Deutsche Talente auf dem Sprung nach Kanada

Am Sonntag geht es für die 44 Teilnehmer beim CFL Combine in Frankfurt um den ersten Schritt Richtung Profivertrag in Kanada. Nur, wer an diesem einen Tag seine Top-Leistung abrufen kann, schafft es, den nächsten Schritt zum großen Ziel zu gehen. Denn die Konkurrenz ist groß, schließlich ist die Veranstaltung in Frankfurt nur eine von sechs in ganz Europa. Aber höchstwahrscheinlich auch die Richtungsweisendste.

„Wir haben am Sonntag von allen Camps sicherlich die größte Leistungsdichte, sowohl qualitativ als auch quantitativ“, erklärt Campkoordinator und AFVD-Vize-Präsident Peter Springwald.

„Zu einzelnen Spielern, die herausragen können, möchte ich jetzt noch keine Prognose abgeben, das hängt auch von der Tagesform ab. Aber wir sind sehr zufrieden mit dem Querschnitt. Wir haben eine gute Mischung zwischen jungen und erfahrenen Teilnehmern und haben auf allen Positionen eine gute Anzahl an Spielern beim Combine.“

Einzig bei den Safeties und Cornerbacks, also dem Backfield in der Verteidigung fällt auf, dass dort nur vier Spieler beim Combine vertreten sind.

Springwald: „In der German Football League wie auch in anderen Bundesligen werden die Schlüsselpositionen oft mit Import-Spielern aus anderen Ländern besetzt. Daher stoßen in diesem Bereich etwas weniger Talente aus Deutschland nach. Aber diese haben dann auch eine hohe Qualität, wenn sie sich in ihren Vereinen durchsetzen.“

Auffällig bei der Durchsicht der teilnehmenden Athleten ist zudem, dass auch einige Spieler aus unterklassigen Vereinen gelistet sind. „Wir haben auch in der GFL2 und der oberen Spitze der Regionalliga vielversprechende Talente. Wenn diese sich zu 100 % auf das Combine vorbereiten, haben sie auch eine Chance. Dies ist auch einer der Vorteile, die das Combine für die CFL bietet, dass wir durch solche Maßnahmen auch vielleicht einen Rohdiamanten finden, der durch richtiges Coaching zu einem Top-Spieler werden kann“, so Springwald.

Am Sonntag müssen alle Teilnehmer zeigen, dass sie den Herausforderungen und Leistungsansprüchen des CFL Combines auch gewachsen sind.


SPORT1 und GFL bauen erfolgreiche Kooperation weiter aus

Darauf können sich alle Football-Fans in Deutschland freuen: SPORT1 wird in der kommenden Saison der German Football League (GFL) bis zu 15 Spiele aus der regulären Saison und den Playoffs live im Free-TV übertragen. Damit bauen Deutschlands führende 360°-Sportplattform und die GFL ihre erfolgreiche Kooperation weiter aus. Zudem zeigt SPORT1 auch 2020 den German Bowl XLII, das Endspiel um die 42. Deutsche Meisterschaft im Football, live aus der Frankfurter Commerzbank-Arena. Die im Juni mit der GFL getroffene Vereinbarung zum German Bowl gilt bis einschließlich der Spielzeit 2024. Ab Saisonbeginn wird die GFL auch wieder mit einem eigenen News-Channel auf SPORT1.de und in den SPORT1 Apps vertreten sein.

Daniel von Busse, COO TV und Mitglied der Geschäftsführung der Sport1 GmbH: „Die German Football League kommt bei unseren Zuschauern sehr gut an. Deshalb haben wir uns entschieden, die erfolgreiche Partnerschaft mit der GFL weiter auszubauen und Football in Deutschland eine noch größere Free-TV-Bühne zu geben. Football-Fans können sich auf bis zu 16 Livespiele freuen, dazu werden wir die Saison weiterhin in unserem GFL News-Channel auf SPORT1.de und in den SPORT1 Apps begleiten. Den Höhepunkt unserer umfangreichen Berichterstattung über die GFL bildet dann im Oktober der German Bowl XLII, den wir live aus der Frankfurter Commerzbank-Arena übertragen werden.“

Robert Huber, Präsident des American Football Verbandes Deutschland (AFVD): „So viel Fernsehpräsenz war noch nie! Nach dem überaus erfolgreichen German Bowl mit über 20.000 Zuschauern in der Commerzbank Arena in Frankfurt am Main schlagen wir jetzt das nächste Kapitel im German Football auf. Unsere Partnerschaft mit SPORT1 hat bereits in den letzten Jahren das Interesse von Zuschauern und auch jungen Aktiven an allen unseren Ligen und Vereinen spürbar gesteigert. Mit der regelmäßigen und kontinuierlichen TV-Präsenz wollen wir diese Effekte nun noch mehr ausbauen. Wir erreichen auf einem Sport-Qualitätssender das breite sportinteressierte Fachpublikum und präsentieren den German Football als in Deutschland heimischen Sport.“

Die German Football League auf SPORT1

SPORT1 begleitet die GFL bereits seit 2018 auf seinen Plattformen. In einem eigenen News-Channel auf SPORT1.de und in den SPORT1 Apps erhalten Football-Fans regelmäßige Updates zur Lage in der GFL und im deutschen Football allgemein. In den vergangenen beiden Jahren waren zudem die Highlights der GFL-Saison im wöchentlichen Format „Kick Off – Das GFL Football-Magazin“ auf SPORT1 im Free-TV zu sehen. Im Mittelpunkt der zuletzt einstündigen Sendungen stand neben einer Nachbetrachtung der Höhepunkte des jeweiligen Spieltags auch der Ausblick auf den German Bowl. In diesem Jahr übertrug SPORT1 neben dem German Bowl XLI auch ein Viertel- und Halbfinalspiel live im Free-TV. Mit dem Ausbau der Kooperation auf bis zu 16 Livespiele in der kommenden Saison geht Deutschlands führende 360°-Sportplattform nun den nächsten Schritt. Die bisherigen Liveübertragungen aus der GFL verfolgten bis zu 220.000 Zuschauer ab drei Jahren (Z3+) in der Spitze.

Tradition, Spannung und Action in der höchsten deutschen Spielklasse im American Football

Die German Football League – die deutsche Bundesliga im American Football – ist die traditionsreichste Liga im American Football in Europa. Gegründet von sechs Teams im Jahre 1979, umfasst sie inzwischen 16 Mannschaften – je acht in der GFL Nord und der GFL Süd. Die vier bestplatzierten Teams jeder Staffel spielen in den Playoffs um den Einzug in den German Bowl. Der German Bowl ist regelmäßig das am besten besuchte Spiel im europäischen Verbands-Football.


NFL FLAG School Bowl findet am 23.11. in Deutschland statt

Der erste NFL FLAG School Bowl findet am 23. November 2019 in Hamburg statt. Dort treten alle teilnehmenden Schulen jeweils mit einem Team gegeneinander an und spielen den Sieger der ersten NFL FLAG Saison aus.

Das erste NFL FLAG Programm in Deutschland endet nach 12 Wochen mit der Chance eine Reise zum NFL Pro Bowl 2020 nach Orlando, Florida zu gewinnen. Dort findet das NFL FLAG Championships statt – ein Turnier, bei dem neben den heimischen Flag Football Teams aus den USA auch internationale Auswahlmannschaften gegeneinander antreten.

Der Gewinner wird am 23. November in der Sporthalle Museumstraße in Hamburg-Altona ausgespielt. Dabei repräsentiert jede der Schulen ein offizielles NFL Team und tritt in den jeweiligen Trikots an.

Die zehn Teams treten erst in drei Gruppen gegeneinander, um im Anschluss im KO-System den Teilnehmer des NFL FLAG Championships auszuspielen. Der Gewinner repräsentiert das deutsche NFL FLAG Programm in einem internationalen Turnier mit Teams aus den USA, Kanada, Mexiko und Großbritannien. Zusätzlich erhält der Sieger die Möglichkeit den NFL Pro Bowl, das „All-Star-Game“ der NFL am 26. Januar in Orlando, hautnah mitzuerleben und die besten NFL Spieler der aktuellen Saison zu treffen.

Der NFL FLAG Germany School Bowl

Ort: Sporthalle Museumstraße (Am Felde 18, 22765 Hamburg)
Zeit: Nov, 23rd, 10:00am – 8:00pm CET
Teilnehmende Schulen: Gymnasium Hoheluft (Green Bay Packers), Marion-Dönhoff- Gymnasium (Seattle Seahawks), Julius-Leber-Schule (Tennessee Titans), Ida-Ehre-Schule (Oakland Raiders), Stadtteilschule Flottbek (Los Angeles Rams), Kaifu Gymnasium (Atlanta Falcons), Stadtteilschule Lurup (New England Patriots), Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium (Detroit Lions), Phorms Campus (Carolina Panthers), Gymnasium Meiendorf (Minnesota Vikings)

Das NFL FLAG Programm startete im August 2019 erstmals auch in Deutschland. Es unterstützt Lehrer und Schüler dabei, Flag Football im Sportunterricht anbieten und integrieren zu können. Im September besuchte Sebastian Vollmer, früherer Offensive Tackle der New England Patriots und zweifacher Super Bowl Sieger, die Stadtteilschule Lurup und trainierte zusammen mit 80 Schülerinnen & Schülern.

Während des 12-Wochen-Programms lernen die Schüler die wichtigsten Techniken im Flag Football: den Ball richtig zu werfen, zu fangen, mit ihm zu laufen, ihn zu snappen und die Flagge bei einem gegnerischen Spieler zu ziehen und ihn so zu stoppen. Zusätzlich beschäftigen sich die Schüler im Unterricht mit den taktischen Hintergründen der Sportart und entwickeln in den letzten Wochen des Programms eigene Strategien für die Offensive und Defensive, mit denen sie dann im School Bowl antreten.

Das NFL FLAG Programm in Deutschland
Das NFL FLAG Programm ist speziell für den Sportunterricht in Schulen konzipiert. Es ist für Schülerinnen & Schüler im Alter von 12-14 Jahren geeignet und so aufgebaut, dass die Inhalte in 12 Sportstunden á 45 Minuten vermittelt werden können. Der Unterricht umfasst eine Kombination aus individuellen Übungen in kleinen & größeren Gruppen zur Verbesserung der für Flag Football relevanten sportlichen Fertigkeiten und erlaubt diese in kleinen Wettkämpfen & Spielen zu testen. Die Schulen können das NFL Flag Programm auch außerhalb der Sportstunden am Nachmittag integrieren.


Fünf deutsche Talente nehmen am NFL International Combine teil

KÖLN Fünf deutsche Spieler werden an diesem Samstag und Sonntag, dem 19. und 20. Oktober, ihren Traum von der NFL jagen, wenn sie am NFL International Combine teilnehmen, der zum ersten Mal in Deutschland stattfindet.

Der Scouting Showcase, der sich am NFL Scouting Combine in den USA orientiert, soll potenziellen NFL-Talenten eine Möglichkeit geben entdeckt und bewertet zu werden. Athleten aus mehr als 15 Ländern wurden ausgewählt, um eine Reihe von Tests vor NFL-Scouts in der Sportschule Hennef außerhalb von Köln, zu absolvieren.

Der NFL International Combine bietet Platz für bis zu 50 ausgewählte Athleten, die vor den Talent Evaluatoren die Drills absolvieren dürfen.

Die fünf deutschen Teilnehmer sind:

  • DAVID BADA, Defensive End. Alter: 24 – Schwabisch Hall Unicorns
  • NELSON IMASUEN, Defensive End. Alter: 22 – Berlin Rebels
  • YANNIC LANDFRIED, Running Back. Alter: 23 – Potsdam Royals
  • JEAN-CLAUDE MADIN CEREZO, Wide Receiver. Alter: 26 – Hamburg Huskies
  • KAI WULLBRANDT, Offensive Lineman. Alter: 25 – Frankfurt Universe

Auch vier österreichische Talente wurden zum International Combine eingeladen.

Die Athleten nehmen an einer Reihe von Geschwindigkeits-, Beweglichkeits-, Kraft- und Geschicklichkeitsübungen teil, die jeweils dazu dienen, die NFL Eignung des Athleten zu beurteilen. Die Teilnehmer können mit einen Platz im International Player Pathway-Programm der NFL ergattern.

Nach dem Combine wird eine Auswahl der Athleten, die bestimmte Leistungsstandards erfüllen und Potenzial haben, für drei Monate zum Training in die USA eingeladen.

“Nach der Einführung des International Combine im vergangenen Jahr freuen wir uns, den Talentpool international zu erkunden”, sagte Damani Leech, NFL COO International in einer Erklärung. “Seit 2017 bietet das International Player Pathway-Programm der NFL internationalen Athleten die Möglichkeit, sich auf NFL-Niveau zu messen und ihre Fähigkeiten zu verbessern. Wir hoffen, durch dieses Event in Deutschland neue Talente zu entdecken.”

Hintergrundinformationen zum NFL International Player Pathway:

Das Programm wurde 2017 ins Leben gerufen und soll Athleten die Möglichkeit bieten, sich auf NFL-Niveau zu beweisen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und sich letztendlich einen Platz auf einem NFL-Roster zu bekommen. Während der NFL Saison 2019 haben acht Teams im Rahmen des International Player Pathway-Programms einen zusätzlichen (11.) Spieler aus Übersee in ihre Practice Squads aufnehmen können. Die New England Patriots entschieden sich dazu den Fullback Jakob Johnson in ihr 10-Mann Practice Squad aufzunehmen, um ihn während der Saison auch einsetzen zu können.

Ebenfalls bei den AFC East Teams sind folgende Athleten untergebracht: Valentine Holmes (New York Jets), ein ehemaliger Rugby-Spieler aus Australien; Durval Queiroz Neto (Miami Dolphins), der in Brasilien Football spielte; und Christian Wade (Buffalo Bills), ein ehemaliger englischer Rugby-Spieler.

Die vier Spieler, die 2018 an dem Programm teilgenommen haben, sind zu ihren AFC North Teams zurückgekehrt: Moritz Böhringer (Cincinnati Bengals), der ursprünglich in der sechsten Runde von den Minnesota Vikings gedraftet wurde; Der deutsche Footballspieler Christopher Ezeala (Baltimore Ravens); Tigie Sankoh (Cleveland Browns); und Christian Scotland-Williamson (Pittsburgh Steelers).


Lions beenden Siegesserie der Unicorns und krönen sich zum Meister

Die New Yorker Lions Braunschweig krönten sich am 12. Oktober in Frankfurt mit einem 10-7 Sieg über die Schwäbisch Hall Unicorns zum diesjährigen deutschen Meister.

Vor einer Rekordkulisse von über 20.300 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank Arena, besiegen die New Yorker Lions, die bis dato in 50 Spielen ungeschlagenen Schwäbisch Hall Unicorns knapp, aber letztendlich verdient, mit 10:7 (0:0; 0:0; 10:0; 0:7).
Überraschend für viele war mit Sicherheit das Ergebnis des German Bowl XLI, da mit Rückblick auf die Saison 2019 die beiden besten Angriffsreihen der Liga, mit einem Schnitt von jeweils über 40 Punkten pro Spiel, aufeinandertrafen.
Doch im Gegensatz zum erwarteten Punktefestival, entwickelte sich die Begegnung zu einer Partie, in dem die Defenseabteilungen das Geschehen auf dem Feld bestimmten.
Die Titelverteidiger aus Schwäbisch Hall gewannen den Coin Toss und entschiedenen sich dafür, zuerst ihre Verteidigung auf das Feld zu schicken.
Somit betrat auf Seiten der Lions zuerst der wieder genesene Brandon Connette mit seiner Offense das Feld. Wie nicht anders zu erwarten versuchten die Brauschweiger umgehend ihr Laufspiel um Christopher McClendon zu installieren, bissen sich aber trotz guter Ansätze und vereinzelten First Downs nicht nur im ersten Drive, sondern immer wieder in der ersten Halbzeit an der gut eingestellten Haller Verteidigung die Zähne aus.
Zwar gelangten die New Yorker Lions zwei Mal nahegenug an die Endzone der Haller heran um mit einem Fieldgoal Punkte zu erzielen, doch Kicker Tobias Goebel scheiterte sowohl aus 48 Yards, als auch aus 44 Yards. Weitere mögliche Punkte ließen die Löwen liegen, als Brandon Connette auf Höhe der Haller 20 Yard Linie versuchte einen seiner Receiver anzuspielen, dieser aber auf dem glatten und schwierig zu bespielenden Frankfurter Rasen ausrutschte und der Ball von Unicorns Safety Goran Zec abgefangen werden konnte.
Ähnlich erging es dem Angriff um den letztjährigen Spielmacher der Löwen Jadrian Clark, der immer wieder versuchte Lücken in der Braunschweiger Abwehr zu finden, welche sich aber nur selten auftaten. Vor allen das sonst so starke Passspiel der Unicorns lief nicht wie gewohnt und wurde immer wieder von der Passabwehr der Lions unterbunden. Im Laufspiel über die Running Backs Samuel Shannon und Jerome Manyema, scheiterten die Haller regelmäßig an der ersten und zweiten Verteidigungsreihe der Löwen. Wie bei Brandon Connette zuvor auf Braunschweiger Seite, unterlief auch Jadrian Clark bei einem langen Passversuch ein Fehler und der für Nathaniel Robitaille gedachte Pass, landetet in den Armen von Braunschweigs Basil Jackson.
Somit ging es für beide Teams mit einem für American Football Verhältnisse eher ungewöhnlichen 0:0 Unentschieden in die Halbzeitpause.
Nach der Pause kamen die New Yorker Lions eindeutig besser aus der Kabine und knüpften nicht nur an der Leistung aus Halbzeit eins an, sondern steigerten sich noch. Besonders auf Seiten des Angriffs lief es jetzt besser und nach einem zu kurz geratenen Punt der Unicorns erhielt man das Angriffsrecht tief in der Spielfeldhälfte des Südmeisters. Mit einem schönen Passfang von Nicolai Schumann und einem Lauf von Micky Kyei, arbeitete sich die Offense von Troy Tomlin bis an die acht Yard Linie der Haller voran. Christopher McClendon war es vorbehalten, endlich die ersten erlösenden Punkte zum 7:0 (PAT T. Goebel) zu erzielen.
Bei den Schwäbisch Hall Unicorns lief im Angriff weiterhin wenig zusammen und man musste sich Angriffsserie für Angriffsserie immer wieder dem Druck und der starken Abwehrleistung der New Yorker Lions geschlagen geben.
Nach einem weiteren Punt der Unicorns, war es erst Micky Kyei und dann Niklas Römer, die den Lions jeweils einen großen Schritt Richtung Haller Endzone erlaubten. Final war dann schließlich ein 28 Yard Fieldgoal von Tobias Goebel zum 10:0, was den Angriff für die Braunschweiger erfolgreich abschloss.

Mit diesem Spielstand ging es in das vierte und letzte Spielviertel und die New Yorker Lions verschenkten abermals nach hervorragender Feldposition weitere Punkte durch Strafen und Unkonzentriertheiten und einem weiteren verschossenen Fieldgoal, dieses Mal aus 40 Yards Entfernung. Dieses dritte verschossene Fieldgoal schien nun bei den Schwäbisch Hall Unicorns noch einmal Kräfte zu wecken und die Unicorns machten sich daran, den Ball zum Anschluss in Richtung Braunschweiger Endzone zu bewegen. Mit Pässen von Jadrian Clark auf Tyler Rutenbeck, Aurieus Adegbesan, Nathaniel Robitaille und Maurice Fürbacher, ging es bis auf die Lions drei Yard Linie.
Von dort aus fand Jadrian Clark seinen Ballfänger Joshua Haas zum 10:7 (PAT T. Stadlmayer).
Es wurde also kurz vor Ende nochmal spannend, den mit einem gelungenen Onside Kick, könnten die Unicorns direkt wieder das Angriffsrecht erhalten und sich auf den Weg zum Ausgleich oder sogar zur Führung machen. Doch Tissi Robinson auf Seiten der Lions reagierte beim Onside Kick Versuch der Haller am schnellsten und sicherte damit das spielentscheidende Angriffsrecht für sein Team:
Drei Spielzüge des Braunschweiger Angriffs und einem Lauf von Brandon Connette später und die Lions hatten das First Down erreicht, was ihnen nun ermöglichte das Spiel abzuknien und damit die Uhr auslaufen zulassen.
Damit gewinnen die New Yorker Lions zum 12-mal die Deutsche Meisterschaft und bleiben ungefährdet Rekordmeister der GFL bzw. bauen ihren Vorsprung noch aus.
Des Weiteren beenden sie die GFL Saison 2019 verlustpunktfrei und schaffen eine Perfect Season mit 17 Siegen in 17 Spielen.
Zum wertvollsten Spieler des German Bowl XLI wurde mit Christopher McClendon der Leading Rusher der GFL 2019 gewählt.

Scoreboard

07:00 8 Yard TD-Lauf C. McClendon (PAT T. goebel)
10:00 28 Yard Fieldgoal T. Goebel
10:07 3 Yard TD-Pass J. Clark auf M. Haas (PAT T. Stadlmayer)


Lions vs. Unicorns am Samstag live ab 17:45 Uhr auf SPORT1

Showdown in der German Football League (GFL): Beim German Bowl XLI treffen am Samstag Rekordmeister New Yorker Lions aus Braunschweig und Titelverteidiger Schwäbisch Hall Unicorns aufeinander – und SPORT1 ist mittendrin. Deutschlands führende 360°-Sportplattform überträgt das Endspiel um die 41. Deutsche Meisterschaft im American Football live ab 17:45 Uhr im Free-TV und im kostenlosen 24/7-Livestream auf SPORT1.de. Die Live-Übertragung aus der Frankfurter Commerzbank-Arena begleiten Moderatorin Laura Papendick, Kommentator Andreas Renner und die beiden Experten Maximilian von Garnier und Sascha Gehloff. Die Unicorns und Lions spielen bereits zum fünften Mal im Finale gegeneinander: 2014, 2015 und 2016 setzte sich Braunschweig durch, 2017 holte sich Schwäbisch Hall den Titel.

Kann Braunschweig die seit 2017 ungeschlagenen Unicorns stoppen?

Mit den New Yorker Lions aus Braunschweig und den Schwäbisch Hall Unicorns treffen im German Bowl XLI die mit Abstand besten Teams dieser GFL-Saison aufeinander. Beide Mannschaften legten eine perfekte Saison ohne Niederlage hin. Die Unicorns sind sogar seit 50 Spielen ungeschlagen, die letzte Niederlage gab es 2016 im Finale gegen die New Yorker Lions. Insgesamt treffen Braunschweig und Schwäbisch Hall in diesem Jahr bereits zum fünften Mal im Endspiel aufeinander. Beim letzten Duell 2017 setzten sich die Unicorns durch, in den Jahren 2014 bis 2016 holte sich der elfmalige Rekordmeister aus Braunschweig dreimal hintereinander den Titel. Ein gutes Omen für die New Yorker Lions könnte zudem der Austragungsort sein: Nach acht Jahren Unterbrechung in Magdeburg und Berlin kehrt der German Bowl zu seinen Wurzeln zurück und wird dieses Jahr in der Commerzbank-Arena in Frankfurt am Main ausgetragen. Bei der Premiere in der Commerzbank-Arena im Jahr 2008 krönten sich die New Yorker Lions gegen die Kiel Baltic Hurricanes zum Deutschen Meister. In diesem Jahr werden mehr als 20.000 Zuschauer in Frankfurt erwartet – der höchste Zuschauerzuspruch in der Geschichte des German Bowls ohne Beteiligung der Heimmannschaft.


Duell der Ungeschlagenen im German Bowl

Der große Feiertag des deutschen American Footballs naht. Am 12. Oktober gilt in der Commerzbank Arena: Football is coming home! In der Stadt, in der vor über 40 Jahren der erste American-Football-Verein Europas entstand, wird der 41. deutsche Meister der amerikanischsten aller Sportarten gesucht.

Zwei Mannschaften kamen ungeschlagen durch die Punktrunde in der German Football League, beide gewannen auch Viertel- und Halbfinale. Nach jeweils 16 Siegen in dieser Saison bestreiten also Titelverteidiger Schwäbisch Hall Unicorns und Rekordmeister New Yorker Lions aus Braunschweig den German Bowl XLI. Sicher ist also: Es wird ein Team mit einer „Perfect Season“ Meister.

Historisches gibt es in jedem Fall. Die Unicorns aus Schwäbisch Hall haben mit ihrem 30:13 gegen die Dresden Monarchs im Halbfinale den 50. Pflichtspielsieg in Folge errungen. Seit 2017 Headcoach Jordan Neuman sein Amt übernahm, hat das Team nicht mehr verloren. Mitte der Saison hatten die Haller auf dieser Welle des Erfolges ausgerechnet mit dem Sieg in Frankfurt gegen den letztjährigen Vizemeister Frankfurt Universe die bisherige Rekordmarke des deutschen Sports (40 Siege des THW Kiel in der Handball-Bundesliga 2011 bis 2012) eingestellt. Seither bauen sie ihre Serie immer weiter aus.

Das letzte Team, das die Schwäbisch Haller bezwingen konnte, könnte nun aber auch jenes werden, das ihnen wieder Einhalt gebietet. Rekordmeister New Yorker Lions hatte im German Bowl 2016 die Haller bezwungen, ebenso wie in den beiden Jahren davor. Für die Braunschweiger waren dies die Meistertitel neun bis elf, im Finale stehen sie nun zum insgesamt 18. Mal. Auch das Frankfurter Pflaster kennen sie bereits – hier gewannen sie 2008 bei der damaligen German-Bowl-Premiere für die Commerzbank Arena ebenfalls schon einen Meistertitel.

German Bowl XLI markiert das fünfte Mal binnen sechs Jahren, dass sich beide im Kampf um die deutsche Meisterschaft im American Football gegenüberstehen. In den Jahren 2014 bis 2016 gewannen die Braunschweiger verhältnismäßig souverän. 2017 setzten sich die Schwäbisch Haller erstmals durch und verteidigten ihren Titel im letzten Jahr in einem ausverkauften Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark durch ein 21:19 gegen Frankfurt Universe.

Ähnlich eng sollte es allen Experten zufolge auch 2019 zwischen Unicorns und New Yorker Lions zugehen. Die Braunschweiger hatten im Halbfinale Frankfurt Universe in einem hart umkämpften und sehr physischen Spiel mit 36:18 bezwungen. Unter anderem musste ihr Quarterback Brandon Connette dabei verletzt vom Platz, was derzeit noch ihre Vorbereitungen ein wenig überschattet.

Dem Optimismus der Fans beider Seiten tut dies keinen Abbruch, geht es nach dem Verlauf des Vorverkaufs. Beide Clubs organisieren wahre Konvois von Fan-Bussen. Besonders auf der Haupttribüne hinter der Teamzone der Schwäbisch Hall Unicorns, die in ihrer Heimatstadt die klare sportliche Nummer eins sind und den kurzen Weg nach Frankfurt besonders schätzen, wird es inzwischen eng.

Ausreichend Tickets in allen Preiskategorien sind unter https://www.ticketmaster.de/event/german-bowl-xli-tickets/313799 oder https://www.eventim.de/tickets.html?affiliate=EVE&doc=artistPages%2Ftickets&fun=artist&action=tickets&erid=2397324&includeOnlybookable=true&x10=1&x11=german%20bowl noch verfügbar.


Das GFL-Halbfinale Unicorns gegen Monarchs am Samstag live

Die Schwäbisch Hall Unicorns und Dresden Monarchs träumen vom Einzug in den German Bowl – und SPORT1 ist mittendrin. Das Halbfinalduell des Titelverteidigers und des Außenseiters aus Dresden ist am Samstag ab 16:55 Uhr im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de sowie auf YouTube zu sehen. Die entscheidende Phase des K.o.-Spiels überträgt SPORT1 dann ab 19:00 Uhr auch live im Free-TV. Martin Jangowski und Andreas Renner kommentieren.

Kann Dresden gegen Schwäbisch Hall für eine Überraschung sorgen?

Nach einer regulären Saison ohne Niederlage wurden die Schwäbisch Hall Unicorns auch im Viertelfinale ihrer Favoritenrolle gerecht. Der Titelverteidiger fuhr gegen die Berlin Rebels einen souveränen 45:24-Sieg ein und trifft im Halbfinale nun auf die Dresden Monarchs. Damit kommt es zur Neuauflage des Halbfinalduells aus der Vorsaison, das Schwäbisch Hall klar mit 23:7 für sich entschied. Dresden qualifizierte sich als Tabellenzweiter für die Playoffs und setzte sich dort in der Runde der letzten Acht mit 39:22 gegen die Marburg Merceneries durch. Die Monarchs gehen als klarer Außenseiter in das Halbfinalduell, werden aber alles daransetzen, für eine Überraschung zu sorgen. Im zweiten Halbfinale treffen indes die New Yorker Lions Braunschweig auf Frankfurt Universe.

Einen Rückblick auf die Halbfinalduelle sowie eine Vorschau auf den German Bowl gibt es dann am Donnerstag, 3. Oktober, ab 19:00 Uhr in „Kickoff – Das GFL Football-Magazin“ auf SPORT1 zu sehen. Den German Bowl XLI als Höhepunkt der diesjährigen GFL-Saison überträgt SPORT1 am Samstag, 12. Oktober, ab 17:45 Uhr live und exklusiv aus der Frankfurter Commerzbank-Arena.


NFL startet Flag Football Programm in Deutschland

Die National Football League (NFL) startet im August 2019 auch in Deutschland das NFL FLAG Programm, um Schulen zu unterstützen, Flag Football in den Unterricht zu integrieren. Das NFL FLAG Programm bringt Schülerinnen & Schülern die kontaktlose Version des American Football bei und unterstützt die Schulen durch die Bereitstellung von Flag Football- Equipment, dem Einsatz von Coaches und konkreten Lehrmaterialien für Schulen, um den Einstieg in das Spiel zu vereinfachen. Das Programm vermittelt den Schülerinnen & Schülern zusätzlich die von der NFL gelebten Werte wie Respekt, Widerstandsfähigkeit, Verantwortung und Integrität sowie die Wichtigkeit eines gesunden, aktiven Lebensstils – und soll natürlich eine positive Erfahrungen für alle Teilnehmer sein.

Das NFL FLAG Programm beginnt im August 2019 mit zehn Schulen in Hamburg und einem an das deutsche Schulsystem adaptierten Übungsplan. Die NFL bietet das Programm in Kooperation mit dem American Football Team Hamburg Blue Devils und dem ehemaligen NFL Europe Spieler Maximilian von Garnier an. Während des viermonatigen Programms unterstützen die Trainer die Lehrerinnen & Lehrer aktiv im Unterricht und bei der Integration des Sports in das Nachmittagsprogramm der teilnehmenden Schulen.

Das NFL FLAG Programm startete mit einem sogenannten “Train the teacher“-Workshop am 15. August und einem öffentlichen Trainingsangebot am 18. August 2019 für die beteiligten Schulen. Den Abschluss des Programms im November bildet ein Turnier mit allen teilnehmenden Schulen. Als Preis winkt eine Reise zum NFL Pro Bowl 2020 nach Orlando/Florida.

Für den zweifachen Super-Bowl-Gewinner Sebastian Vollmer ist die Einführung des NFL FLAG Programms ein wichtiger Schritt für den Sport in Deutschland:

Es ist erstaunlich, wie sich Football hierzulande entwickelt. Die Zahl der NFL Fans wächst jedes Jahr und neben dem reinen Interesse an der Liga wollen viele Kinder & Jugendliche selbst anfangen, zu spielen. Mit dem Start des NFL FLAG Programms in Hamburg kommen jetzt viele von ihnen deutlich einfacher mit dem Sport in Berührung. Ich freue mich über jede Schule, die Interesse an Flag Football zeigt.”

NFL FLAG ist ein weiteres Beispiel für das kontinuierliche Engagement der NFL den Sport in Deutschland zu fördern. Wie zuvor schon angekündigt, findet das NFL International Combine in diesem Jahr erstmals in Deutschland statt. Bis zu 50 Athleten treten am 19. Oktober 2019 in der Sportschule Hennef in der Nähe von Köln an, um sich für einen Platz im NFL International Player Pathway Programm zu qualifizieren. Die Bewerber müssen sich dabei in einer Reihe von Übungen vor NFL Experten beweisen. Das diesjährige International Player Pathway Programm umfasst drei deutsche Spieler: Jakob Johnson schließt sich den New England Patriots an und die Teilnehmer des letztjährigen Programms Moritz Böhringer (Cincinnati Bengals) und Christopher Ezeala (Baltimore Ravens) kehren in ihre Teams zurück.

Das NFL FLAG Programm in Deutschland

Das NFL FLAG Programm ist speziell für den Sportunterricht in Schulen konzipiert. Es ist für Schülerinnen & Schüler im Alter von 12-14 Jahren geeignet und so aufgebaut, dass die Inhalte in 12 Sportstunden á 45 Minuten vermittelt werden können. Der Unterricht umfasst eine Kombination aus individuellen Übungen in kleinen & größeren Gruppen zur Verbesserung der für Flag Football relevanten sportlichen Fertigkeiten und erlaubt diese in kleinen Wettkämpfen & Spielen zu testen. Die Schulen können das NFL Flag Programm auch außerhalb der Sportstunden am Nachmittag integrieren.


Junior Bowl XXXVIII: Wiesbaden gegen Köln

Cologne Crocodiles und Wiesbaden Phantoms setzen sich in den zwei spannenden Halbfinalspielen durch

In den Halbfinals um die Deutsche Jugendmeisterschaft waren es am vergangenen Wochenende die beiden Auswärtsteams, die die Tickets für den Junior Bowl XXXVIII lösen konnten: Die Cologne Crocodiles gewannen in Schwäbisch Hall mit 51:36 und die Wiesbaden Phantoms bei den Berlin Adlern mit 37:35.

Das Halbfinale zwischen den Schwäbisch Hall Unicorns und den Cologne Crocodiles wurde im Vorfeld als das vorgezogene Finale gehandelt. Traten am Samstag doch die beiden im Jugendfootball-Ranking erstplatzierten Teams gegeneinander an. Über drei Viertel hinweg zeigten die Kontrahenten auch ein spannendes Spiel auf Augenhöhe, in dem die Führung sechsmal wechselte.

Zur Halbzeit hatten die Gäste aus Köln die Nase knapp mit 23:21 vorne und die Unicorns konterten nach der Pause zum 28:23. Dann begann die Fehlerphase der Haller Gastgeber, die sie mit 28:44 in Rückstand brachte. Auch der Anschluss zum 36:44 sollte keine Wende mehr bringen, sodass die Crocodiles am Ende einen 51:36-Erfolg davontragen und sich für den Junior Bowl XXXVIII qualifizieren konnten.

Noch spannender als in Schwäbisch Hall verlief das Halbfinale der Berlin Adler, die am Sonntag die Wiesbaden Phantoms zu Gast hatten. Die Wiesbadener hatten es beim 7:6 im Viertelfinale gegen die Düsseldorf Typhoons schon extrem spannend gemacht und so sorgten sie auch in Berlin für einen Football-Krimi.

Wie beim Halbfinale in Schwäbisch Hall lagen auch in Berlin die Gäste zur Halbzeit mit 23:21 in Führung. Die Phantoms zogen im dritten Viertel auf 30:21 davon, doch Berlin blieb mit dem 30:28 weiter in Schlagdistanz. Erneut gingen die Gäste mit 37:28 in Vorleistung und den Adlern blieb am Ende nur noch der 37:35-Anschluss, der Wiesbaden den Einzug in den Junior Bowl bescherte.

Somit kommt es am 24. August (Kickoff 16:00 Uhr) im OPTIMA Sportpark in Schwäbisch Hall beim 38. Junior Bowl zu einer neuen Endspielpaarung: Die Wiesbaden Phantoms stehen erstmals im Jugendfinale und müssen sich mit den Routiniers aus Köln messen. Die Cologne Crocodiles waren schon achtmal im Junior Bowl vertreten und konnten ihn viermal gewinnen.

Wiesbaden stellt in der Begegnung formal das Heimteam und wird die Teamzone vor der Haupttribüne des OPTIMA Sportparks beziehen. Die Crocodiles werden wie schon bei ihrem letzten Besuch in diesem Stadion beim Junior Bowl 2016 vor der Gegentribüne Station machen.


LIVE – New Yorker Lions vs. Dresden Monarchs

Heute trifft der GFL Nord Führende auf den aktuell Drittplatzierten. Um 18 Uhr empfangen die New Yorker Lions die Dresden Monarchs.

GFL Nord

Pos. Mannschaft W L T Pct
1 Lions 13 0 0 1.000
2 Invaders 10 4 0 0.714
2 Monarchs 10 4 0 0.714
4 Rebels 8 6 0 0.571
5 Crocodiles 7 7 0 0.500
6 Royals 4 9 1 0.321
7 Hurricanes 2 10 1 0.192
8 Panther 0 14 0 0.000


New Yorker Lions behalten ihre weiße Weste

Weder ein fünfwöchige Spielpause, noch die Berlin Rebels, konnten die New Yorker Lions daran hindern, auch im achten Spiel der Saison 2019 weiterhin eine weiße Weste zu behalten.

Etwas mehr als 3.100 Zuschauer sahen bei hochsommerlichen Temperaturen ein Spiel, welches von Beginn an von den Löwen dominiert und letztendlich deutlich mit 34:9 (0:0; 13:3; 14:6; 7:0) gewonnen werden konnte.

Nur im ersten Spielviertel konnten die Gäste aus Berlin das Spiel noch offen gestalten, bevor die Hausherren ab dem Beginn des zweiten Spielviertels, vollends die Kontrolle übernahmen.

Die schon die gesamte Saison über starke Verteidigung der Braunschweiger, sorgte auch gegen die Rebels wieder dafür, das deren Spielmacher Kurt Palandech ständig auf der Flucht vor den heranstürmenden Verteidigern war und auf Seiten des Angriffs klappte am heutigen Spieltag endlich auch das langvermisste Passspiel.

Zwar erzielte den ersten Touchdown zum 7:0 (PAT T. Goebel) zu Beginn des zweiten Spielviertel, Lions Running Back Christopher McClendon mit einem Lauf über zwei Yards, doch für die Vorbereitung des ersten Score der Gastgeber, waren zum einen Niklas Römer und zum anderen Nicolai Schumann, jeweils mit sehenswerten Fängen nach Pässen von Löwen Spielmacher Brandon Connette, zuständig.

Bei den Berlin Rebels war neben Quarterback Kurt Palandech, der zweite Aktivposten Running Back Andreas Betza. Immer wieder war er entweder die letzte Anspielstation für den Spielmacher der Hauptstädter oder er versuchte selbst mit Läufen so viel Yards wie möglich, gegen das scheinbar unüberwindliche Abwehrbollwerk der Braunschweiger zu erzielen. Mit Erfolg war dieses Unterfangen nicht versehen und so mussten die Gäste abermals den Hausherren den Vortritt lassen.

Die Wide Receiver Justus Holtz und Jan Hilgenfeldt, sowie Running Back David McCants, führten die New Yorker Lions bis tief in die Hälfte der Berliner. Den Touchdown zum 13:0 (PAT nicht gut), erzielte Christian Bollmann, nach einem Pass über sieben Yards von Brandon Connette.

Es folgte der längste Drive der Berliner in der ersten Spielhälfte. Abermals waren es Kurt Palandech und Andreas Betza, die die Hauptlast des letzten Angriffsversuch der Rebels vor der Pause trugen.

Final bis drei Yards vor die Endzone der Lions schafften es die Gäste, bevor die Braunschweiger Defense erneut zuschlug und den Berlinern schließlich nur ein Fieldgoal aus 25 Yards zum 13:3 durch Rebels Kicker Max Prauß erlaubten. Danach ging es für beide Mannschaften in die wohlverdiente Pause.

Nach der Pause erhielten die New Yorker Lions zuerst das Angriffsrecht und nutzten dieses auch umgehend, nach dem Kick-Off der Berlin Rebels und einem Return von Micky Kyei bis kurz vor Mittellinie, aus. Gleich im ersten Spielzug des dritten Spielabschnitts bediente Braunschweigs Quarterback Brandon Connette über 57 Yards seinen Ballfänger Justus Holtz, welcher alle seine Verteidiger stehen ließ und unbedrängt zum 20:7 (PAT T. Goebel) in die Endzone der Gäste einlief.

Es folgte ein weiterer Drive der Berlin Rebels, welcher sie zumindest in schlagweite zur Braunschweiger Endzone bringen sollte. Bedingt auch durch Strafen gegen Braunschweigs Verteidigung, gelangten die Rebels mit nur vier Spielzügen bis an die 30 Yard Linie der Lions.

Doch dann war Schluss mit dem Vorwärtsdrang und die Defense der New Yorker Lions zeigte abermals ihre Krallen, drängte die Gäste nicht nur zurück bis tief in deren eigene Hälfte, sondern sicherte auch ihrem Angriff eine neue Angriffsserie, beginnend kurz vor der Mittellinie.

Diese Einladung ließen sich die Mannen um Brandon Connette nicht nehmen und nach nur wenigen Spielzügen war es Nicolai Schumann vorbehalten, nach einem vier Yard Pass von Brandon Connette, das 27:3 (PAT T. Goebel) zu erzielen.

Bereits deutlich zurückliegend, gelang den Berlinern von Headcoach Kim Kuci ihr einziger an diesem Tag erfolgreicher Drive, welcher mit einem Touchdown belohnt wurde. Abermals waren es Spielmacher Kurt Palandech und Running Back Andreas Betza, welche die Hauptlast übernahmen. Unterstützt wurden sie dabei dieses Mal durch Wide Receiver TJ Esekielu, der auch final, nach einem neun Yard Pass von Kurt Palandech, auf 27:9 (TPC nicht gut) verkürzte.

Mit diesem Spielstand ging es ins vierte und letzte Spielviertel der Partie und die Hausherren knüpften dort an, wo sie in ihrem letzten Offense-Drive aufgehört hatten, nämlich mit weiteren Punkten. Mit Läufen von Christopher McClendon und David McCants, als auch einem Passfang von Micky Kyei, ging es bis an die fünf Yard Linie der Berlin Rebels voran.

Die Punkte zum 34:9 (PAT T. Goebel) erzielte Jan Hilgenfeldt, nach einem Pass von Brandon Connette.

Mit nur noch ein paar Minuten restlicher Spielzeit, erhielten jetzt mehr und mehr auf beiden Seiten des Balls, die Back-Ups der Lions Einsatzzeit.

Erfolgreicher machte diese Tatsache die Gäste aus der deutschen Hauptstadt nicht, denn auch der folgende Drive endete mit einem Turn Over der Braunschweiger Verteidigung, nach vier ausgespielten Versuchen ohne weitere Punkte.

Damit endete auch das achte Spiel der laufenden Saison mit einem Sieg der Mannschaft von Headcoach Troy Tomlin und sie bleiben als einziges Nordteam, weiterhin ungeschlagen.

Scoreboard

07:00 2 Yard TD-Lauf C. McClendon (PAT T. Goebel)
13:00 7 yard TD-Pass B. Connette auf C. Bollmann (PAT nicht gut)
13:03 25 Yard Fieldgoal M. Prauß
20:03 57 Yard TD-Pass B. Connette auf J. Holtz (PAT T. Goebel)
27:03 4 Yard TD-Pass B. Connette auf N. Schumann (PAT T. Goebel)
27:09 9 Yard TD-Pass K. Palandech auf TJ Esekielu (TPC nicht gut)
34:09 5 Yard TD-Pass B. Connette auf J. Hilgenfeldt (PAT T. Goebel)


Keine Überraschung gegen die Königlichen | Panther verlieren 7:38

Nur die kühnsten Optimisten hatten an einen Erfolg der Panther gegen die Dresden Monarchs geglaubt und natürlich wurden ihre Hoffnungen nicht bestätigt. Mit dem 7:38 (0:14, 0:14, 0:10, 7:0) waren die tapferen Panther noch gut bedient, ließen doch die Monarchs, die in dieser Form sicher zu den Kandidaten für die deutsche Meisterschaft zählen, in der zweiten Halbzeit Ihre Backups ran. „Wir ändern im Moment sehr viel und das dauert eben Zeit“, sagte der neue Headcoach der Düsseldorf Panther, Tim Johnson, nach der Begegnung vor 900 Zuschauern in Benrath.

Für die Panther, aufgefrischt mit einigen neuen Spielern, begann die Partie gut. Die Monarchs wurden früh im ersten Drive gestoppt, die ganz in schwarz gekleideten Hausherren bekamen das erste Mal den Ball und genau diesen ersten Ball warf Panther-Spielmacher Christian Strong dann direkt in die Arme eines Dresdeners, die sich diese Chance, tief in der Panther-Hälfte gestartet, nicht entgehen ließen. KeVonn Mabon eröffnete das Scoreboard für die Monarchs, die sich dann auch nicht mehr davon abbringen ließen den Football in die Endzone der Panther zu tragen, auch weil die Panther-Offense in der ganzen ersten Halbzeit nur durch einen langen Pass von Christian Strong auf Trevor Vasey auffielen. Egal was die Defense von Defense-Chef Jochen Peters auch versuchten, die Monarchs hatten immer eine passende Antwort und gingen völlig verdient mit 28 Punkten in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas besser, auch weil die Panther nach dem dritten Fehlwurf von Christian Strong ein Einsehen hatten, den unglücklich spielenden Strong durch WR Trevor Vasey ersetzten und die Monarchs nun auch die zweite Garde auf das Feld schickten. Nachdem der erste Drive von Vasey unglücklich mit einer Interception kurz vor der Endzone der Monarchs endete, erzielte der lange, neue Spielmacher der Düsseldorfer, Mitte des vierten Quarters den verdienten Touchdown für die Panther, die sich den Touchdown durch eine gute kämpferische Leistung durchaus verdient hatten. Tim Johnson bedankte sich anschließend bei den Panther-Fans. „Ich möchte mich noch bei den Panther-Fans bedanken, die uns während des Spiels unterstützt haben“.

Düsseldorf Panther – Dresden Monarchs 7:38 (0:14, 0:14, 0:10, 7:0)
900 Zuschauer


Crocodiles erweisen sich in Potsdam als Eurobowlsieger-Besieger

Nach der Sommerpause machten sich die Cologne Crocodiles mit frischem Mut auf den Weg nach Brandenburg zum im Juni gekürten Eurobowlsieger Potsdam Royals und wollen unbedingt in den verbleibenden Spielen ihre Play-Off Ambitionen aufrechterhalten. Als aktueller Tabellenfünfter traf man am gestrigen Samstagnachmittag im Sportpark Luftschiffhafen bei sommerlichen Temperaturen, weit jenseits der Hitze der vergangenen Wochen, auf den Tabellensiebten.

Nach dem Kick-Off kam als erstes der Kölner Angriff um Spielmacher Jarred Evans in seinem ersten Auswärtsspiel für die Crocodiles. Doch bereits der erste Versuch landet in den Armen des verdutzten serbischen Defense Back der Potsdamer Marko Bates, der diesen bis 4 Yards vor der Kölner Endzone zurückträgt. Im nächsten Versuch vollendet Running Back Gennadiy Adams. Mit erfolgreichem Extrapunkt durch Hannes Werner führten die Gastgeber nach nur 18 Sekunden effektiver Spielzeit mit 7:0. Der anschließende Kick wurde von Kölns Neuzugang Aaron Jackson bis zur 25 Yards Markierung zurückgetragen. Köln vermochte jedoch noch nicht in die Endzone vorzudringen und so entschied die Kölner Trainercrew um Headcoach Patrick Köpper auf Fieldgoal. Dominic Gröne traf aus 44 Yards durch die Stangen und verkürzte auf 7:3. Bei diesem Stand blieb es in der Folge, weil Potsdam nicht mehr zu weiteren Punkten kam und so wurden zum ersten Mal die Seiten gewechselt.

Im zweiten Spielabschnitt fand Kölns Quarterback Jarred Evans zwar seinen Receiver Aaron Jackson tief in der anderen Hälfte des Feldes. Aufgrund einer angeblichen Passbehinderung wurde der Ball jedoch an die eigene 10 zurückgelegt. Beim nächsten Passversuch des Kölners wurde er im Moment des Wurfs von der Potsdamer Verteidigung derart bedrängt, dass der Ball vom ehemaligen Kölner Defensiveback in Diensten der Brandenburger Nils Schaller abgefangen und zurückgetragen werden konnte. Auch diesmal wird dieser Ballverlust im zweiten Versuch durch Pass von Quarterback Samuel Straub auf seinen Wide Receiver Timothy Knüttel bestraft. Nach weiterem erfolgreichem Kick führten die Gastgeber mit 14:3. Im nächsten Drive bewegte Köln den Ball stetig durch Wechsel von derzeit noch nicht erfolgreichen Laufspielzügen über Kölns Running Back Dean Tanwani sowie Pässe auf Dominic Gröne, Aaron Jackson und Florian Eichhorn und unterstützt durch Strafen. Letztlich vollstreckt Dominic Gröne mit einem Fang über 8 Yards zum ersten Kölner Touchdown. Nachdem Gröne selbst durch Kick erhöht verkürzt er auf 14:10. Die Kölner Defense um Defensiveback Mark Scherenberg lässt Potsdam weiterhin im normalem Spielverlauf kaum Entfaltung und zwingt sie erneut zum Punt. Kölns von David Odenthal koordinierter Angriff war nun im Spiel angekommen und sollte bis zum Schluss das dominantere Team bleiben. Noch vor der Halbzeit holte man sich mit zwei Pässen über zunächst 40 Yards, gefolgt von Läufen über Dean Tanwani und letztlich Pass von Jarred Evans erneut auf Aaron Jackson über 33 Yards trotz enger Deckung durch Royals Nationalspieler Till Jansen zum ersten Mal die Führung an diesem Tag. Dominic Gröne kickt zum 14:17 Pausenstand ein.

Nach der Pause lässt Kölns starke Defense an diesem Tag keine Punkte mehr zu. Selbst kam man ein weiteres Mal in Feldtor Distanz. Beim vierten und 3 Yards an der 27 verzieht Gröne jedoch leicht und vergibt weitere Punkte. Doch nach kurzem Ballbesitz der Gastgeber, die auch mit Crocodiles weiterem Neuzugang Silverberry Mouhon an diesem Tag ihre Mühe hatten. Der folgende Punt wurde geblockt und Köln erhielt den Ball erneut in aussichtsreicher Position. Gröne machte es nun besser und traf diesmal aus 41 Yards zum 14:20. Zu allem Überfluss für die Gastgeber mussten sie in der zweiten Halbzeit verletzungsbedingt ihren Quarterback Samuel Straub, aufgrund einer Gehirnerschütterung durch Receiver Timothy Knüttel, ersetzen. Bei diesem Stand wurden dann auch zum letzten Mal die Seiten gewechselt.

Potsdam machte sich auch in der Folge immer mal wieder das Leben neben der starken Kölner Verteidigung selber schwer. Crocodiles Jarred Evans hingegen findet mit einem 19 Yards diesmal Markus Hachenberg in der Endzone zum 14:26 Endstand. Die kurioseste Szene des Spiels sollte sich jedoch jetzt erst zeigen. Potsdam konnte erneut hinten eingeschnürt und

aufgrund einer abgelehnten Strafe wegen illegaler Bewegung wiederum zum Punt gezwungen werden. Bei dem Return konnte Kölns Emory Polley den Ball jedoch nicht sichern und ein Neuzugang der Gastgeber James McCallum eroberte das Angriffsrecht vermeintlich in bester Position, etwa auf Höhe von Kölns 30 Yardslinie bei noch etwa 10 Minuten verbleibender Spielzeit zurück. Nach anfänglichem Jubel des Heimteams und seiner Anhänger, sowie nicht enden wollender Diskussionen der Schiedsrichter auf dem Feld, kam die von gellendem Pfeifkonzert quittierte Entscheidung, dass der Spielzug aufgrund eines unbeabsichtigten Abpfiffs durch die Schiedsrichtercrew wiederholt werde. Die Crocodiles wiederholten ihren zuvor begangenen Faux Pas natürlich nicht und erhielten das Angriffsrecht glücklich erneut zurück. Ein weiterer Fieldgoal Versuch über 36 Yards ging erneut knapp daneben. Aufgrund eines hervorragenden Zeitmanagements der Kölner Bank verbleib den Brandenburger Hauptstädtern jedoch kaum noch Zeit, das Spiel zu drehen. Marius Riepe fischt bei verbleibenden 40 Sekunden auf der Uhr einen letzten Pass von Potsdams Timothy Knüttel aus der Luft und sein Team braucht nur noch die Zeit abzuknien.

Die Crocodiles bleiben somit bei vier Siegen und sechs Niederlagen auf dem 5. Tabellenplatz hinter dem nächsten Gegner, den Berlin Rebels. Das nächste Spiel bestreiten die Kölner nach einer erneuten kurzen Pause am 18.08.2019 im Berliner Mommsenstadion. Das nächste Heimspiel ist in der Folgewoche am Sonntag, den 25.08.2019, 15:00 Uhr, im Flughafenstadion Höhenberg.


Unicorns gewinnen in München nach einem Rückstand zur Halbzeit

Nach einem 14:10-Halbzeitrückstand schafften die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Münchner Dantestadion mit einem 0:38 in der zweiten Hälfte die Wende. Sie besiegten die Munich Cowboys mit 14:48.

Nach vier Wochen Sommerpause war den Schwäbisch Hall Unicorns am Samstagnachmittag im Münchner Dantestadion die fehlende Spielpraxis anzumerken. So benötigte der amtierende Deutsche Meister eine Halbzeit, um sich den Rost vom Leib zu spielen. Aber nachdem sich engagiert auftretende Cowboys eine 14:10-Führung zur Halbzeit erspielt hatten, legten die Haller den Schalter um. Per 0:35 drehten die Gäste nicht nur das Spiel in Richtung 44. Sieg in Folge, sondern setzten damit auch eine einmalige Marke: 35 Punkte in einem Viertel waren den Unicorns während der seit 2017 andauernden Serie noch nie gelungen.

Dass mit den Gastgebern an diesem Nachmittag zu rechnen war, stellen sie bereits in ihrem ersten Drive unter Beweis: Quarterback Brady Bolles und seine Offense bewegten den Ball gut über das Feld, vergaben aber den Field Goal-Versuch zur Führung. Besser machte es auf der Gegenseite Tim Stadelmayr: Der Haller Kicker versenkte den Ball zwischen den Torstangen – und sollte das ganze Spiel über so sicher bleiben. Doch die Cowboys ließen sich nicht entmutigen und belohnten sich nach einem starken zweiten Drive mit einem Touchdown zum 7:3 für die Hausherren.

Auch bei den Unicorns verlief der zweite Auftritt der Offense erfolgreich: Maurice Schüle erlief den ersten Touchdown (7:10), der in der ersten Hälfte allerdings der einzige für die Gäste bleiben sollte. Es folgten zwei Punts, bevor München kurz vor der Halbzeitpause erneut den Weg in die Haller Endzone fand und die TSG-Footballer damit erstmals in dieser Saison mit einem Rückstand in die Pause schickte.

„München hatte das Momentum eindeutig auf seiner Seite“, so Jordan Neuman, dessen Worte in der Halbzeit entsprechend deutlich ausfielen. „München hat uns vor eine Herausforderung gestellt, wie wir sie dieses Jahr noch nicht hatten. Es ist auch im Hinblick auf die Playoffs wichtig für uns, in solchen Situationen die passende Antwort zu finden.“ Dies gelang Junior Nkembi dann auch umgehend: Der Cornerback nahm den Münchner Kickoff zur zweiten Halbzeit in Empfang und war anschließend über 90 Yards nicht zu stoppen, was Jubelstürme auf der mit rund 200 Unicorns-Fans besetzten Gegentribüne auslöste. „Junior hat die Wende zu unseren Gunsten eingeleitet“, lobte Coach Neuman. Denn mit seinem Kickoff Return Touchdown zum 14:17 zündete das Haller Eigengewächs den Turbo für sein Team, das im dritten Viertel auf beiden Seiten des Balles wie ein Uhrwerk funktionierte.

Dreimal verschaffte die Unicorns-Defense ihren Angriffskollegen eine gute Feldposition, dreimal verwandelte die Offense die Steilvorlage in einen Touchdown: Erst erzwang die Defense einen zu langen Snap beim Cowboys-Punt, woraufhin Jadrian Clark selbst die Goal Line zur 14:24-Führung überquerte. David Bada eroberte anschließend einen Münchner Fumble; Clark fand kurz darauf Tyler Rutenbeck in der Endzone (14:31). Und dann war es Cody Pastorino, der mit seiner Interception wieder das Duo Clark-Rutenbeck aktivierte, das direkt im ersten Spielzug zuschlug: Ein 78 Yards-Pass, den der Spielmacher seinem Receiver präzise in die Arme legte, sorgte für das 14:38 für die Gäste. Doch war damit der Schlusspunkt des dritten Quarters noch nicht erreicht. Für diesen sorgte Clark nach einem Münchner Punt dann wieder persönlich (14:45).

Im Schlussabschnitt gelang es Schwäbisch Hall, seinen Vorsprung zu verteidigen. Ersatz-Quarterback James Slack hatte mittlerweile die Regie übernommen und überzeugte unter anderem im Zusammenspiel mit Receiver Andre Feuerherdt, der einige sehenswerte Aktionen zum Besten gab. Auf der anderen Seite fügte sich Neu-Linebacker Alex Ferrari bei seinem Debüt nahtlos in das Unicorns-Gefüge ein und konnte sogleich seinen ersten QB-Sack im weiß-grünen Trikot verzeichnen. Für die letzten Zähler des Spiels zeichnete sich dann wieder Tim Stadelmayr verantwortlich, der wie zu Beginn per Field Goal den 14:48-Endstand markierte und damit gemeinsam mit Clark und Rutenbeck zum Topscorer avancierte.

Die Punkte für Hall erzielten: Tim Stadelmayr (12), Maurice Schüle (6), Junior Nkembi (6), Jadrian Clark (12) und Tyler Rutenbeck (12).

Viertelergebnisse: 0:3 / 14:7 / 0:35 / 0:3 / Final: 14:48

Alle Punkte:

0:3 – Tim Stadelmayr – 13-Yard-Field-Goal

7:3 – Lukas Gauder – 2-Yards-Pass von Brady Bolles (PAT Robert Werner)

7:10 – Maurice Schüle – 11-Yards-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

14:10 – Niklas Lapossy – 1-Yard-Lauf (PAT Robert Werner)

14:17 – Junior Nkembi – 90-Yards-Kickoff-Return-TD (PAT Tim Stadelmayr)

14:24 – Jadrian Clark – 6-Yards-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

14:31 – Tyler Rutenbeck – 17-Yards-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

14:38 – Tyler Rutenbeck – 78-Yards-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

14:45 – Jadrian Clark – 4-Yards-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

14:48 – Tim Stadelmayr – 27-Yard-Field-Goal