NFL Draft 2026 – Spielerprofil Quarterback Cole Payton

Athletischer Dual-Threat mit starkem Laufspiel – wie stabil bleibt sein NFL-Passing?

Lesezeit: 6 Min.
Quarterback Cole Payton in einem grün-gelben Trikot läuft mit dem Ball und zeigt dabei auf einen Verteidiger in einem weiß-roten Trikot - und zeigt damit Fähigkeiten, die beim NFL Draft 2026 zum Tragen kommen könnten. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

Cole Payton am College: North Dakota State Bison

Alter: 23 Jahre (26. Oktober 2002) | Größe: 6 ft 3 in (191 cm) | Gewicht: 233 lbs (106 kg)

Folge Cole Payton

2025 Statline

Spiele: 12 | Att: 225  | CMP: 162 | Comp.%: 72.0% | Yards: 2.719  | YPA: 12.1 | TD: 16 | INT: 4

Spielerprofil

Cole Payton ist ein athletischer, physischer Quarterback mit klarer Dual-Threat-Komponente, dessen NFL-Profil zunächst über Run-Value, Play-Action und Developmental Upside kommt. 2025 war er für North Dakota State extrem produktiv: 2.719 Passing Yards, 16 Passing Touchdowns, 4 Interceptions bei 72,0 Prozent Completion Rate sowie 777 Rushing Yards und 13 Rushing Touchdowns. Damit brachte er eines der effizientesten Gesamtprofile im FCS-Football auf Tape, gleichzeitig bleibt seine Projektion stark daran gebunden, ob sein Passing aus Struktur gegen NFL-Tempo und komplexere Defenses stabil genug werden kann.

Stärken

  • Sehr gute Athletik und Laufstärke

Payton ist kein Quarterback, der nur theoretische Lauf-Tools mitbringt, sondern ein realer QB-Run-Stressor mit nachgewiesener Produktion. Seine 777 Rushing Yards und 13 Rushing Touchdowns 2025 bestätigen ihn als echten Bestandteil des Run Games, nicht nur als situativen Scrambler. Gerade in Red-Zone- und Short-Yardage-Situationen bringt er durch seine Physis und Beweglichkeit unmittelbaren Mehrwert.

  • Hohe Toughness und Belastbarkeit

Seine Belastbarkeit wurde gegen Ende der Saison besonders sichtbar. NDSUs Playoff-Lauf wurde erst durch eine Niederlage gegen Illinois State endete, in der Payton sich einen Bruch am Wurfdaumen zuzog. Trotzdem reichte seine Saisonleistung für eine Senior-Bowl-Einladung und eine Combine-Teilnahme, was die Wahrnehmung seiner Wettbewerbsmentalität und seines Gesamtprofils klar stützt.

  • Funktionale bis gute Armstärke

Arm Talent ist einer der Gründe, warum er überhaupt als NFL-Quarterback-Projekt diskutiert wird. Beim Senior Bowl konnte er seine Armstärke und die Fähigkeit , den Ball auf mehrere Ebenen zu treiben hervorheben, dort zeigte er unter anderem den längsten Wurf des Tages mit einer 50-Yard-Bombe auf einen Deep Post. Das bestätigt deine Einschätzung, dass Wurfkraft als Entwicklungsbasis vorhanden ist, auch wenn die Konstanz noch nicht auf NFL-Starter-Niveau liegt.

  • Effektiv in Play-Action und bei vereinfachten Reads

Seine Effizienz 2025 war auffällig hoch: 72,0 Prozent Completion Rate und 12,1 Yards pro Versuch. Diese Zahlen sprechen für einen Quarterback, der aus klaren Looks, Play-Action-Strukturen und definierten Reads aggressiv und produktiv arbeiten kann. Genau darin liegt aktuell sein bestes Passing-Profil.

  • Erfahrung in einer strukturierten, lauflastigen Offense

North Dakota State nutzte Payton in einer physischen, run-heavy Offense, in der Quarterback-Run, Play-Action und Effizienz aus kontrollierten Strukturen eng miteinander verbunden waren. Das passt gut zu seiner Spielweise: Er ist derzeit am stärksten, wenn das Scheme ihm klare Antworten gibt und seine Athletik die Defense zusätzlich belastet. Diese Einordnung wird durch seine Produktionsverteilung und sein Rushing-Profil klar gestützt.

  • Red-Zone-Wert

Seine 13 Rushing Touchdowns 2025 machen ihn zu einem klaren Red-Zone-Faktor. In NFL-Kontexten eröffnet das kurzfristig Package-Value über QB-Keepers, Read-Option-Elemente und physische Goal-Line-Konzepte. Selbst wenn der Passing-Anteil Zeit braucht, kann genau dieser Punkt ihm früh einen Kaderwert geben.

Schwächen

  • Begrenztes Passing-Upside im aktuellen Stand

Trotz der starken Effizienz ist seine Projektion als Vollzeit-NFL-Passer noch unsicher. Er stützt sich hauptsächlich auf sein Talent und seine Tools statt auf eine Passing-Konstanz zu setzen. Das deckt sich mit dem Gesamtbild: Die Produktionszahlen sind stark, aber das operative Passing muss noch belastbarer werden.

  • Geringere Vergleichbarkeit des Competition-Levels

Der FCS-Kontext bleibt ein echter Projektionstest. Seine Zahlen sind stark, aber die Übertragung auf NFL-Geschwindigkeit und komplexere Coverage-/Pressure-Looks ist weniger direkt als bei Power-Conference-Quarterbacks.

  • Limitierte Progressionsarbeit

Aktuell wirkt sein Passing-Profil noch stärker von klaren Reads und strukturierten Looks abhängig als von vollständiger Full-Field-Operation. Das folgt aus seinem Einsatzprofil bei NDSU und aus der Art, wie seine Evaluation beschrieben wird: als talentierter, entwicklungsbedürftiger Quarterback mit Scheme-Hilfe, nicht als bereits ausgereifter Dropback-Processor.

  • Positionsunscharfes Kurzfrist-Profil

Kurzfristig ist sein NFL-Wert wahrscheinlich eher über Packages, QB3-/QB2-Rollen und situativen Einsatz zu erzeugen als über einen klassischen Dropback-Starter-Pfad.

Talentprognose

Cole Payton projiziert am besten in eine run-heavy Offense mit Read-Option, Quarterback-Run-Paketen und Play-Action-Elementen, die seine Athletik aktiv als Stressor nutzt. Kurzfristig wirkt er wie ein Developmental Quarterback mit Camp- und Package-Value, langfristig kann er bei guter Entwicklung ein Starter in der Liga werden, jedoch ist diese Projection an viele „Wenns“ geknüpft. Dass daraus mehr werden kann, hängt fast vollständig davon ab, ob sein Passing aus Struktur konsistenter, schneller und gegen höheres Tempo belastbarer wird. Sein Arm, sein Frame und seine Laufproduktion machen ihn interessant, aber die Projektion bleibt deutlich stärker tool- und rollenbasiert als bei klassischen Dropback-Startern.

Draft Grade:                      Mid Day Three

Erwartete Draft Runde:    Forth – Fifth Round

Was ist die größte Stärke von Cole Payton als NFL-Quarterback-Projekt?
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Fabian Weigl beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der NFL und der NCAA und bringt seine Begeisterung für American Football in fundierte Analysen und Berichte ein. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Teams, Spielern und Spielstrategien hat er sich ein Wissen über den Sport angeeignet.

Beruflich ist er im Controlling tätig. Mit seinem ausgeprägten Blick für Details und aktuellen Entwicklungen möchte Fabian Weigl seine Leidenschaft für Football weiter vertiefen.

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