Seahawks Quarterback Sam Darnold ist Super Bowl Champion. Ein Satz, der vor wenigen Jahren wohl kaum jemandem realistisch erschienen wäre.
Als Darnold nur drei Jahre nach seiner Auswahl an dritter Stelle im NFL Draft von den New York Jets abgegeben wurde, schien der Weg an die Spitze der Liga weit entfernt. Noch unwahrscheinlicher wirkte dieses Ziel, als er im Laufe seiner sechsten Saison von den Carolina Panthers zu den San Francisco 49ers weiterzog. Erst im vergangenen Jahr fand Darnold bei den Minnesota Vikings wieder in die Spur und legte anschließend bei den Seattle Seahawks noch einmal einen drauf. Mit ihm an der Spitze dominierte Seattle die NFC in der Regular Season.
Im Super Bowl LX konnte Darnold zwar nicht an seine Glanzleistung aus dem NFC Championship Game anknüpfen, doch er spielte abgeklärt, vermied Fehler und führte die Seahawks zu einem souveränen 29:13-Erfolg gegen die New England Patriots. Nach dem Spiel sprach er mit NBC-Reporterin Melissa Stark über seinen ungewöhnlichen Karriereverlauf.
„Es ist unglaublich“, sagte Darnold. „Alles, was in meiner Karriere passiert ist – und das jetzt mit diesem Team zu erleben: Ich hätte es mir nicht anders wünschen können. Ich bin unglaublich stolz auf unsere Jungs. Vor allem über unsere Defense und die Special Teams kann ich gar nicht genug gute Worte verlieren.“
In den Tagen vor dem Super Bowl hatte Sam Darnold betont, dass es ihm nicht um persönliche Genugtuung gehe. Am Sonntag spielte seine Vergangenheit dennoch eine Rolle, als Stark ihn fragte, welche Botschaft andere aus seiner Geschichte ziehen könnten.
„Solange du an dich selbst glaubst, ist alles möglich“, sagte Darnold.
Der Satz mag an Basketball-Legende Kevin Garnett erinnern – doch Darnolds Karriere liefert ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wahr diese Worte sein können.



