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Foto: Manfred Löffler

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Unicorns wackeln auch gegen München nicht

Einen 35:3-Erfolg gegen die Munich Cowboys durften die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag feiern. Im Haller OPTIMA Sportpark hielten die amtierenden Deutschen Meister ihre Gäste unter Kontrolle und lagen bereits zur Halbzeit mit 28:0 in Führung.

Der Respekt der Unicorns vor dem neuen Münchner Quarterback Brady Bolles und seinen zwei Receivern Jaylen Zachary und Kai Silbermann war groß. Zurecht, sollte sich herausstellen, denn insbesondere der amerikanische Spielmacher Bolles zeigte auch am Samstag viel von seinen Qualitäten. Dass seine Bemühungen vor wegen des nasskalten Wetters nur 1.250 Zuschauern nicht mit Erfolg gekrönt waren, lag an einer Haller Defense, die sich perfekt auf ihre Gäste eingestellt hatte.

Defense Coordinator Johannes Brenner wartete mit einer überraschenden Aufstellung auf. Er fand ein Setup, in dem er die drei starken Rückraumverteidiger Cody Pastorino, Goran Zec und Christian Köppe gleichzeitig einsetzen konnte. Aber auch mit dem Druck, mit dem die Haller Verteidiger an der Linie agierten, hatte der Cowboys-Angriff schwer zu kämpfen. Dreimal hatten sich die Münchner in dem Spiel innerhalb der 10-Yard-Linie der Unicorns vier neue Versuche erkämpft, die Hausherren erlaubten ihnen aus diesen Chancen aber nur drei Punkte durch ein Fieldgoal im dritten Viertel.

Die Highlights der Haller Defense-Arbeit waren am Ende zwei abgefangene Pässe durch Simon Brenner (mit Return zum Touchdown) und Xequille Harry, vier Quarterback-Sacks und neun weitere Tackles mit Raumverlust für den Gegner. Diese starke Leistung in der Verteidigung entlastete die Haller Offense, die derzeit insbesondere auf den Receiver-Positionen mit vielen Ausfällen zurecht kommen muss.

Entlastung gab es aber auch beim Laufangriff. Während Maurice Schüle, der Backup des weiterhin erkrankten Runningbacks Jerome Manyema, vor einer Woche in Ingolstadt noch alleine für die Haller Läufe verantwortlich war, so stand nun gegen München auch noch Samuel Shannon zur Verfügung. Das tat dem Haller Laufspiel sichtlich gut und beide bekamen jeweils elfmal den Ball zugesteckt. Shannon konnte zwei seiner Läufe sogar in Touchdowns verwandeln.

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Zunächst vergaben aber auch die Haller eine Großchance. Dicht vor der Münchner Endzone hatten sie sich insgesamt acht Versuche erspielt, verloren den Ball aber im siebten an München. Jacob Wuesthoff fing einen Pass von Jadrian Clark in der eigenen Endzone ab, doch die Haller Antwort kam prompt. Simon Brenner tat es seinem Münchner Kollegen Wuestoff gleich und schnappte sich das Lederei nach einem Wurf von Brady Bolles. Brenner brachten den Ball allerdings auch über 26 Yards zum 7:0 (alle PAT Tim Stadelmayr) in die Münchner Endzone.

Mit auslaufender Uhr des ersten Viertels erhöhte Hall mit einem Clark-Pass über 51 Yards auf Tyler Rutenbeck auf 14:0 und vier Minuten später stellte Samuel Shannon mit einem 2-Yard-Lauf das 21:0 her. Mit einem 43-Yard-Fieldgoal hätte München verkürzen können, der Kick von Robert Werner geriet aber zu kurz. So war es im Gegenzug erneut Shannon, der die Haller Führung per 7-Yard-Lauf noch vor der Pause auf 28:0 ausbauen konnte.

Mitte des dritten Viertels fiel dann die Null im Ergebnis. In seinem zweiten Anlauf gelang Robert Werner über 42 Yards der Kick zwischen die Torstangen zum 28:3. Die Haller Antwort darauf war ein Pass über drei Yards von Clark auf Rutenbeck zum 35:3. Dies sollte auch der Endstand sein, denn Hall setzte nun vermehrt Backups ein und die Cowboys vergaben ihre dritte Großchance mit einem Firstdown an der Haller 5-Yard-Linie ohne Punkterfolg.

Münchens Head Coach Garren Holley sagte nach dem Spiel: „Ich bin natürlich nicht glücklich mit dem Ergebnis, aber ich habe eine positive Entwicklung in unserem jungen Team gesehen. Die Unicorns sind nicht ohne Grund Meister. Sie machen kaum Fehler und das hat uns am Ende 35 Punkte gekostet.“

„Unsere Defense hat heute nach einer konzentrierten Trainingswoche ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Die Passverteidigung hat perfekt funktioniert“, freute sich Halls Head Coach Jordan Neuman. „Ich bin sehr stolz, dass wir im Angriff heute ein gutes Laufspiel zeigen konnten. Auch die Offense Line hat sich verbessert gezeigt.“

Die Punkte für Hall erzielten: Simon Brenner (6), Tim Stadelmayr (5), Tyler Rutenbeck (12) und Samuel Shannon (12).

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Zuschauer: 1.250

Viertelergebnisse: 14:0 / 14:0 / 7:3 / 0:0 / Final: 35:3

Alle Punkte:

7:0 – Simon Brenner – 26-Yard-Interception-Return (PAT Tim Stadelmayr)

14:0 – Tyler Rutenbeck – 51-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

21:0 – Samuel Shannon – 2-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

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28:0 – Samuel Shannon – 7-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

28:3 – Robert Werner – 42-Yard-Fieldgoal

35:3 – Tyler Rutenbeck – 3-Yard-Pass von Jadrian Clark (PAT Tim Stadelmayr)

Foto: Manfred Löffler
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