NFL-Draft 2020: Defensive Sleeper Part-1

Wie in jedem Draft wird auch der NFL-Draft 2020 so manche Überraschungen in den späteren Runden bereit halten. Denn auch unter den Spielern die nicht in der ersten Runde ausgewählt werden können Rohdiamanten mit echtem Starpotenzial stecken.

Heute stellen wir euch Teil 1 unsere Defensive Sleeper des kommenden Drafts vor.

Amik Robertson (CB, Louisiana Tech)

Mit einer Größe von 5’8″ und 187lbs wird Robertson vermutlich ausschließlich als Slot-Cornerback zum Einsatz kommen. Für einen Man-to-Man Cornerback fehlt ihm schlichtweg die Körpergröße, um sich selbst gegen durchschnittlich gebaute NFL-Widereceiver  durchzusetzen. Dennoch hat Robertson den eisernen Willen und die nötige Entschlossenheit, sich auch in diesen ungleichen Duelle festzubeißen. Seine Stärken kommen jedoch ohne Zweifel im direkten Duell innerhalb der Slot zum Einsatz. Dort hält er auch die Richtungswechsel von wendigen Slot-Receivern gut mit und unterstützt in der Laufverteidigung. Gelingt es dem jungen Cornerback weiterhin überdurchschnittliche Fähigkeiten im Ballfang zu zeigen, dürfte er schnell Interesse im Hinblick auf das nächst höhere Level erwecken. In seinen drei Jahren am College fing das Louisiana Tech Product 14 Interceptions und störte entscheidend in 34 Versuchen einen Pass zu fangen. Hinzu gesellen sich 23 Tackles mit Yardverlust für den Gegner und 4 Sacks. Trotz des nicht kontinuierlich hohen Wettbewerbs in der Conference USA, können sich Robertson`s Statistiken sehen lassen.

Troy Dye (LB, Oregon)

Viele NFL-Teams setzen mittlerweile auf hohe Geschwindigkeit in der Offensive. Dementsprechend müssen die Defensive-Coaches gegensteuern, wodurch gerade auf der Linebacker Position immer athletischere Spieler gefragt sind. Die Anforderungen an Linebacker sind mittlerweile noch höher, als sie es schon vorher waren. Sie müssen die Lücken in der Mitte des Feldes schließen und so gegen Tightends, Slot-Receiver und Runningbacks gleichermaßen antreten. Die Spielweise von Troy Dye kommt der Rolle des modernen Linebackers sehr zu gute. Mit 6’3″ und 231lbs zählt er nicht zu den kompakten Tacklern ist, ist jedoch er sehr agil, hat schnelle Füße und einen großen Radius. Auch in der Passverteidigung kann er mit 14 abgebrochenen Pässen und 5 Interceptions bereits gute Statistiken vorweisen. Darüber hinaus markierte er in seiner College-Zeit 391 Tackles, darunter 41,5 mit Yardverlust für den Gegner und 13 Sacks. Besonders das hohe Ansehen von ähnlich gebauten Pro-Bowl Kaliber Linebackern wie Deion Jones (6’1″, 227lbs) und Cory Littleton (6’3″, 228lbs) dürften Dye und seinen Draftchancen helfen. Was alle drei gemeinsam haben, sind Geschwindigkeit, gute Instinkte und Qualitäten in der Manndeckung.

Kyle Dugger (S, Lenoir-Rhyne)

In seiner College-Karriere bei der Lenoir-Rhyne (Division II) schaffte es Dugger in 42 Spielen auf 152 Solo-Tackles (237 Total), 10 Interceptions, 36 verteidigte Pässe und 6 erzwungene Fumbles mit anschließender Balleroberung. Bei der Lenoir-Rhyne trat Dugger als unangefochtener Leader auf und dominierte seine Gegenspieler. Seine Entschlossenheit, Größe (6’2″, 220lbs) und Technik dürften das Interesse einiger Teams an dem intuitiven Saftey geweckt haben. Als harter Tackler setzt er seine Kraft im richtigen Moment ein und nutzt jeden Fehler, ob von Quarterback oder Receiver, eiskalt aus. Die größte Herausforderung für den Saftey der Lenoir-Rhyne dürfte der große Schritt von der Division II bis in die NFL sein, in der er Woche für Woche gegen die besten der Besten antreten muss. Verbesserungspotenzial hat der Nachwuchsspieler insbesondere in der Beinarbeit und der Hebelkraft im Tackling. Kyle Dugger ist eine direkte Verstärkung für jedes Special-Team und hat große Chancen bereits früh in seiner Karriere als Starter eingesetzt zu werden.

Cameron Dantzler (CB, Mississippi State)

Alleine die Erscheinung von Cameron Dantzler dürfte schon eine Herausforderung für Widereceiver darstellen. Mit einer Größe von 6’2″ und 188lbs, sowie einem Armmaß von 30,5/8-inches ist der Cornerback der Mississippi State auch auf NFL-Level in Sachen des Fangradius eine Hürde. Zulegen muss der eher dratig wirkende Dantzler in Sachen Kraft. Im diesjährigen NFL-Draft 2020 dürfte Dantzler hinter Jeffrey Okudah, dem unangefochtenen Star auf der Cornerback Position, und C.J. Henderson als dritter Cornerback vom Board gehen. Seinem Draftwert schaden dürfte vermutlich seine 40-Yard Dash Zeit von 4,64 Sekunden im vergangenen NFL-Combine. Dennoch ist sein Ehrgeiz und seine starke Wettbewerbsfähigkeit sein größtes Faustpfand auf dem Weg zum nächsten Level. Während er Stärken in der Manndeckung zeigt, zeigt er jedoch auch Unsicherheiten beim setzen von Tackles. In seinen drei Jahren bei der Mississippi State brachte Cameron Dantzler 78 Solo-Tackles (108 Total), 5 Interceptions, 20 verteidigte Pässe, 1,5 Sacks und einen erzwungenen Fumble aufs Stat-Board.

Geno Stone (S, Iowa)

Die Statistiken von Geno Stone als Tackler schossen in der vergangenen Saison nur so in die Höhe. Während er 2018 noch 29 Solo-Tackles und 39 Total-Tackles vorweisen konnte, waren es 2019 bereits 46 Solo-Tackles und 70 Total-Tackles, darunter 3 Tackles die zum Yardverlust für den Gegner führten. Die Instinkte des 5’10” großen und 207lbs schweren Safteys scheinen hervorragend, insbesondere im Spiel nach vorne. Verbesserungsbedarf liegt jedoch unter anderem in seinem horizontalen Spiel und dem Spiel nach hinten. Während seine Tackle-Zahlen nach oben schossen, zeigen sich dennoch Defizite bei scharfen Richtungswechseln in der Rolle als Downhill-Tackler. Seine Tackling Fähigkeiten Front-Field könnten ihm helfen sich über die Special Teams für eine größere Rolle zu empfehlen.

 

 


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