| NFL Spieltag 1 – Ein kurzer Rückblick auf die ersten Spiele

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Die erste Woche der diesjährigen NFL Saison ist beinahe um und es war eine Woche voller Spannung.

Gastautoren Beitrag: Einschätzungen können von denen von FootballR.at abweichen    

Baltimore Ravens 13, Buffalo Bills 7

Die Ravens um QB Joe Flacco haben sich im ersten Heimspiel schadlos gehalten und konnten die Buffalo Bills besonders durch ihre undurchlässige Defensive am Ende an einer Überraschung hindern. Flacco produzierte 23/34 Pässe für 258 yds und 1 TD. Aber er hielt sich von Interceptions fern und das war wichtig in einem Spiel, bei dem man sich wenige eigene Fehler erlauben durfte. WR Mike Wallace fing 3 Bälle für 91 yds und 1 TD und war das effektivste Ziel der Flacco-Pässe. CB Shareece Wright war mit 11 Tackles ein Leader in der Verteidigung der Ravens. Für die Gäste versuchte QB Tyrod Taylor das Bestmögliche, aber ihm fehlte an diesem tag ebenso die Durchschlagskraft wie RB LeSean McCoy. DE Jerry Hughes hatte 2 Sacks und zumindest in der Verteidigung konnte Buffalo durchaus ein sehr gutes Ergebnis verbuchen.

Tennessee Titans 16, Minnesota Vikings 25

Die Minnesota Viking konnten auswärts gleich einmal ihrer Favoritenrolle gerecht werden und bei den Titans einen Sieg herausspielen. Dabei waren die individuellen Fehler von Titans-QB Marcus Mariota spielentscheidend. Die Vikings kamen ohne Offensiv-TD aus, denn LB Eric Kendricks lief 77 yds mit einer Interception zum Touchdown und sein Kollege DE Danielle Hunter griff einen Fumble von Mariota auf und lief erneut 24 yds in die Endzone. WR Stefon Diggs fing 7 Pässe für 103 yds und QB Shaun Hill passte 18/33 für 236 yds. RB Adrian Peterson war fast völlig wirkungslos. QB Marcus Mariota versuchte alles, aber es ging viel schief. Er hatte 25/41 Würfe für 271 yds und 2 TD, aber eben auch 1 INT und 1 Fumble. Beide TD-Pässe wurden durch RB DeMarco Murray gefangen.

Atlanta Falcons 24, Tampa Bay Buccaneers 31

Das ist eine faustdicke Überraschung. Die nicht so stark eingeschätzten Buccaneers konnten sich einen wertvollen Auswärtssieg im ersten Saisonspiel erkämpfen. Über weite Strecken dominierte man, auch wenn es am Ende noch einmal eng wurde. Ganz stark war QB Jameis Winston mit 23/33 Pässen für 281 yds und 4 TD. Eine Interception verdarb ihm die Statistik. WR Mike Evans fing 5 dieser Pässe für 99 yds und 1 TD. LB Kwon Alexander war mit 17 Tackles und 1 Sack eine dominante Persönlichkeit auf dem Feld. Auch QB Matt Ryan spielte letztendlich keine schlechte Partie für die Gastgeber. Mit 27/39 für 334 yds und 2 TD machte Ryan exakt, das was von ihm erwartet wurde. WR Mohamed Sanu und WR Julio Jones waren die Adressaten dieser Pässe. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Atlanta auf dem eigenen Platz zu viele Punkte abgab.

New York Jets 22, Cincinnati Bengals 23

In einem echten Krimi setzten sich die Bengals bei ihrem ersten Auftritt hauchdünn gegen die New York Jets durch. Dabei machten die Jets vieles richtig und sahen bis kurz vor Schluss wie der potentielle Sieger aus. QB Andy Dalton warf 23/30 für 366 yds und 1 TD, allerdings auch wieder 1 Interception. WR AJ Green aber war sensationell. Spektakulär fing er 12 Bälle für 180 yds und 1 TD. Mit 11 Tackles stach LB Karlos Dansby in der Verteidigung hervor. RB Matt Forte lief 22 Rushes für 96 yds und fing zusätzlich noch 5 Bälle für 59 yds und war damit der gefährlichste Spieler der Gastgeber. QB Ryan Fitzpatrick hatte 19/35 Würfen im Ziel für 189 yds und 2 TD mit einer Interception. Da ist bei den Jets noch Luft nach Oben. Die Kombination Dalton-Green wird in dieser Saiso schwer zu verteidigen sein,zumindest das hat dieses Spiel bereits gezeigt.

New Orleans Saints 34, Oakland Raiders 35

Mit einem tollen Comeback drehten die Raiders auswärts ein bereits veroren geglaubtes Spiel noch einmal herum. QB Derek Carr warf 24/38 Pässe für 319 yds und 1 TD und führte die Offensive besonders in der zweiten Spielhälfte großartig an. WR Amari Cooper hatte 6 Catches für 137 yds und RB Jalen Richard machte das beste aus seinen 3 Rushes. Einmal brach er durch und erreichte nach 70 yds die Endzone für einen Touchdown. QB Drew Brees tat alles menschenmögliche für den Saints-Sieg. Mit 28/42 Pässen für 423 yds und 4 TD spielte er grandios auf. WR Willie Snead fing 9 Bälle für 172 yds und 1 TD, während WR Brandin Cooks 6 Pässe für 143 yds und 2 TD empfing. Brees dominierte das Spiel, aber wieder einmal konnte die Verteidigung der Saints den Gegner nicht stoppen. Das ist wahrlich keine neue Geschichte.

Houston Texans 23, Chicago Bears 14

Houston wurde zwar zu Beginn von de Bears etwas geärgert, aber am Ende setzte man sich dann doch klar durch und dominierte die Gäste in der zweiten Halbzeit mit einer überragenden Defensivleistung. QB Brock Osweiler passte 22/35 Würfe für 231 yds und 2 TD mit 1 Interception. RB Lamar Miller lief 28mal für 106 yds. WR Will Fuller konnte 5 Receptions einfahren für 107 yds und 1 TD, so dass die Offensive der Texans schwer ausrechenbar war, da man sowohl Pass- als auch Laufspiel abforderte. LB Whitney Mercilus hatte 2 Sacks gegen die Bears-O-Line. Bears Superstar WR Alshon Jeffery war mit 4 Catches für 105 yds sein geld wert, ansonsten konnte man sich gegen die Texans-Defense nicht wirklich nachhaltig in Szene setzen. Erstaunlich am Rande. JJ Watt hatte im ganzen Spiel nur 1 Tackle!

Jacksonville Jaguars 23, Green Bay Packers 27

Die Jaguars machten es spannend in dieser Partie, spannender als viele dies vielleicht für möglich gehalten hatten. QB Aaron Rodgers war 20/34 für 199 yds und 2 TD und hielt sich in diesem Spiel für seine Verhältnisse vornehm zurück. S Morgan Burnett hatte 9 Tackles und 1 Sack und ragte defensiv heraus. Die Packers nutzten eine recht ausgeglichene Offensivvorstellung für ihre Punkte, aber dennoch wurde es am Ende knapp. Und das lag im Besonderen an den erstarkten Jaguars aus Jacksonville. QB Blake Bortles hatte 24/39 für 320 yds und 1 TD mit 1 Interception. Die Pässe verteilte er unter ganz unterschiedlichen Receivern. Der Touchdown-Pass wurde von Julius Thomas gefangen, der insgesamt 5 Bälle auf sein Konto schreiben konnte. Vielleicht war Rodgers für die Packers noch ein wenig eingerostet, da er in der Preseason so gut wie gar nicht spielte.

Kansas City Chiefs 33, San Diego Chargers 27 OT

In einem Verlängerungskrimi konnten die Kansas City Chiefs im letzten Moment noch die Kartoffeln aus dem Feuer holen. Nachdem man schon mit 3-24 zurückgelegen hatte, drehten die Chiefs das Spiel in der Overtime hinter einem tollen QB Alex Smith. Er warf 34/48 Pässe für 363 yds und 2 TD mit 1 Interception. RB Spencer Ware war eine Ein-Mann-Attacke. Er lief 11mal für 70 yds und 1 TD, fing aber gleichzeitig auch 7 Bälle für 129 yds. Auf der Gegenseite spielte Philip Rivers sehr solide mit 25/36 für 243 und 1 TD. RB Danny Woodhead lief 16 Rushes für 89 yds. LB Manti Te’o hatte alleine 10 Tackles. Die Chargers verloren im zweiten Durchgang die Kontrolle und offenbarten hier auch fehlende Klasse, die wiederum die Chiefs offenbar hatten. Kansas City hätte hier fast einen fest eingeplanten Sieg abgegeben.

Philadelphia Eagles 29, Cleveland Browns 10

Erwartungsgemäß konnten sich die in der Preseason sehr stark spielenden Eagles nun auch zu Hause gegen die niedrig gehandelten Cleveland Browns. QB Carson Wentz kam von seiner Preseason-Verletzung zurück und hatte 22/37 Würfe für 278 yds und 2 TD. Davon fing WR Jordan Matthews 7 Pässe für 114 yds und 1 TD. Ansonsten war die Offensive von Philadelphia nicht wirklich spektakulär. Die einst große Hoffnung QB Robert Griffin III war schwach und konnte seiner Mannschaft keine Impulse geben. WR Corey Coleman ließ Deep-Threat-Potential durchblicken bei 2 Catches für 69 yds. Die Browns werden sich auf viele ähnliche Niederlagen einstellen müssen, Philadelphia wird sich aber sicherlich auch noch steigern müssen.

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