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Dreaming of the NFL

| “Dreaming of the NFL” – Die College Dokumentation

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Das Interview Teil 1

Wer träumt nicht davon einmal in der NFL zu spielen?

Zumindest  glauben wir, dass wir da für viele junge Football Spieler im europäischen Raum sprechen. Gerade durch die engagierte Arbeit von Institutionen wie Gridiron Imports von Björn Werner sind die Chancen, den Sprung über den großen Teich zu schaffen und Teil der Förderungskonzepte im College Football zu werden, enorm gestiegen. Schafft man es in das Football-Programm der Colleges, ist man dem Traum von der NFL schon mal ein ganzes Stück näher. Viele von euch haben die Sensationsgeschichte um Moritz Boehringer verfolgt. So spektakulär der direkte Draft auch gewesen ist, er zeigt auch wie wichtig die Football-Ausbildung im College ist, um in der NFL Fuß zu fassen. Doch wie kann man sich den Alltag im College Football vorstellen? Wie funktioniert College Football? “Dreaming of the NFL” zeigt es euch. In “Dreaming of the NFL” habt ihr die Chance hinter die Kulissen des College Footballs zu schauen. Lernt den deutschen Spieler Fabian Höller kennen und verfolgt seinen Weg im College Team von UMass.

“Dreaming of the NFL” erscheint am 17.12.2017 auf Amazon und ist die Abschlussarbeit der zwei Berliner Film-Studenten Fabian (26) und Nico (31). Wir haben für euch mit den Machern hinter der Dokumentation gesprochen. Im 1.Teil unseres Interviews erfahrt ihr von Fabian und Nico alles über die Anfänge der Idee zur College-Football-Doku.

FootballR: Hallo Fabian. Hallo Nico. Wir sind schon früh auf euer spannendes Projekt aufmerksam geworden und finden es super, dass ihr uns mit eurer Dokumentation einen Blick hinter die Kulissen des College Footballs ermöglicht . Erzählt uns doch erstmal ein wenig darüber wie alles angefangen hat. Woher kennt ihr euch?

Fabian & Nico: Wir haben uns im Studiengang Screen based Media in der Uni kennengelernt. Der Studiengang beinhaltet Kamera, Ton, Drehbuch, Produktion und Fotografie. Die Dokumentation “Dreaming of the NFL” ist unsere gemeinsame Abschlussarbeit.

FootballR: Konntet ihr bereits vorher praktische Erfahrungen in der Branche sammeln, die euch bei eurem Abschlussprojekt geholfen haben?

Nico: Ich bin schon seit einer Weile nebenberuflich Kamera-Assistent und inzwischen Kameramann. Dadurch habe ich schon wichtige Praxiserfahrungen sammeln können.

Fabian: Genau wie Nico, bin ich auch noch nebenbei als Freiberufler in der Branche unterwegs.

FootballR: In welchem Bezug steht ihr zum Football und wie seid ihr auf die Idee für eure Abschlussarbeit gekommen? Besteht der Kontakt zu Fabian Höller schon länger?

Nico: Ich habe 2005/2006 ein Jahr in Amerika gelebt (Washington und Seattle) und habe mich damals in den Sport verliebt. Leider war es hier in Deutschland lange nicht möglich den Sport im TV zu verfolgen. Nun wird die Berichterstattung in Deutschland von Jahr zu Jahr besser. Daher auch schon mal ein Dankeschön an euch, dass ihr uns immer auf dem Laufenden haltet. Fabian kennt unseren Protagonisten Fabian Höller schon länger, sodass der Kontakt da recht schnell entstanden ist.

Fabian: Ich habe mich schon immer für Football interessiert. Nico und ich teilen denke ich diese Liebe zu dem Sport. Nur der Zugang zu den Spielen war früher viel schwieriger als heute. Heute gibt es zum Glück einige Plattformen die Football anbieten, wodurch es wesentlich einfacher geworden ist den Sport auch in Deutschland zu verfolgen.

Fabian Höller ist genau wie ich, Kölner. Kennengelernt habe ich ihn über einen meiner besten Freunde. Man kannte sich zwar vom sehen, aber mehr anfangs auch nicht. Letztes Silvester haben wir uns dann ein bisschen über Football unterhalten und dann kam eins zum anderen.

Nico: Als dann klar war, dass Fabian (Höller) es mit dem Pro-Day und dem Draft versuchen will, mussten wir einfach mit in die USA und einen Film darüber machen.

FootballR: Wie darf man sich das ganze vorstellen? Man fliegt ja nicht einen Tag nachdem man sich für ein solches Projekt entschieden hat einfach spontan in die USA? Wie und wie lange habt ihr euch auf die Reise vorbereitet?

Nico: Wir haben den Entschluss Anfang 2017 gefasst.

FootballR: Dann hat ja doch alles verhältnismäßig schnell funktioniert. Hört sich nach einer perfekten Vorbereitung an.

Fabian: Ja, das ging eigentlich alles ziemlich schnell. Wir haben von Fabian Höller den Termin für den Pro-Day bekommen und mussten dann schnell reagieren.

Nico: Es war klar, dass wir zum Pro-Day vor Ort sein mussten. Wir haben gepitched und gepitched. Natürlich haben wir auch Unterstützung von der Familie und von Freunden bekommen. Auch ein Berliner Dienstleister fand die Story toll und hat uns die Kameratechnik geliehen. Dazu musste die Uni UMass von unserem Projekt überzeugt werden, wir mussten das Equipment zusammenstellen und versichern. Auch  ein Presse-Visum war zu organisieren. Das war schon sehr viel Aufwand der in wenigen Wochen geleistet werden musste. Da wir den Pro-Day und den Draft mitbegleiten wollten, mussten wir auch gleich für 6 Wochen in den USA bleiben.

FootballR: Wie lief der Kontakt zur Uni in Massachusetts und wie konntet ihr die entscheidenden Personen überzeugen?

Nico: Fabi Höller hat persönlich Lobbyarbeit geleistet. Dafür möchten wir ihm natürlich nochmals danken. Dazu hatten wir sehr viel E-mail Kontakt mit den Verantwortlichen der Uni UMass (Division I).

Fabian: Man muss aber auch sagen, dass die UMass Verantwortlichen relativ schnell überzeugt werden konnten.

Nico: Ja, die Amerikaner sind da vergleichsweise locker.

FootballR: Vielleicht könnt ihr uns kurz erzählen wie Fabian Höller dazu gekommen ist den Schritt nach Amerika zu wagen.

Fabian: Fabian Höller hat vorher in der GFL Juniors gespielt. Sein damaliger Trainer David Odenthal hat dabei seine Kontakte nach Amerika genutzt. Die amerikanischen Coaches wurden dann vor allem durch seine Gametapes aufmerksam. Das ist also sehr wichtig für die deutschen Jungs.

FootballR: Wie lange gingen eure Dreharbeiten? Seid ihr die Reise alleine angetreten oder hattet ihr Begleitung?

Nico: Wir waren nur zu zweit. Im Prinzip haben wir alles an der Dokumentation selbst gemacht. Bis auf die original Musik, die hat unser Freund Tim Hook für uns komponiert.  Hierfür nochmal ein Dankeschön. Drehtage waren es 28, oder Fabi?

Fabian: Ja, genau. Wir hatten 28 Drehtage. Die restliche Zeit haben wir hauptsächlich für die Recherche und Organisation vor Ort benötigt.

FootballR: Was darf man sich unter Recherche und Organisation vor Ort vorstellen?

Fabian: Bei einer Doku weiß man nie was als nächstes passiert. Das ist das spannende an der Sache. Wir mussten Interviewpartner organisieren und vor allem wollten wir ein möglichst breites Bild über den College Sport zeigen, was uns denke ich auch gut gelungen ist.

Nico: Hauptsächlich, persönliche Kontakte knüpfen. Das war am schwierigsten. Wir wollten den Sport in allen Facetten beleuchten. Das heißt, auch negative Aspekte besprechen. Dafür muss man ein bisschen von der Mannschaft weg. Wir haben dann Kontakt mit dem Coaching Staff und Professoren an der Uni aufgenommen. Aber auch einfach mit Sportexperten oder Journalisten in der Gegend, mit denen wir auch einige Interviews geführt haben.

FootballR: Hattet ihr auch Kontakte im Bereich der Filmtechnik die euch mit Leihgeräten vor Ort unterstützt haben oder habt ihr die Technik komplett aus Deutschland mitgebracht?

Wie kommt man denn an solche unabhängigen Kontakte? Könnte man sagen ihr habt Türklinken geputzt? 🙂

Nico: Die Technik haben wir tatsächlich komplett aus Deutschland mitgebracht. Teilweise von der Uni, teilweise von MBF, einem Unterstützer aus Berlin.  Für die Kontaktaufnahme haben wir jeden Tag unendlich viele E-mails geschrieben und Telefonate geführt.

Fabian: Es war auch eine Kette von verschiedenen Leuten. Nachdem wir die ersten Personen von unserem Projekt überzeugen konnten, haben sie uns gleich den nächsten Kontakt empfohlen. Unsere Reise ging sogar bis zum Chefredakteur der Boston Globe, was ziemlich beeindruckend war.

FootballR: Wie haben die Leute auf eure Geschichte und euer Projekt reagiert?

Fabian: Alle waren total entspannt und super herzlich.

Nico: Die meisten fanden das toll. Wir hatten eigentlich kaum schlechte Erfahrungen. Alle offen, nett und hilfsbereit.

Fabian: Alle waren ziemlich überrascht wie viel wir “Deutsche” über den Lieblingssport der Amerikaner wussten.

Nico: Die meisten fanden es glaube ich ganz lustig wie beeindruckt wir teilweise waren. Die Verhältnisse sind einfach unglaublich. So ein College Team ist finanziell problemlos auf dem Level von einem Fußball Bundesligisten. Das war für uns in der Tragweite schon erstaunlich. Die Zuschauerzahlen…., die TV Gelder… das ist Wahnsinn.

FootballR: Ist es eurer Meinung nach noch eine Art Schulsport oder schon Business?

Nico: Es ist ein Business! Big Business!

Fabian: Das findet man ziemlich gut in der Doku raus 🙂 Überzeugt euch einfach selbst 🙂

Ihr fragt euch wie zwei Studenten ein internationales Filmprojekt finanzieren können? Dann schaut morgen wieder rein. Denn dann haben wir den 2.Teil des Interviews von den Machern von “Dreaming of the NFL” für euch.

Dreaming of the NFL
Foto: DotNFL
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