Mock Draft 2026: Frühe Prognosen und Analysen

Lesezeit: 43 Min.
Mock Draft - NFL Draft 2026 in Pittsburgh - Ein Bühnenaufbau für den NFL Draft besteht aus einem großen Bildschirm mit dem Text „The Pick is In“ und dem Logo der Pittsburgh Steelers oben. Darunter wird das NFL Draft-Logo mit „2024“ und „Detroit“ angezeigt. Helle Lichter und Kameras sind rund um die Bühne positioniert und sorgen für eine elektrisierende Atmosphäre. Diese Beschreibung wurde automatisch generiert.
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Der Mock Draft 2026 nimmt langsam Form an und schon in der ersten Version lassen sich klare Muster erkennen. Einige Teams stehen vor grundlegenden Richtungsentscheidungen, andere suchen gezielt nach dem letzten Puzzlestück für ein stabileres Fundament. Diese erste Projection verbindet Talent, Team-Needs und strukturellen Fit zu einem frühen Bild der ersten Runde.

Inhalt des Artikels

1
Las Vegas Raiders – Fernando Mendoza, QB, Indiana

Fernando Mendoza im Anzug küsst Heisman-Trophäe, Symbol für Top-Quarterback im NFL Draft 2026

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Fernando Mendoza führte Indiana 2025 bis ins National-Title-Game, gewann die Heisman Trophy und produzierte eine außergewöhnlich effiziente Saison mit 3.535 Passing Yards, 41 Touchdowns und nur 6 Interceptions. Sein Profil vereint präzises Kurz- und Intermediate-Passing mit der Ruhe und Entscheidungsstärke, die man von einem Franchise-Quarterback erwartet. Dazu kommt, dass die Raiders bereits begonnen haben, die Infrastruktur für einen jungen Quarterback aufzubauen – unter anderem mit der Verpflichtung von Tyler Linderbaum für das Zentrum der Offensive Line. In einem Rebuild-Szenario ist Mendoza damit nicht nur ein Talent-Pick, sondern die logische Grundlage für die langfristige Offensive Identity der Franchise.

2
New York Jets – Arvell Reese, LB, Ohio State

Arvell Reese ist ein Pick mit erheblicher Upside für die Jets, sowohl physisch als auch spielerisch. New York hat zwar mit mehreren Spielern bereits in die Defense investiert, doch insbesondere auf Linebacker fehlt langfristige Stabilität, zumal Demario Davis mit 37 Jahren eher eine kurzfristige Lösung darstellt. Reese bringt mit 6-4 und rund 243 Pfund das prototypische Profil eines modernen Front-Seven-Spielers mit, der durch Größe, Reichweite und Explosivität auffällt. Seine Produktion bei Ohio State unterstreicht dieses Potenzial: In der Saison 2025 verzeichnete er 69 Tackles, 10 Tackles for Loss und 6,5 Sacks und wurde dafür als Consensus All-American ausgezeichnet. Besonders interessant ist dabei seine Vielseitigkeit. Obwohl Reese primär als Linebacker eingesetzt wurde, gibt es zunehmend Diskussionen darüber, ihn situativ auch als EDGE-Rusher zu testen und in einer Hybridrolle einzusetzen. Gerade für eine Defense, die multiple Fronts spielen möchte, könnte er deshalb langfristig zu einem vielseitigen Anker der Front Seven werden.

3
Arizona Cardinals – Sonny Styles, LB, Ohio State

Sonny Styles: Ein Football-Spieler in einem schwarzen Outfit mit der Nummer 25 sprintet während des NFL Scouting Combine 2026 auf einer Bahn, auf der Zeitmessgeräte aufgestellt sind. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / Imagn Images

Sonny Styles ist ein sehr sauberer Fit für Arizona. Er war 2025 Team-Captain bei Ohio State, gewann den Block-O-Award und gehörte zu den First-Team All-Americans des Programms. Sein Profil vereint Größe, Athletik und außergewöhnliche Range, wodurch er sowohl gegen den Lauf als auch in Coverage auf hohem Niveau eingesetzt werden kann. Genau diese Vielseitigkeit macht ihn besonders wertvoll: Styles kann moderne Linebacker-Aufgaben auf allen Ebenen der Defense übernehmen und bringt die Flexibilität mit, unterschiedliche Rollen innerhalb der Front Seven auszufüllen. Für ein Team im Rebuild wie die Cardinals ist ein solcher vielseitiger Defensivspieler oft wertvoller als ein enger Scheme-Spezialist, da er eine Defense strukturell stabilisieren und gleichzeitig langfristige Entwicklungsperspektive bieten kann.

4
Tennessee Titans – Jeremiyah Love, HB, Notre Dame

Ein Football-Spieler in einem Notre-Dame-Trikot mit der Nummer 4 steht auf dem Feld und hält seinen Mundschutz. Textüberlagerungen heben Jeremiyah Love und seinen aufsteigenden Status als potenzieller NFL-Star hervor. Alt-Text wurde KI-generiert.

Jeremiyah Love ist ein mutiger Pick für Tennessee. Nach der Free Agency wurden die Titans zwar häufiger mit Wide Receiver in Verbindung gebracht, um Cam Ward zusätzliche Unterstützung im Passspiel zu geben, dennoch bleibt Running Back eine Position, auf der mehr Explosivität möglich ist. Love bringt dafür ein besonders dynamisches Profil mit: In der Saison 2025 erzielte er 1.372 Rushing Yards und 18 Touchdowns am Boden, ergänzte diese Produktion aber zusätzlich mit 27 Receptions für 280 Yards. Insgesamt kam er damit auf 1.652 Yards from Scrimmage und gehörte zu den explosivsten Playmakern im College Football. Genau diese Vielseitigkeit macht ihn für Tennessee interessant. Love ist nicht nur ein klassischer Ballträger, sondern auch ein gefährlicher Receiver aus dem Backfield und ein Big-Play-Generator, der eine Offense sofort variabler machen kann. Für ein Team, das einem jungen Quarterback möglichst viele einfache Offense-Situationen verschaffen möchte, kann ein solcher Allround-Back ein entscheidender Baustein sein.

5
New York Giants – Caleb Downs, S, Ohio State

Caleb Downs ist einer der wenigen Safeties dieses Jahrgangs, bei denen die Diskussion um den Positionswert deutlich an Bedeutung verliert, weil das Gesamtprofil des Spielers so komplett ist. Nach der Verpflichtung von Tremaine Edmunds hat sich der unmittelbare Druck auf Linebacker bei den Giants etwas reduziert, wodurch ein defensiver Playmaker im Backfield noch plausibler erscheint. Gleichzeitig zeigt der Erfolg Neo-Coach John Harbaugh von vielseitigen Safeties wie Kyle Hamilton in Baltimore, welchen Einfluss ein solcher Spieler auf eine moderne Defense haben kann, ein Modell, das für viele Teams zunehmend attraktiv wird.

Downs bringt genau dieses Profil mit. Seine College-Resume ist außergewöhnlich: mehrfacher First-Team All-American, 2025 Big Ten Defensive Player of the Year und einer der konstantesten Defensivspieler im gesamten College Football. In der Saison 2025 sammelte er 68 Tackles, zwei Interceptions und zwei Forced Fumbles und zeigte dabei sowohl starke Instinkte gegen den Lauf als auch Playmaking-Fähigkeiten in Coverage. Für ein Giants-Team, das auf dem Back End der Defense mehr Stabilität und Identität sucht, wäre Downs deshalb nicht nur ein Talent-Pick, sondern auch ein Spieler, der die gesamte Struktur der Secondary langfristig prägen könnte.

6
Cleveland Browns – Monroe Freeling, T, Georgia

Zwar haben die Browns mit dem Trade für Tytus Howard bereits in die Offensive Line investiert, dennoch sehen viele Need-Analysen die Tackle-Position weiterhin als langfristige Baustelle. Freeling bringt dafür ein interessantes Entwicklungsprofil mit: Besonders die Länge seiner Arme mit 34¾-Zoll sowie seine laterale Beweglichkeit muss hervorgehoben werden, während er in Georgia als erfahrenen Lineman mit wachsender Starter-Historie angesehen war.

Gerade diese Kombination aus körperlichen Voraussetzungen und Entwicklungspotenzial macht ihn für Cleveland attraktiv. Freeling muss nicht sofort ein fertiger Franchise-Left-Tackle sein, um diesen Pick zu rechtfertigen. Vielmehr geht es darum, einen Spieler mit klaren Starter-Tools auf einer Premium-Position zu sichern. Für ein Team wie die Browns, das sich weiterhin im strukturellen Neuaufbau befindet, kann es strategisch sinnvoll sein, in einen Tackle mit hoher Upside zu investieren und ihm die nötige Zeit zu geben, sich zu einem langfristigen Eckpfeiler der Offensive Line zu entwickeln.

7
Washington Commanders – David Bailey, ED, Texas Tech

Zwar haben die Commanders mit der Verpflichtung von Odafe Oweh bereits in den Pass Rush investiert, dennoch bleibt EDGE in nahezu allen Team-Need-Analysen eine der wichtigsten Baustellen im Kader. Gerade in Defenses, die stark über Pressure und Front-Seven-Dominanz arbeiten, ist es entscheidend, mehrere verlässliche Pass-Rusher in der Rotation zu haben.

Bailey bringt genau das Profil mit, das typischerweise gut in Defenses von Dan Quinn passt: Explosivität im ersten Schritt, die Fähigkeit, Speed in Power umzuwandeln, und ein natürlicher Instinkt dafür, Plays am Quarterback zu beenden. Seine Produktion im College unterstreicht dieses Potenzial deutlich. In der Saison 2025 führte er die gesamte FBS mit 14,5 Sacks an und kam im Verlauf seiner College-Karriere auf insgesamt 29 Sacks. Diese Kombination aus nachweisbarer Produktion und physischem Pass-Rush-Profil macht ihn zu einem sehr attraktiven Prospect. Für Washington wäre dieser Pick deshalb kein Luxus, sondern ein klarer Versuch, die Defense mit einem echten Difference-Maker im Pass Rush aufzuwerten.

8
New Orleans Saints – Rueben Bain Jr., ED, Miami (FL)

Rueben Bain Jr. ist einer der besten Value-Fits in dieser Top 10. Der Grund liegt vor allem in der Qualität seines Tapes: Bain zeigt konstant das Profil eines potenziellen Edge-1-Spielers und gehört zu den produktivsten Pass Rushern des Jahrgangs. In der Saison 2025 sammelte er 9,5 Sacks, 15,5 Tackles for Loss und insgesamt 54 Tackles. Für diese Leistungen wurde er mit dem Ted Hendricks Award ausgezeichnet, zum ACC Defensive Player of the Year gewählt und als Consensus All-American geehrt.

Sein Spiel basiert vor allem auf physischer Dominanz am Point of Attack, starker Handtechnik und der Fähigkeit, Druck sowohl über Speed als auch über Power zu erzeugen. Zwar wird gelegentlich seine Arm Length diskutiert, doch wenn ein Team stärker auf tatsächliche Spielwirkung und Vielseitigkeit als auf prototypische Maße setzt, verliert dieses Argument deutlich an Gewicht. Für die Saints wäre Bain deshalb ein Pick mit hohem Impact-Potenzial, der der Defensive Line sofort mehr Explosivität und Pass-Rush-Produktion geben könnte.

9
Kansas City Chiefs – Mansoor Delane, CB, LSU

Mit den Abgängen von Trent McDuffie und Jaylen Watson hat sich auf Cornerback plötzlich eine deutliche Lücke ergeben, wodurch die Position zu einem klaren Premium-Need geworden ist. Für ein Team, das weiterhin um den Titel mitspielen will, ist es entscheidend, die Qualität in der Secondary schnell wieder zu stabilisieren.

Delane passt sehr gut in dieses Profil. In der Saison 2025 spielte er bei LSU eine herausragende Rolle und wurde als unanimous All-American sowie ins First-Team All-SEC gewählt. Seine Produktion unterstreicht diese Auszeichnungen: 45 Tackles, 13 verteidigte Pässe, 11 Pass Breakups und 2 Interceptions. Besonders auffällig ist dabei seine physische Spielweise in Man Coverage sowie seine Fähigkeit, am Catch Point konstant Druck auf Receiver auszuüben. Für Kansas City wäre Delane deshalb genau der Typ Outside-Corner, der in einer ambitionierten Defense früh Verantwortung übernehmen und langfristig eine zentrale Rolle in der Secondary einnehmen kann.

10
Cincinnati Bengals – Dillon Thieneman, S, Oregon

Selbst nach der Verpflichtung von Bryan Cook bleibt Saftey ein großer Need für die Benglas. Gerade für eine Defense, die zuletzt vor allem im Back End immer wieder Probleme mit Big Plays hatte, kann zusätzliche Stabilität auf Safety eine wichtige Rolle spielen.

Thieneman bringt dafür ein sehr attraktives Profil mit. Er gilt als instinktiver und rangy Safety mit hoher Spielintelligenz und der Fähigkeit, verschiedene Rollen in der Secondary zu übernehmen. Seine College-Produktion unterstreicht diese Qualität deutlich: Über drei Jahre sammelte er mehr als 300 Tackles und acht Interceptions und zeigte konstant Playmaking-Fähigkeiten sowohl gegen den Lauf als auch im Passspiel. Für Cincinnati wäre Thieneman deshalb ein Pick, der Reichweite, Kommunikation und Athletik ins Backfield der Defense bringt. Wenn das Ziel darin besteht, die Defense nicht nur über den Pass Rush, sondern auch strukturell in der Secondary zu stabilisieren, ist Thieneman der Pick an Nummer 10.

11
Miami Dolphins – Olaivavega Ioane, G, Penn State

Die Dolphins brauchen weiter Stabilität in der Protection und mehr Verlässlichkeit im Run-Blocking. Ioane gehört zu den besten Guards dieser Draftklasse und wird in mehreren Analysen als potenzieller sofortiger Starter beschrieben. Seine Stärken liegen vor allem in seiner Power am Point of Attack, seiner sauberen Technik beim Aufnehmen von Stunts und Twists sowie in seiner Stabilität im Passschutz im Inneren der Line. Damit bringt er genau das Profil mit, das eine Offense wie die der Dolphins benötigt, die stark über Timing und Rhythmus im Passspiel funktioniert. Auch wenn Guard nicht der offensichtlichste Need ist, könnte dieser Pick für Miami ein antizyklischer Value-Pick sein, wenn das Front Office den Fokus bewusst auf mehr physische Stabilität im Interior der Offensive Line legt.

12
Dallas Cowboys – CJ Allen, LB, Georgia

CJ Allen ist ein sehr typischer Pick für Dallas. Die Cowboys gehen traditionell mit klaren Needs in den Draft und versuchen gerade in den frühen Runden, diese Positionen gezielt zu adressieren. Linebacker gehört dabei zu den Bereichen, in denen langfristig mehr Stabilität benötigt wird, besonders wenn sich die Struktur der Front Seven durch personelle Veränderungen weiterentwickelt.

Allen bringt genau das Profil mit, das moderne NFL-Teams auf der Mike- oder Will-Linebacker-Position suchen: große Reichweite im Feld, hohe Spielintelligenz und genügend Physis, um auch gegen den Lauf konstant Einfluss auf Plays zu nehmen. Seine Produktion bei Georgia unterstreicht diese Qualitäten deutlich. In der Saison 2025 verzeichnete er 85 Tackles, 8 Tackles for Loss sowie mehrere Sacks und wurde dafür ins First-Team All-SEC gewählt. Zudem gehörte er zu den Finalisten für den Butkus Award, was seine Reputation im Evaluationsprozess zusätzlich stärkt. Für Dallas wäre Allen deshalb ein Pick, der Athletik, Spielverständnis und Stabilität in die Mitte der Defense bringt und die Grundlage für eine neu strukturierte Front Seven legen könnte.

13
Los Angeles Rams – Francis Mauigoa, T, Miami (FL)

Francis Mauigoa wäre ein hervorragender Pick für die Rams, vor allem aus Value-Perspektive. Er gilt in vielen Boards bereits als Top-10-Gesamtprospect und bringt eine außergewöhnliche College-Resume mit: Consensus First-Team All-American, First-Team All-ACC sowie Gewinner der ACC Jacobs Blocking Trophy 2025. Spieler mit dieser Kombination aus Auszeichnungen und konstant hoher Leistung sind in der Mitte der ersten Runde nur selten noch verfügbar.

Auch aus Sicht des Team-Fits ergibt der Pick viel Sinn. Offensive Tackle gehört zu den klaren Needs der Rams, und hochwertige Tackles zählen traditionell zu den wertvollsten Positionen im Draft. Mauigoa bringt mit 6-6 und rund 335 Pfund prototypische Maße für einen NFL-Tackle mit und hat gleichzeitig auf höchstem College-Niveau konstante Produktion gezeigt. Seine Mischung aus Größe, Kraft und Beweglichkeit macht ihn zu einem Spieler mit sofortigem Starter-Potenzial. Sollte er an Position 13 noch auf dem Board sein, wäre dieser Pick für die Rams daher ein klarer Value-Pick.

14
Baltimore Ravens – Carnell Tate, WR, Ohio State

Die Ravens werden in vielen aktuellen Analysen vor allem mit Wide Receiver oder Interior Offensive Line verbunden, weshalb ein zusätzlicher Playmaker im Passspiel naheliegend ist. Tate gehört dabei nicht nur zur bekannten Ohio-State-Receiver-Pipeline, sondern gilt auch als einer der bestbewerteten Receiver dieser Draftklasse und wird in vielen Boards sogar als Top-10-Gesamtprospect geführt.

Seine Produktion unterstreicht dieses Talent deutlich. Trotz drei verpasster Spiele kam Tate 2025 auf 51 Receptions für 875 Yards und 9 Touchdowns und lieferte mehrere Spiele mit über 100 Receiving Yards. Für diese Leistungen wurde er ins First-Team All-Big Ten sowie ins Second-Team All-American gewählt. Besonders wertvoll für Baltimore ist dabei sein vielseitiges Receiver-Profil. Tate kann sowohl vertikal das Feld stretchen als auch als technisch sauberer Boundary-Receiver konstant Separation erzeugen. Für eine Offense, die mehr Verlässlichkeit und Explosivität auf den Außenpositionen sucht, wäre er daher ein sehr logischer Pick.

15
Tampa Bay Buccaneers – Akheem Mesidor, ED, Miami (FL)

Die Buccaneers werden in vielen Analysen klar mit EDGE als einer der wichtigsten Baustellen im Kader verbunden. Gerade für eine Defense, die stark über den Pass Rush arbeitet, ist zusätzliche Tiefe und Qualität auf der Edge-Position entscheidend.

Mesidor bringt dafür ein überzeugendes Produktionsprofil mit. Der 6-3, rund 265 Pfund schwere Defensive End verfügt über umfangreiche Erfahrung auf College-Niveau und gehörte 2025 zu den produktivsten Pass Rushern seines Teams. In dieser Saison verzeichnete er 61 Tackles, 17,5 Tackles for Loss und 12,5 Sacks und führte damit Miami in beiden Kategorien an. Diese Zahlen zeigen, dass sein Potenzial nicht nur auf Projection basiert, sondern auf nachweisbarer Produktion gegen starke Konkurrenz.

Für Tampa Bay liegt der Reiz dieses Picks daher klar auf der Hand. Mesidor kombiniert Explosivität im Pass Rush mit der Erfahrung eines etablierten College-Starters und bringt gleichzeitig die physischen Voraussetzungen mit, um auch gegen den Lauf bestehen zu können. In einer Defense, die konstant Druck auf den Quarterback erzeugen möchte, könnte er relativ schnell eine Rolle in der Rotation übernehmen und langfristig Starter-Potenzial entwickeln.

16
New York Jets – Makai Lemon, WR, USC

Makai Lemon ist ein Pick, der auf den ersten Blick vielleicht überraschend wirkt, bei genauerer Betrachtung aber sehr gut zum Kader der Jets passt.

Lemon bringt genau dieses Profil mit. Bei USC galt er als einer der explosivsten Offensivspieler des Teams und zeigte seine Vielseitigkeit sowohl als Receiver als auch im Return Game. In der Saison 2025 kam er auf 79 Receptions und insgesamt 1.160 Yards from Scrimmage, was seine Fähigkeit unterstreicht, konstant Raumgewinn zu generieren. Besonders gefährlich ist er dabei nach dem Catch, wo seine Beschleunigung und Agilität regelmäßig für zusätzliche Yards sorgen.

Für die Jets wäre dieser Pick daher kein reiner Luxus, sondern eine gezielte Investition in mehr Playmaking im Passspiel. Ein Receiver wie Lemon kann durch Separation, Yards after Catch und seine Vielseitigkeit eine Offense deutlich variabler machen und gleichzeitig einem jungen Quarterback in Zukunft zusätzliche einfache Anspielstationen bieten.

17
Detroit Lions – Spencer Fano, T, Utah

Die Lions werden in vielen Analysen mit Offensive Tackle als einer der wichtigsten Needs geführt, und Fano passt sowohl vom Spielstil als auch vom Draft-Value hervorragend an diese Stelle. Detroit hat seine offensive Identität in den letzten Jahren stark über eine dominante Offensive Line und ein physisches Run Game aufgebaut, weshalb Investitionen in die Trenches weiterhin Priorität haben.

Fano bringt eine außergewöhnlich starke College-Resume mit. Er wurde 2025 zum Consensus First-Team All-American gewählt, gewann die Outland Trophy als bester Interior/Offensive Lineman des College Football und wurde zudem zum Big 12 Offensive Lineman of the Year sowie zum Polynesian College Football Player of the Year ausgezeichnet. Diese Kombination aus Auszeichnungen und konstant hoher Leistung unterstreicht seine Qualität als einer der besten Linemen des Jahrgangs.

Für Detroit wäre Fano deshalb ein nahezu idealer Fit. Er kombiniert Athletik für Zone-Blocking-Konzepte mit der nötigen Physis für Power Football und bringt gleichzeitig die technische Stabilität mit, um früh eine größere Rolle in der Offensive Line zu übernehmen. Welche genaue Position dies ist bleibt abzuwarten, ein Fit für diese Line ist er auf jeden Fall.

18
Minnesota Vikings – Caleb Banks, DI, Florida

Caleb Banks ist ein Pick, der gut zum Bedarf der Vikings passt, auch wenn er mit etwas mehr Projektion verbunden ist als einige andere Spieler in diesem Bereich des Drafts. Gerade in einer Defense, die Druck nicht nur über Edge-Rusher, sondern auch aus der Mitte erzeugen möchte, kann zusätzliche Tiefe im Inneren der Line entscheidend sein.

Banks bringt dafür ein interessantes physisches Profil mit. Mit seinen prototypischen NFL-Maßen, seiner Länge und seiner rohen Power besitzt er die Tools, um als disruptiver Interior Defender zu wirken. Gleichzeitig muss seine Evaluation jedoch im Kontext seiner letzten College-Saison gesehen werden: Aufgrund von Verletzungen kam er 2025 nur auf wenige Einsätze, wodurch seine jüngste Produktion begrenzt blieb.

Genau deshalb ist Banks eher ein Pick, der auf Traits und langfristige Entwicklung setzt als auf sofortige, nachweisbare Produktion. Für Minnesota könnte dieser Ansatz dennoch sinnvoll sein, wenn das Front Office darauf abzielt, im Inneren der Defensive Line mehr physische Präsenz und Upside aufzubauen.

19
Carolina Panthers – Jordyn Tyson, WR, Arizona State

Jordyn Tyson ist ein Pick, der sich vor allem über Talent und offensiven Impact rechtfertigen lässt. Zwar werden die Panthers auch andere Needs, dennoch bleibt zusätzlicher Playmaking-Support im Passspiel ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Offense. Gerade für ein Team im Aufbau kann ein dynamischer Receiver den Unterschied machen, indem er konstant Raumgewinn generiert, defensive Strukturen unter Druck setzt und so Bryce Young Auswege gibt.

Tyson bringt dafür ein sehr überzeugendes Profil mit. In frühen Positionsrankings wurde er von NFL-Analysten bereits als einer der besten Receiver des Jahrgangs geführt, und auch seine Auszeichnungen unterstreichen seine Qualität. Bei Arizona State wurde er als AP All-American sowie ins First-Team All-Big-12 gewählt. Besonders wertvoll ist seine Kombination aus vertikaler Explosivität, Big-Play-Fähigkeit und Einsatzbereitschaft im Run-Blocking, wodurch er in unterschiedlichen offensiven Konzepten eingesetzt werden kann.

Für Carolina wäre dieser Pick daher ein Versuch, der Offense einen echten Difference-Maker hinzuzufügen. Auch wenn eine defensive Verstärkung auf den ersten Blick konservativer wirken würde, sprechen reiner Player-Value und das Potenzial für offensiven Impact klar dafür, Tyson in diesem Bereich des Drafts zu wählen.

20
Dallas Cowboys – Jermod McCoy, CB, Tennessee

Jermod McCoy ist ein Pick, der sehr gut zum Bedarf der Cowboys passt. Cornerback gehört klar zu den Positionen, auf denen Dallas langfristig mehr Stabilität und Tiefe benötigt.

Auch sein Spielerprofil spricht klar für eine Auswahl in der ersten Runde. McCoy überzeugte bereits in der Saison 2024 mit einer sehr produktiven Leistung bei Tennessee und kam dabei auf 44 Tackles, 4 Interceptions und 9 Pass Breakups. Für diese Saison wurde er sowohl ins First-Team All-SEC als auch ins Second-Team All-American gewählt, was seine Qualität als einer der besten Cornerbacks der Conference unterstreicht. Besonders auffällig sind dabei seine Ballskills, seine physische Spielweise in Coverage und seine Fähigkeit, Receiver am Catch Point unter Druck zu setzen.

Der entscheidende Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch seine Verletzung. Ein Kreuzbandriss Anfang 2025 kostete ihn praktisch die gesamte Saison und macht die medizinische Bewertung zu einem wichtigen Bestandteil seiner Draft-Evaluation. Genau deshalb kann dieser Pick aber auch besonders interessant sein: Für ein Team wie Dallas, das mit zwei Erstrundenpicks in den Draft geht, ist es leichter vertretbar, einen Cornerback mit sehr hohem Upside, aber medizinischem Risiko zu wählen. Sollte McCoy vollständig zurückkommen, könnte er langfristig das Potenzial haben, eine zentrale Rolle in der Secondary der Cowboys zu übernehmen.

21
Pittsburgh Steelers – Keldric Faulk, EDGE, Auburn

Die Steelers investieren traditionell viel in ihre Defensive Front und suchen regelmäßig nach neuen Pass-Rush-Optionen, um konstant Druck auf den Quarterback erzeugen zu können. Auch wenn EDGE nicht zwingend der größte Need im Kader ist, passt ein physisch dominanter Defensive Lineman sehr gut zur Identität der Steelers-Defense, vor allem mit einer leicht ungewissen Zukunft von Alex Highsmith und der Tatsache, das Faulk Zeit für seine Entwicklung benötigen wird.

Faulk bringt dafür ein außergewöhnliches körperliches Profil mit. Mit rund 6-6 und etwa 285 Pfund kombiniert er Länge, Kraft und die Fähigkeit, an der Line of Scrimmage physisch zu dominieren. Auch wenn seine Sack-Zahlen in der Saison 2025 mit zwei Sacks nicht besonders auffällig wirken, wird er von vielen Evaluatoren dennoch als hochklassiger Prospect eingeschätzt. Der Grund dafür liegt vor allem in seinen Traits: seiner Explosivität im ersten Schritt, seiner Power im Kontakt und seinem Potenzial als vielseitiger Edge-Verteidiger.

Für Pittsburgh wäre Faulk daher ein klassischer Traits-Pick mit langfristigem Upside. In einer Defense, die traditionell stark über ihre Front Seven definiert ist, könnte er perspektivisch sowohl den Pass Rush als auch die Run Defense verstärken und sich zu einem wichtigen Bestandteil der Defensive Line entwickeln.

22
Los Angeles Chargers – Kadyn Proctor, T/G, Alabama

Offensive Line gehört weiterhin zu den klaren Baustellen im Kader, und Proctor zählt zu den höchstbewerteten Tackle-Prospects dieses Draftjahrgangs. Für die Chargers ergibt sich bei diesem Pick eine optimale Option. Proctor kann auf Guard zu sicheren Starter werden und bei Bedarf auf der Tackleposition aushelfen. Gerade für ein Team, das seine Offense langfristig stabilisieren und den Quarterback besser schützen möchte, bleibt die Investition in die Offensive Line eine zentrale strategische Entscheidung.

Auch seine College-Resume spricht deutlich für ihn. Nach einer starken Saison wurde Proctor bereits zuvor ins Second-Team All-SEC gewählt und bestätigte seine Entwicklung 2025 mit einer dominanten Spielzeit bei Alabama. In dieser Saison absolvierte er 639 Snaps und verzeichnete 54 Knockdowns, was seine physische Präsenz im Run Game und seine Durchsetzungsfähigkeit an der Line of Scrimmage unterstreicht. Zusätzlich erhielt er mehrere All-American-Auszeichnungen und wurde in verschiedenen Evaluationskreisen mit der Jacobs Blocking Trophy in Verbindung gebracht.

Der entscheidende Faktor bleibt jedoch sein physisches Gesamtprofil. Proctor bringt seltene Maße, enorme Power und gleichzeitig die Beweglichkeit mit, die für einen modernen Left Tackle erforderlich ist. Diese Kombination macht ihn zu einem klassischen Premium-Positionsspieler mit hohem Starter-Potenzial.

23
Philadelphia Eagles – Kenyon Sadiq, TE, Oregon

Kenyon Sadiq - Ein Athlet in einem schwarzen Outfit mit der Aufschrift "23 TE" absolviert beim NFL Scouting Combine 2026 einen 40-Yard-Lauf, umgeben von Zeitmessgeräten auf einem Hallenfeld neben anderen herausragenden Tight Ends und Defensive Backs. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / Imagn Images

Tight End gehört zu den auffälligeren Needs im Kader der Eagles, und Sadiq bringt eines der interessantesten Receiving-Profile dieser Draftklasse auf der Position mit. Gerade für eine Offense, die stark über Vielseitigkeit und Matchup-Vorteile arbeitet, kann ein dynamischer Tight End eine zentrale Rolle im Passspiel einnehmen.

Seine Produktion bei Oregon unterstreicht dieses Potenzial deutlich. In der Saison 2025 kam Sadiq auf 51 Receptions für 560 Yards und 8 Touchdowns und stellte damit gleichzeitig den Schulrekord für die meisten Catches eines Tight Ends in einer Saison auf. Zusätzlich sorgte er beim Combine mit einer 4,39 über 40 Yards für Aufmerksamkeit, die schnellste je gelaufene Zeit eines Tight Ends in diesem Rahmen. Seine Leistungen wurden zudem mit der Auszeichnung als Big Ten Tight End of the Year gewürdigt.

Für die Eagles wäre Sadiq deshalb ein moderner Tight End mit echtem Matchup-Potenzial. Er kann sowohl als Inline-Spieler eingesetzt werden als auch als Receiving-Waffe im Slot oder in Bewegung, wodurch er Linebacker und Safeties regelmäßig unter Druck setzen kann. Ein solcher Spielertyp würde gut in eine Offense passen, die weiterhin auf Flexibilität und vielseitige Formationen setzt.

24
Cleveland Browns – Omar Cooper Jr., WR, Indiana

Omar Cooper Jr. ist ein Pick, der bei genauerer Betrachtung sehr gut zum Bedarf der Browns passt. Wide Receiver gehört weiterhin zu den klaren Needs im Kader, insbesondere wenn es darum geht, dem Passspiel mehr Dynamik und vertikale Gefahr zu geben. Cleveland fehlt auf den Außenpositionen ein Receiver, der konstant Separation erzeugen und gleichzeitig Big Plays produzieren kann.

Cooper hat diese Fähigkeiten bei Indiana eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In der Saison 2025 kam er auf 69 Receptions für 937 Yards und 13 Touchdowns und etablierte sich damit als klarer Go-to-Receiver der Offense. Zusätzlich zeigte er seine Vielseitigkeit mit mehreren Spielen über 100 Receiving Yards sowie einem 75-Yard-Rushing-Touchdown, der seine Explosivität im offenen Feld unterstreicht.

Für die Browns wäre Cooper deshalb ein Pick, der weniger auf spektakulären Hype als auf nachweisbare Produktion und klares Receiver-Profil setzt. Er bringt die Fähigkeit mit, sowohl vertikal Druck auf Defenses auszuüben als auch konstant Raumgewinn zu generieren. In einer Offense, die mehr Separation und Big-Play-Potenzial auf Wide Receiver benötigt ist Cooper ein guter Fit.

25
Chicago Bears – Kayden McDonald, DI, Ohio State

Die Defensive Line gehört klar zu den wichtigsten Needs im Kader der Bears, insbesondere im Interior, wo zusätzliche physische Präsenz und Stabilität benötigt werden. Gerade für eine Defense, die konsequent gegen den Lauf bestehen und gleichzeitig Druck durch die Mitte erzeugen will, ist ein dominanter Defensive Tackle ein zentraler Baustein.

McDonald bringt genau dieses Profil mit. In der Saison 2025 wurde er zum unanimous All-American gewählt und als Big Ten Defensive Lineman of the Year ausgezeichnet. Seine Produktion unterstreicht diese Auszeichnungen: 65 Tackles, 9 Tackles for Loss, 3 Sacks und 2 Forced Fumbles. Auch analytische Bewertungen bestätigen seinen Einfluss auf das Spiel. Laut PFF gehörte er zu den bestbewerteten Interior Defendern des College Football und erzielte sogar den höchsten Run-Defense-Grade auf seiner Position.

Gerade diese Stärke macht ihn für Chicago besonders wertvoll. McDonald ist kein reiner Flash-Pass-Rusher, sondern ein physischer Interior Defender, der konstant Gaps kontrolliert, Blocks absorbiert und eine Defensive Front stabilisieren kann. Für ein Team, das mehr Verlässlichkeit gegen den Lauf und Präsenz im Inneren der Line benötigt, wäre er an Position 25 ein überzeugender Value-Pick.

26
Buffalo Bills – Emmanuel McNeil-Warren, S, Toledo

Auch wenn Safety nicht immer als die offensichtlichste Baustelle im Kader der Bills genannt wird, kann zusätzliche Qualität im Back End der Defense eine wichtige Rolle spielen, besonders für ein Team, das regelmäßig tief in die Playoffs vordringen möchte.

McNeil-Warren überzeugte 2025 mit einer sehr produktiven Saison bei Toledo. Er verzeichnete 77 Tackles, 2 Interceptions, 3 Forced Fumbles und 6 Pass Breakups und wurde für seine Leistungen als AP All-American aus dem MAC ausgezeichnet. Besonders auffällig ist dabei seine Vielseitigkeit: Er kann sowohl in Coverage agieren als auch gegen den Lauf unterstützen und zeigt ein gutes Gespür dafür, den Ball zu attackieren.

Für Buffalo wäre dieser Pick deshalb vor allem eine Investition in Playmaking und Athletik in der Secondary. McNeil-Warren bringt die Reichweite und Instinkte mit, um als moderner Safety verschiedene Rollen in der Defense zu übernehmen. Gerade am Ende der ersten Runde kann ein solcher Spieler mit Ballproduktion und Entwicklungspotenzial ein sehr interessanter Value-Pick sein.

27
San Francisco 49ers – Blake Miller, T, Clemson

Blake Miller wäre ein sehr typischer Pick für die 49ers. San Francisco hat über Jahre gezeigt, dass das Front Office großen Wert auf Stabilität in den Trenches legt und regelmäßig in die Offensive Line investiert. Offensive Tackle gehört weiterhin zu den realistischen Needs des Kaders, weshalb ein Spieler wie Miller in diesem Bereich des Drafts gut ins Profil der Franchise passt.

Miller bringt dafür die physischen Voraussetzungen und die nötige Erfahrung mit. Mit rund 6-6 und 315 Pfund besitzt er prototypische Maße für einen NFL-Tackle und konnte bei Clemson über mehrere Jahre Starter-Erfahrung sammeln. Diese Spielpraxis auf hohem College-Niveau macht ihn zu einem vergleichsweise verlässlichen Prospect, der technisch bereits eine solide Grundlage mitbringt.

Der Wert dieses Picks liegt weniger im spektakulären Upside als vielmehr in seiner Verlässlichkeit. Miller gilt nicht als glamouröser Top-10-Spieler, sondern als stabiler Offensive Lineman mit klaren Starter-Tools. Genau solche Prospects werden häufig in der zweiten Hälfte der ersten Runde ausgewählt. Für die 49ers wäre er daher ein pragmatischer Pick, der langfristig Stabilität in die Offensive Line bringen könnte, ohne unnötiges Risiko einzugehen.

28
Houston Texans – Emmanuel Pregnon, G, Oregon

Die Texans haben weiterhin mehrere Baustellen in der Offensive Line, und insbesondere das Interior gehört zu den Bereichen, in denen mehr Stabilität benötigt wird. Gerade für eine Offense, die ihren Quarterback besser schützen und gleichzeitig mehr Konstanz im Run Game entwickeln möchte, kann ein zuverlässiger Guard eine zentrale Rolle spielen.

Pregnon bringt dafür ein sehr überzeugendes Profil mit. Seine Saison 2025 bei Oregon gilt als sein Durchbruch auf nationaler Ebene. Er wurde unter anderem zum First-Team All-American sowie ins First-Team All-Big Ten gewählt, während Oregon ihn zusätzlich als Sporting News All-American führte. Diese Auszeichnungen spiegeln eine Saison wider, in der er sowohl im Passschutz als auch im Run Blocking konstant auf hohem Niveau spielte.

Für Houston liegt der Wert dieses Picks vor allem in der langfristigen Stabilität. Guards erzeugen selten die Aufmerksamkeit von Tackles oder Skill-Position-Spielern, können jedoch entscheidend für die Funktionsfähigkeit einer Offense sein. Pregnon wäre deshalb kein spektakulärer, aber ein sehr sinnvoller Pick, genau die Art von Erstrundenentscheidung, die oft erst im Nachhinein ihren vollen Wert zeigt, wenn sie eine Offensive Line über Jahre stabilisiert.

29
Kansas City Chiefs – Denzel Boston, WR, Washington

Wide Receiver bleibt trotz vorhandener Optionen weiterhin eine Position, auf der zusätzliche Qualität sinnvoll sein kann, besonders für ein Team, dessen Offense stark über das Passspiel strukturiert ist. Gerade in einer Offense um Patrick Mahomes ist es wertvoll, verschiedene Receiver-Typen zur Verfügung zu haben, um Defenses unterschiedliche Matchups aufzuzwingen.

Boston bringt dafür ein interessantes Profil mit. In der Saison 2025 verzeichnete er 62 Receptions für 881 Yards und 11 Touchdowns und wurde dafür ins Third-Team All-Big Ten gewählt. Besonders auffällig ist seine Kombination aus Größe, Catch-Radius und physischer Präsenz am Catch Point. Diese Eigenschaften machen ihn vor allem in engen Coverage-Situationen und in der Red Zone zu einer verlässlichen Option.

Für die Chiefs liegt der Reiz dieses Picks daher vor allem in seiner Rolle innerhalb des Offensivsystems. Boston ist kein klassischer Speed-Receiver, sondern eher ein größerer Outside-Target-Typ, der außerhalb der Numbers gewinnen und auch in contested Catch-Situationen bestehen kann. Gerade als Ergänzung zu einem kreativen Passspiel könnte ein solcher Receiver für Kansas City sehr wertvoll sein. An Position 29 wäre dieser Pick daher sowohl logisch als auch vom Value her gut vertretbar.

30
Denver Broncos – Peter Woods, DI, Clemson

Auch wenn die Broncos in vielen Need-Analysen häufiger mit Linebacker, Tight End oder Wide Receiver verbunden werden, bleibt Defensive Line weiterhin ein relevanter Bestandteil ihres Kaderbedarfs. Gerade für eine Defense, die mehr Konstanz gegen den Lauf und zusätzlichen Druck aus dem Inneren der Line erzeugen möchte, kann ein disruptiver Interior Defender einen großen Einfluss haben.

Woods bringt dafür ein überzeugendes Gesamtprofil mit. Bei Clemson entwickelte er sich zu einem der auffälligsten Defensive Linemen des Programms und wurde 2025 als All-American ausgezeichnet. Über seine College-Karriere sammelte er 99 Tackles, 14,5 Tackles for Loss und 5 Sacks, während er in der Saison 2025 auf 30 Tackles und 2 Sacks kam. Diese Zahlen spiegeln nicht nur seine Produktivität wider, sondern auch seine konstante Präsenz an der Line of Scrimmage.

Sein größter Reiz liegt jedoch in seiner Explosivität und Vielseitigkeit im Interior. Woods ist nicht lediglich ein klassischer Run Stopper, sondern ein Defensive Tackle, der mit seinem ersten Schritt Druck erzeugen und Gaps aktiv attackieren kann. Genau diese Fähigkeit macht ihn zu einem potenziell disruptiven Spieler im Zentrum einer Defensive Line. Wenn Denver an dieser Stelle auf Best Player Available mit unmittelbarem Front-Seven-Impact setzt, ist Woods an Position 30 ein

vertretbarer Pick.

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New England Patriots – Max Iheanachor, T, Arizona State

Max Iheanachor ist ein Pick, der etwas mutiger wirkt, aber gut zum Bedarf der Patriots passt. Offensive Tackle gehört weiterhin zu den klaren Baustellen im Kader, weshalb New England langfristig nach Spielern mit Starter-Potenzial auf dieser Position suchen muss. Gerade am Ende der ersten Runde entscheiden sich Teams häufig bewusst für Prospects mit hoher Entwicklungskurve, anstatt nur auf bereits vollständig entwickelte Spieler zu setzen.

Iheanachor bringt genau dieses Entwicklungsprofil mit. Bei Arizona State etablierte er sich zunehmend als fester Bestandteil der Offensive Line und übernahm schließlich dauerhaft die Rolle als Right Tackle. Beobachter heben besonders seine Athletik, seine Beweglichkeit im Raum und seine physischen Voraussetzungen hervor, die ihn zu einem interessanten Tackle-Projekt für die NFL machen. Gleichzeitig gilt er noch nicht als vollständig ausentwickelter Lineman, sondern als Spieler mit klar ansteigender Entwicklungskurve. Zum Start seiner Karriere wird er Inside starten, jedoch bleibt abzuwarten, ob er sich nicht zum zukünftigen Left Tackle entwickeln kann.

Für New England würde dieser Pick daher weniger einen sofortigen fertigen Starter bedeuten, sondern vielmehr eine Investition in langfristiges Upside auf einer Premium-Position darstellen. Gerade am Ende der ersten Runde kann eine solche Wette auf Tools, Athletik und Entwicklungspotenzial strategisch sinnvoll sein, wenn das Team überzeugt ist, dass sich der Spieler in einem NFL-System weiter stabilisieren und zu einem zuverlässigen Starter entwickeln kann.

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Seattle Seahawks – Colton Hood, CB, Tennessee

Colton Hood ist ein sehr solider Abschluss-Pick für die erste Runde. Cornerback gehört weiterhin zu den klaren Needs der Seahawks, da die Secondary mehr Tiefe und langfristige Stabilität benötigt. Gerade für eine Defense, die viel Wert auf physische Coverage und vielseitige Defensive Backs legt, ist zusätzlicher Wettbewerb auf der Cornerback-Position sinnvoll.

Hood bringt dafür eine überzeugende Mischung aus Produktion und Entwicklungspotenzial mit. In der Saison 2025 verzeichnete er 50 Tackles, eine Interception, 8 Pass Breakups, einen Forced Fumble sowie einen Fumble Return Touchdown. Diese Zahlen zeigen nicht nur seine Aktivität in Coverage, sondern auch seine Fähigkeit, Plays zu machen und Ballverluste zu erzwingen.

Auch sein Karriereweg spricht für seine Anpassungsfähigkeit. Nach Stationen bei Auburn und Colorado fand Hood schließlich bei Tennessee eine stabile Rolle und konnte sich dort als verlässlicher Starter etablieren. Diese Erfahrung in unterschiedlichen Programmen zeigt, dass er sich schnell in neue Systeme einarbeiten kann. Für Seattle wäre er daher ein Cornerback mit guter Kombination aus Ballskills, Physis und Athletik, genau der Spielertyp, der am Ende der ersten Runde häufig als wertvoller Baustein für eine Secondary ausgewählt wird.

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Fabian Weigl beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der NFL und der NCAA und bringt seine Begeisterung für American Football in fundierte Analysen und Berichte ein. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Teams, Spielern und Spielstrategien hat er sich ein Wissen über den Sport angeeignet.

Beruflich ist er im Controlling tätig. Mit seinem ausgeprägten Blick für Details und aktuellen Entwicklungen möchte Fabian Weigl seine Leidenschaft für Football weiter vertiefen.

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