Mit dem Bus umweltfreundlicher zu den NFL Spielen in London

Die London Games der NFL erleben

Die britische Hauptstadt lädt zu den Spielen ein, der Weg dorthin kann umweltfreundlich mit dem Bus über die Bühne gehen. Busreisen werden immer beliebter, das Flugzeug belastet das Klima. Die Wembley-Spiele mit einer Sightseeing-Tour verbinden, das ist auf jeden Fall möglich. Im Rahmen der International Games finden mindestens vier Spiele statt. Der Reisebus fährt von unterschiedlichen Großstädten aus direkt nach England. Das Gepäck kann im Kofferraum des Busses platziert werden und ist jederzeit nach einem kurzen Halt griffbereit.

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zieht sich weiter in die Länge. Für die Spiel in der englischen Hauptstadt hat der Austritt Englands aus der EU Folgen. Wenn keine Einigung in absehbarer Zeit erfolgt, ist ein separates Visum notwendig. Europa erleben, solange England noch in der EU ist. Das Visum entfällt auf diese Art und Weise, der Reisepass reicht aus.

Der Schüler-Geldbeutel und die Sightseeing Busreise

Wenn die Eltern das Einverständnis geben, reicht sogar der Schüler-Geldbeutel aus, um mit dem Bus statt mit dem Zug nach England zu fahren. Ab 100 Euro sind hochwertige Reisen im bequemen Reisebus bereits zu haben. Der Vorteil ist nicht nur der Preis, sondern die umweltfreundlichste Art sich auf den Weg zu den Games in England zu machen.

WLAN steht in modernen Bussen zur Verfügung, sodass die Reisezeit mit dem Laptop verkürzt werden kann. Komfortable Sitze machen auch ein Nickerchen an Bord während der mehrstündigen Busfahrt möglich. Schlafend vergeht die Fahrzeit fast wie im Fluge. Nach dem Power Nap gibt es Getränke und Snacks, das WC ist ebenfalls im Bordservice inbegriffen. Bis der gewünschte Zielort erreicht ist, vergeht nicht viel Zeit. Panoramafenster geben den Blick auf Landschaften und kleine Städte frei. Statt monotoner Wolkenlandschaften gibt es den Ausblick auf die freie Natur. Busreisende sehen einfach mehr, Bahnreisende wird der Blick oft von Lärmschutzwänden verdeckt.

Gutgelaunt am Urlaubsort, das wird mit den Bussen, die viel Komfort bieten, ganz leicht. Die Klimaanlage gehört zu den Reisebussen, sie regelt die Temperatur und verhindert das Frieren oder Schwitzen. Eine Decke ist ideal, um dem Wirken des belüftungsfreudigen Nachbarn Grenzen zu setzen. Das Outfit für die Reise im Zwiebellook ist der richtige Weg, Bekleidung passend zum Bedarf an- oder auszuziehen.

Umweltfreundlicher Reisebus mit begrenztem Stauraum

Wenn jeder Reisende große Mengen an Gepäck für den Ausflug mitnimmt, ist der Stauraum schnell weg. Staufächer über den Sitzen sind für kleine Handgepäckstücke gedacht. Handgepäck, das auf dem Boden abgestellt wird, verkleinert die Freiheit für die Beine. In dem Netz vor den Reisenden befindet sich Platz für die Zeitung, wenn dort zu viel abgelegt wird, bleibt noch weniger Platz zum Sitzen. Aus eigenem Interesse sollte jeder Busfahrgast die Menge an Gepäck für die Reise mit dem Reisebus in Grenzen halten.

Unsere Tipps für Busreisen bestehen nicht nur in der Begrenzung der Gepäckmenge, sondern auch in der Nutzung der aktiven Pause für leichte Lockerungsübungen. Die Bewegung an der frischen Luft ist ein Luxus, den sich jeder Busfahrgast gönnen sollte, um keine schweren Beine oder Rückenprobleme zu bekommen. Nach dem Sport geht die Fahrt weiter, nun fehlt nur noch die richtige Steckdose, falls das Akku des Laptops plötzlich leer ist.

Das Bordprogramm besteht meist aus Musik, die jeder über Kopfhörer anhören kann. Falls der Reisebus über Nacht fahren sollte, ist es praktisch, ein paar Utensilien zum Frisch machen am nächsten Morgen einzustecken, denn der Weg zum Hotel nimmt weitere Zeit in Anspruch.


Das war die NFL Tour 2019 – Ein Erlebnisbericht

Auf geht’s. Nördlicher “Mittlerer Westen”.

MinneapolisGreen BayChicago.

Viel Football (passiv), viel Sehenswürdigkeiten (aktiv), viel Wasser (nass), viel ungesundes Essen (lecker).

Für einige beginnt die Reise schon am Freitag. Zu unsicher ist es dann doch, auf die Nachtzüge der Deutschen Bahn zu vertrauen. Außerdem kommen die gut 50 footballverrückten aus ganz Deutschland angereist. Zudem bietet sich die Möglichkeit, an der ein oder anderen Hotelbar rund um den Frankfurter Flughafen schon abends ein (oder zwei) Bierchen gemeinsam zu trinken.

Samstag, 21. September

Morgens dann – nachdem man sich begrüßt und orientiert hat – Flug Frankfurt – Chicago in gut 9 Stunden; später geht’s nach der (problemlosen) Immigration weiter per Flug nach Minneapolis. Nach dem Check-In in dem mehr als zentral gelegenen Hotel treffen wir uns in der Sportsbar direkt gegenüber. Viele kannten sich untereinander, andere kannten sich von der Reise zwei Jahre zuvor, alle lernten sich irgendwie jetzt oder in den nächsten 10 Tagen kennen. Schon hier wird klar: eine tolle Truppe von „gleichgesinnten“ Sportfans, altersmäßig von jung bis alt (der Schreiber dieser Zeilen findet sich bei „alt“ wieder), Preuße bis Bayer und „Bronco“ bis „Seahawk“ ist alles dabei.

Sonntag, 22. September

Am nächsten morgen Frühstück in der gleichen Sportsbar um 8 Uhr morgens mit Schweinebraten und Bloody Mary. Dabei kann man gefühlt 100 verschiedene “Sportarten” gucken. Unter anderem, wie irgendwo in Kansas Rebhühner abgeschossen werden. Als der Bericht kam, wie jemand mit Pfeil und Bogen auf Bärenjagd gehen wollte, mussten wir leider los.

Denn ein großartiger Sonntag in einem großartigen Stadion mit einem großartigen Spiel Raiders @ Vikings wartete auf uns. Kantersieg für die Vikings, was den Schreiber dieser Zeilen (seit Jahrzehnten Vikings-Anhänger) besonders gut gefiel. Mit einer sehr guten O-Line und gut aufgelegten RB Cooks und WR Thielen. Beeindruckend das Tailgaiting rund ums Stadion. Bier und BBQ direkt aus dem Kofferraum bzw von der Ladefläche. Weil die Arena wirklich mitten in der Stadt liegt, roch heute ganz Minneapolis nach gebratenem Speck.

Auffallend auch wieder die Bequemlichkeit einiger Amerikaner im Stadion. Man fährt Rolltreppe zu den oberen Rängen und lässt sich – während man geordnet in der Schlange zur Fressbude steht – was zu essen von einer anderen Fressbude bringen. Sowieso kommt das Essen für den einheimischen Footballfan eh an erster Stelle. Egal wenn man dabei das halbe Spiel verpasst… und wie teuer die Eintrittskarte war.

Man muss die Soldatenverehrung hier nicht toll finden und Krieg ist per se scheiße. Wenn allerdings ein 96jähriger Veteran des 2. Weltkrieges vor 70.000 Zuschauern die Nationalhymne auf einer Mundharmonika trällert, ist das sehr ergreifend.

Sehr geordnet geht’s rund ums Stadion zu. Wo bei uns bei einer ausgefallenen Ampel mindestens 4 Streifenpolizisten den Verkehr regeln (wollen), steht hier ein Trooper/in auf der Kreuzung und sagt bzw. “pfeift” an, was man zu machen hat.

Montag, 23. September

Freier Tag. Wer mal den Fuß in den Mississippi stecken wollte, hat das gelassen. Der längste Fluss der USA ist hier noch am Anfang und daher recht schmal. Allerdings ist er hier auch eine schlammige Brühe, in der außer Bakterien nichts zu leben scheint. Viele unternahmen einen Ausflug in die Mall of America… das größte Einkaufszentrum der USA. So groß, dass mittendrin ein Freizeitpark mit Achter- und Wildwasserbahn Platz findet. Groß und großartig teuer. Wie es hier am Wochenende und zu Weihnachten (der erste „Schmuck“ war schon zu sehen) zugehen muss, lässt sich nur erahnen.
Die schon erwähnte Bloody Mary scheint das Nationalgetränk von Minnesota zu sein. Gibt’s hier in allen Variationen. Im Hooters – wir waren wegen der schönen Aussicht da – war die Variante mit Sellerie (normal), Olive (ungewöhnlich) und einer Speckscheibe (surreal) im Angebot.

Dienstag, 24. September

Heute morgen Stadionführung (von sportfanreisen.de als Überraschung kostenlos organisiert) in der modernsten NFL-Arena mit Besuch des Spielfelds und des Locker Rooms… traumhaft für alle und besonders traumhaft für Vikings-Anhänger. Es war schon ein besonderes Gefühl in der Mitte auf dem Vereinslogo zu stehen und wir werden sicherlich Vikings-Home-Games im TV zukünftig mit besonderen Augen sehen. Anschließend haben wir Minnesota hinter uns gelassen … und sind ins “schöne” Wisconsin gefahren. Die Fahrt war vergleichbar mit einer Strecke im niedersächsischen Emsland … nur länger. Stundenland rechts und links viel Mischwald, Kühe und Maisfelder.

Unterschied: Unterbrochen von Fahnenmasten mit der hier üblichen Flagge und Kirchen die auf riesigen Plakaten damit drohen, abtreibungswillige Frauen in die Hölle zu schicken. Was schlimmer ist, da kann man sich nicht sicher sein – Luzifers Wohnung oder Wisconsin. Kommt man nach Green Bay rein findet man fast ausschließlich kleine Holzhäuser. Natürlich mit dem obligatorischen Pick up davor und BBQ-Smoker im Garten. Downtown dann nur Backsteingebäude… ein nettes kleines Städtchen. Genau wie unser Hotel. Das ist sogar sehr nett. Und großzügig. Erbaut 1924… und seitdem auch so belassen. Eine Mischung zwischen “Vom Winde verweht” und “Shining”.

Mittwoch, 25. September

Freier Tag. Was macht man in einer (relativ) kleinen Stadt, die nur aus Football zu bestehen scheint. Der ein oder andere bummelte den Fox-River lang, der hier in die „Green Bay“ fließt. Andere wiederum haben eine private Stadionführung im Lambeau Field organisiert.

Eine kleine Gruppe hat sich per Leihwagen nach Milwaukee aufgemacht. Neben dem Besuch des Lake Michigan wurde es in der Stadt dann geschichtlich. 1903 haben sich die zwei Jugendfreunde Bill Harley und Arthur Davidson hier in Milwaukee entschlossen, ihre schon vorher gemachten Experimente zu professionalisieren und gründeten die wohl bekannteste Motorrad-Marke der Welt. Der Besuch im Museum mit persönlicher Führung war dann entsprechend beeindruckend. Auf dem Rückweg Abstecher ins Kaufhaus Wallmart. 24 Stunden, 7 Tage die Woche… so groß wie drei Fußballfelder. Hier gibt’s alles. Und das in überdimensionierten Portionen. Bei Eiern nimmt man zum Beispiel gleich die haushaltsübliche Menge von 60 Stück, Chips und Cookies werden in kg abgerechnet. Hinter dem Regal mit den Spielwaren gabs dann Munition für Feuerwaffen.

Donnerstag, 26. September

Lambeau Field – das älteste ununterbrochen bespielte NFLStadion – ist die Heimat der Green Bay Packers. 70 Jahre alt, Holzbänke, alles offen, kein Windschutz … einfach irre das zu erleben. Auch wenn man hier nicht im Januar bei minus 20 Grad sitzen möchte.

Wir sehen heute Eagles@Packers. Wenn man bedenkt, dass Green Bay mit gut 100.000 Einwohnern ein relativ kleines Städtchen ist und das Stadion knapp 82.000 Zuschauer fasst, war – zieht man Gästefans, (ganz alte) Greise, (ganz kleine) Kinder und die paar armen Leute, die irgendwo arbeiten müssen, ab, heute das ganze Dorf beim Spiel. An Karten kommt man hier nur über Umwege. 123.000 Leute stehen aktuell auf der Warteliste für eine Dauerkarte. Plätze werden hier testamentarisch vererbt. Unsere Tickets haben wir über den “Zweiten Weg” erhalten: DK-Besitzer die nicht zum heutigen Spiel können verkaufen Ihren Platz über den Verein an Touristen wie uns. Vorab – wieder durch sportfanreisen.de preisfrei organisiert – Tailgaiting Party mit freiem Essen und freiem Trinken bei bestem Wetter…. bis es dunkel wurde und das Spiel anfing. Zum Stadion ist alles gesagt, das Spiel dann mega-spannend. One-Score-Game mit Interception Sekunden vor Schluss durch Aaron Rodgers – Sieg für die Eagles. Da mindestens die Hälfte der Reisegruppe in grüngelb mit Käsehut auftrat, waren die Gefühle gemischt. Der Schreiber dieser Zeilen grinste eher ins sich hinein. Nach dem Spiel dann sofort Abreise in die nächste Stadt, wo wir nachts um drei Uhr ankamen.

Freitag, 27. September

Chicago.
Hat man beim Flanieren durch die Gässchen von Green Bay noch alle 100 Meter jemanden aus unserer 50köpfigen Reisegruppe getroffen, passiert einem das hier nicht. Knapp 2,8 Millionen Einwohner in der Kernstadt, mehr als 9 Millionen im näheren Umfeld, drittgrößte Stadt der USA. Leider heute das erste mal auf unserer Reise schlechtes Wetter. Der Blick vom Willis-Tower – mit knapp 450 Metern das zweithöchsten Gebäude der USA – war dementsprechend übersichtlich. Egal – Chicago ist eine Weltstadt und hat unfassbar viel zu bieten. Viele stillten Ihren Hunger beim Mittagessen in der Cheesecake Factory (komprimierter kann Käsekuchen nicht sein). Andere machten per hop-on, hop-off eine Stadtrundfahrt per Bus. Die Tour-Guides können mit umfangreichen Wissen aufwarten. Im Prinzip gibt es hier zu jedem Gebäude eine Geschichte und vor allen italienischen Restaurants und Pizzerias wurde schon mal ein Mafia-Mitglied erschossen. Stichwort Pizza. Auch wenn wir den Käsestaat Wisconsin hinter uns gelassen haben, wird natürlich auch hier weiterhin alles mit dem Milchprodukt “verziert”. Selbst bei der Pizza Chicago Style, die mit ihrem hohen Rand und dem Mischmasch aus diversen Käse- und Tomatensorten als “Füllung” eher wie eine Erdbeertorte aussieht.

Samstag, 28. September

Chicago (indianisch in etwa für “stinkende Zwiebel”) wird ja auch “The windy City” genannt. Etwas mehr Wind wäre heute gut. War es gestern trübe, ist es heute neblig und die morgendliche Schiffahrt über den Chicago-River und den Michigan See gab motivtechnisch nicht alles her, was die Stadt sonst ausmacht. Aber auch eine verhangene Skyline hat seinen Charme und Abwechslung wird hier rein shopping- und essenstechnisch wirklich genug geboten.
Oder man vertreibt sich die Zeit mit bodennahen Attraktionen. Zum Beispiel einer Wanderung durch den Millenium-Park und Besuch des Buckingham-Brunnen. Dieser ist vor allem durch die Eingangssequenz der Reality-Serie rund um Al Bundy bekannt. Das Kunstwerk an einem Samstag vernünftig zu fotografieren, ist eine Kunst für sich, weil ständig irgendeine Hochzeitsgesellschaft hier Bilder macht. Der Sinn dahinter erschließt sich nicht … sollte die Serie doch zur Allgemeinbildung gehören und somit die richtige Warnung an den Bräutigam sein, das mit dem Heiraten lieber zu lassen. Da heute College-Samstag ist, hat sich eine kleine Truppe zurück Richtung Wisconsin nach Madison (Hauptstadt des Staates) aufgemacht. Big Ten – Football im gut 80.000 Zuschauer fassenden Camp-Randall-Stadium mit den Wisconsin Badgers gegen die Northwestern Wildcats (Sieg Badgers). College-Football ist immer etwas besonderes: Alte Arenen (das Stadion ist über 100 Jahre alt), tolle Stimmung (Blaskapelle und Cheerleader), junge Zuschauer (sehr schön), keinen Alkohol (nicht so schön).

Sonntag, 29. September

Soldier Field – die Heimat der Chicago Bears. 1924 im griechisch-römischen Stil erbaut und später futuristisch renoviert. Sieht von außen ein bisschen so aus, als hätte jemand eine riesige silberne Salatschüssel auf der Akropolis abgestellt. Innen allerdings äußerst beeindruckend. Von unseren Plätzen ständig Sicht auf die Skyline von Chicago. Ein Augenöffner.

Das Spiel Vikings @ Bears war nicht so schön… aus Vikings-Sicht. Früher Ausfall von QB Mitch Trubisky mit anschließendem guten Spiel von Ersatzmann Chase Daniel.
Neutral betrachtet ein großartiges Spiel der Defense… vor allem der heimischen. Khalil Mack ist einfach eine Wucht und es wird immer in Erinnerung bleiben, wie dieser Spieler durch die O-Line fräßte. Ein weiterer Wehmutstropfen: Die Bears haben keine Cheerleader.

Nach dem Spiel geht der Amerikaner (und so auch wir) zur Zusammenfassung des weiteren Tagesgeschehens natürlich in die Sportbar. Das “Timothy O’Tooles” in Hotelnähe bietet sich mit seinen sage und schreibe 71 Monitoren an. Leider läuft neben Football hier besonders oft Baseball … und das eigentlich rund um die Uhr. Das ist dermaßen unspektakulär und langweilig… selbst die Spieler sind gelangweilt. Ein Uber-Taxisfahrer sagte einmal, dass an diesem Sport nur die Trikots und Mützen interessant sind. In den vielen Spielpausen versucht Uncle Sam per Werbespot neues Material zu akquirieren. Während bei uns die Bundeswehr dabei freundlich lächelnd tunlichst vermeidet, irgendwelche Waffen zu zeigen, gleicht die hiesige Reklame eher einem Kriegsfilm mit Bombardierung, reichlich Munitionseinsatz und dem Versprechen, ungestraft Leute abballern zu dürfen. Das Ganze zur besten Sendezeit in der Halbzeit-Pause.

Besonders stolz preist man uns in der Bar überall das sogenannte “Oktoberfest-Bier” an. Gerade die Biertrinker unter uns wussten nicht, was das war… Bier schmeckt eigentlich anders. Wenn der Barmann mitbekommt, dass man Deutscher ist (und somit per se Bierexperte), schaut er meist beschämt zu Boden, als wollte er sich für die kredenzte Plörre entschuldigen.

Neben den vielen Bier-Sorten gibt es aber nur zwei Kältegrade: “Eiskalt” und “Weißer Wanderer”. Da bleibt kein Platz mehr für eine schöne “7-Minuten-Gezapft-Schaumkrone”. Und bei Dosen oder Flaschen musst du alle 20 Sekunden die Hand wechseln … sonst gibt es Frostbeulen.

Montag, 30. September und Dienstag, 1. Oktober

11 Tage – 3 Bundesstaaten – 3 Städte – 3 Football-Spiele … unzählige tolle Momente mit gut 50 wunderbaren Menschen aus ganz Deutschland (plus 2 Wienern).

Perfekte Organisation der Jungs und Mädels von sportfanreisen.de, tolle Plätze in den Stadien, dazu genial ausgesuchte Hotels, immer zentral gelegen.

Gerade das letzte in Chicago mitten in Downtown bestach neben der zentralen Lage vor allem mit seinem Pool im 30. Stock. Zwar kann einem der Privatier aus dem Nachbar-Wolkenkratzer von seinem Kaminzimmer aus auf die Badebuxe gucken, umgekehrt beobachtet man bequem im warmen Wasser liegend die Tochter des Hauses beim Fitnesstraining.

Unser Blut kocht und man freut sich schon auf zu Hause. Was bei uns Fast-Food ist und wir geneigt sind, möglichst wenig davon zu uns zu nehmen, ist hier schlichtweg normal und wird täglich (mehrmals) praktiziert. Es ist auch der einfachste Weg, sich zu ernähren. Zu kochende Lebensmittel, Obst und Gemüse sind meist sehr teuer … und ein Stück Riesen-Pizza oder einen Hot Dog kriegste hier schon für einen Dollar. Die hier mit der Muttermilch aufgesaugte Waffenbegeisterung kann man nicht nachvollziehen. Ähnlich krude geht es auch bei den Einreisebestimmungen zu. Die zerlegte Winchester scheint kein Problem zu sein. Aber wehe du bringst eine Banane mit oder warst in deinem Leben schon mal auf einem Bauernhof und hast eine Kuh angefasst. Dann kommst du hier sofort in Quarantäne
Weniger Plastik, gesünderes Essen, etwas weniger Begeisterung für alles was knallt und mehr Demut würde dem Land gut tun. Trotz allem – ich habe selten so viele freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, wie es die Amerikaner sind.

Das wars. Hoffentlich bald wieder.
Danke an die vielen Leute, die mitgereist sind.
Danke an die tolle Organisation von sportfanreisen.de
Danke an die Amerikaner, die irgendwie diesen tollen Sport „entwickelt“ haben.


Die NFL Football Reise 2017 – Ein Traum für jeden Football Fan

Im Sommer erreichte mich über Facebook eine Werbeanzeige. Normalerweise klicke ich die einfach weg, nur ging es diesmal um American Football. Ich gelangte auf die Seite von SportFanReisen und befand mich im Himmel! Eine Reise über 10 Tage nach Florida, um meine geliebten Miami Dolphins endlich – ich warte darauf immerhin schon 31 Jahre! – live spielen zu sehen.

Ich habe genau einen (1!) Tag überlegt, um meine Brüder und meinen Cousin zu fragen, ob sie mitkommen; und da das terminlich alles nicht ging, habe ich mich alleine angemeldet. Das ging sehr schnell und nach ein paar Tagen waren auch schon 30 Leute angemeldet. Somit konnte die Reise starten, nach ein paar weiteren Tagen war die Reise sogar ausgebucht. Schnell wurde eine Facebookgruppe gegründet und eine WhatsApp-Gruppe folgte. Ich habe drei weitere Leute für ein Vierbettzimmer bekommen und organisierte nun einfach die ESTA, suchte meinen Pass, las interessiert das “Allwissende Dokument” und fing an zu packen.

Am 01.10. traf ich mich mit einem meiner Zimmergenossen am Hauptbahnhof in Hannover und mittels Rail&Fly kamen wir als erste am Flughafen in Düsseldorf an. Beste Prävention gegen einen evtl. Jetlag, wir waren perfekt vorbereitet.

Es ging von Düsseldorf nach Frankfurt und von dort mit der Lufthansa nach Orlando, wo unser erstes Ziel “Disney Land” hieß. Okay, Disney Land ohne meine vier Jungs stellte ich mir unglaublich langweilig vor – aber dann stand ich vor diesem Schloss und fing an zu heulen! Das war einfach gigantisch, überwältigend und großartig. Am ersten Tag lief ich 24 km durch gerade mal zwei Themenparks und das erste Paar Schuhe konnte ich entsorgen. Am zweiten waren es drei Themenparks und 18 km, da ich mich im Beachpark doch länger aufhielt. Disney World kann man nicht beschreiben, das sollte man wirklich erleben; und nun steht es, danke SportFanReisen, dank der tollen Fotos erst recht auf dem Wunschzettel meiner Jungs.

Von Orlando ging es nach Tampa: das erste NFL-Spiel stand an, die New England Patriots gegen die Tampa Bay Buccaneers im Station in Tampa. Dank Hurrikan Irma war es das erste Spiel und dementsprechend die Stimmung. Der überwiegende Teil der Gruppe waren Patriots-Fans und trotz der Konkurrenz zu den Dolphins freute ich mich für meine Mitreisenden, dass “ihr” Team gewann, die Interception von TB habe ich auf meinem Handy gespeichert! Sowas dann live zu sehen, ist der Hammer. Das Feeling im Stadion ist mit nichts zu vergleichen. Ich stand jahrelang selber auf dem Spielfeld, heute stehe ich daneben und gucke die GFL, GoInvaders, den German Bowl … und nun stand ich da und ein Schauer löste den nächsten ab. Die Amerikaner waren durchweg sehr nett, trotz meiner nicht mehr ganz so tollen Englischkenntnisse habe ich sie immer verstanden – und ich denke (hoffe?), sie mich auch. Jeder strahlte nach dem Spiel. Die Buccaneers-Fans haben zwar verloren, aber es war ja das erste Spiel, darum waren die gut drauf … und Patriots-Fans sind, glaube ich, immer gut drauf.

Wir hatten genug Zeit, uns Tampa anzusehen, mich hauen ja diese Hochhäuser immer um, wenn man da unten so lang geht und nach oben sieht, von einer Klimaanlage in die nächste rennt, die Busse sich wie Kühlschränke anfühlen und alles einfach groß ist.

Ab nach Gainsville: eine ganze Stadt in Orange/Blau und ein paar lila Menschen machten aus der Stadt eine einzige Party. Gefühlt haben wir eine Stunde für einen Kilometer mit dem Bus benötigt, um irgendwie in die Nähe vom Stadion zu gelangen. Die Amis sind der Hammer, überall wird gegrillt und gespielt, die Autos sind voll mit Fanartikeln, die voller Stolz am Auto/Körper oder sonstwo präsentiert werden. Das Stadion: eine einzige Party, in Erinnerung wird mir ewig der Mann vor mir bleiben, im langen Hemd trotz praller Sonne und gefühlten 40 Grad, Gators-Fan, der immer nur einen einzigen Ton brüllte, bis er nur noch rot im Gesicht war und ich mich schon auf eine Reanimation einstellte. Leider hat der Kicker der Gators das Field Goal versemmelt, sodass LSU gewann, trotzdem haben sich alle irgendwie immer lieb. Alle diskutierten das Spiel angeregt nochmal durch, wie nach einer Klassenarbeit, egal ob Gators- oder LSU-Fan.

Von Gainsville ging es in der Nacht noch nach Miami: wenig Schlaf, aber zum schlafen waren wir ja auch nicht da. Es war Sonntag und endlich mein heißersehnter Tag. Schon die Busfahrt mit dem Blick auf das Hardrock Stadium war überwältigend. Ich bin zigmal um das Ding rumgegangen, habe wie ein blöde fotografiert, im Fanshop ordentlich Geld gelassen und war mit eine der ersten, die das Stadion betreten hat. Endlich drin, war ich nur noch überwältigt. Gut, dass ich eine Sonnenbrille aufhatte, die rotgeheulten Augen musste ja nun wirklich niemand sehen. Vorne am Spielfeldrand war die gigantische D-Line zu sehen, den Spielern so nahe zu sein, auf coole Mitarbeiter zu stoßen, die einfach mal das Spielfeld von ganz vorne fotografieren, das ist einfach unbeschreibbar. Die Miami Dolphins haben dann zum guten Abschluss der Spiele die TennesseeTitans besiegt, sodass eigentlich alle aus der Gruppe zufrieden waren.

Jetzt hieß es shoppen oder entspannen und entdecken. Immer fand sich jemand, mit dem man was unternehmen konnte, sodass man dann immer wieder neue Leute kennen gelernt hat oder man traf sich einfach in irgendeinem Bus oder auf der Straße. Jeder war in jeder Gruppe willkommen, ich hatte nicht den Eindruck das jemand ausgegrenzt wurde oder dass es “Streit” gab.

Die Gruppe:

Ich hatte echt “Angst” mit 38 die Älteste zu sein, das war ich nicht und wenn, wäre das auch nicht schlimm gewesen, den irgendwie hat alles gepasst. Da gab es die typischen Mitglieder einer Gruppe, die einzeln, als Paar, mit Freunden unterwegs waren und da gab es eben wildfremde die zu Freunden wurden. Sogar ein Liebespaar hat diese Reise hervorgebracht.

Preise:

vom Einzelzimmer für 2990 Euro, Zweibettzimmer 2490 Euro über Dreibettzimmer für 2290 Euro und Vierbettzimmer für 2190 Euro waren die Preise wirklich günstig. Es gibt immer wieder Veranstalter die NFL Reisen anbieten, diese sind dann aber deutlich teuer. Das liegt eben auch an SportFanReisen, den die sind genauso verrückt wie die Teilnehmer, die machen das “nur” nebenberuflich professionel, sprich alle haben eine Hauptjob und erfüllen ganz nebenbei Träume. Mit NHL Reisen hat es angefangen und ich hoffe das es viele NFL Reisen geben wird.

Hotels:

Für 4 Leute haben die Vierbettzimmer gepasst, da wir eh kaum auf dem Zimmer waren. Auch wenn es mit den Koffern doch eng wurde hat man sich arrangiert. In Tampa war das Hotelzimmer am “größten” gefolgt vom Disney World und einem doch kleinem Zimmer in Miami Beach. Dafür gab es in Miami den Strand direkt vor der Tür und Frühstück, in den anderen nicht, da die Amerikaner aber immer recht große Portionen haben, habe ich oft das “Abendessen” morgens nochmal gegessen, weil eben immer was übrig blieb. Verhungert ist niemand, Essen gab es überall für wenig Geld, FastFood aber auch gesunde Sachen. Was ich mir nur merken werde immer ohne Eis, gerade in Miami, den das schmeckt nach Chlor und somit ist das Getränk dann oft ungenießbar.

Ich denke wenn jeder der Truppe einen Erfahrungsbericht schreiben würde hättet Ihr 50 verschiedene Berichte doch eins wäre gleich “tolle Leute” nicht unmsonst haben sich ein paar gleich nach der Reise getroffen und teilwese weit über 400 km auf sich genommen um das feeling nochmal aufleben zu lassen, “geniale Stimmung”, “perfekte Reiseleitung” und trotz Hindernissen wie Hurricane Irma und Air Berlin Pleite phantastisch, professionelle Menschen die aus Liebe zum Sport für uns alles möglich gemacht haben, das es für uns alle eine Traumreise wurde!

Ich würde jederzeit und immer wieder mit diesen Menschen eine Reise machen. Ich kann SportFanReisen zu 100% weiterempfehlen weil sie geschafft haben was wenige schaffen, keinen Stress, kein “ihr müsst”, keine Vorschriften etc. es war eine erlebnissreiche Reise und wenn ihr nächstes Jahr wieder eine macht, bin ich dabei, egal ob es wieder nach Florida geht oder sonst wohin, auch wenn ich am liebsten nur die Dolphins sehen würde wollen, so gucke ich mir auch alle anderen Teams an, weil Football eben Familie ist und wir alle einfach nur tolle Spiele sehen wollten.

Dieser exklusive Reisebericht wurde von Rebekka aus Hannover für FootballR verfasst. Auch im Kommenden Jahr wird SportFanReisen eine NFL Reise anbieten, und auf FootballR erfährst du natürlich zuerst davon.