kommt mit einer Geschwindigkeit an, dass ich an der Seitenlinie sitze und denke: „Joa das läuft.“ Ich kann sagen: Erstes Spiel, erstes Tackle – forced Fumble. Sie spielt wie es bei Spengemanns Tradition ist: Defense und dort die Safety Position.

FootballR: Um nochmal auf deine Arbeit bei ran zu kommen. Wie ist es denn dazu gekommen, dass du dort die Spiele kommentierst?

Carsten: Ich war vor zwei Jahren schon mal mit ran im Gespräch. Damals hat das aber zeitlich wegen eines Theater Engagements nicht hingehauen. Theater findet nunmal am Wochenende statt. Als ran und ich dann erneut gesucht haben, haben wir uns nochmal unterhalten und uns dann relativ schnell geeinigt.

FootballR: Machst du denn aktuell noch was anderes neben ran?

Carsten: Momentan bis zum Super Bowl nicht. Es ist einfach zu zeitintensiv. Ich habe parallel noch ein Hörbuchprojekt, welches ich einspreche. Aber das wars auch.

FootballR: Am Ende habe ich noch eine Frage, die du bitte nur mit einem Satz beantworten sollst. Stell dir vor, du darfst ungestraft einen Satz zu einem Mitglied der NFL sagen – Egal ob Spieler, Coach oder Owner. Wem würdest du was sagen wollen?

Carsten: Ich würde den Satz zu 100 % an Jay Cutler richten. Und zwar würde ich sagen: „Gehe in Rente oder fange an das Spiel zu lieben“.

Das Interview wurde geführt von Dominic Wildegans, FootballR.