Super Bowl LX: Wer live dabei sein will, braucht nicht nur Glück sondern vor allem Geld

Alexander R. HaidmayerThe Rob
Lesezeit: 5 Min.
Eine große, schwarze, leere elektronische Anzeigetafel im Levi's Stadium vor einem blauen Himmel. Hohe rote Tafeln auf der linken und oberen Seite zeigen das weiße Logo des Levi's® Stadium. Das Stadion, in dem der Super Bowl LX ausgetragen wird, zeigt unten rechts eine amerikanische Flagge und darunter Dachstrukturen. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert.
Foto: MichaelVi | Depositphotos

Der Super Bowl LX ist angerichtet: Seahawks vs. Patriots, NFL-Glamour, Halbzeitshow, Millionenpublikum. Und mittendrin – 68.500 Plätze im Levi’s Stadium, die wohl begehrtesten Sitzplätze im Sportjahr. Doch wer das Spiel nicht nur auf RTL, Game Pass oder DAZN sehen, sondern wirklich vor Ort sein will, muss aktuell vor allem eines mitbringen: ein prall gefülltes Konto.

09.02.2026
0:30
NFL – 2025-2026 / Post Season
SeattleSeahawks
Seahawks
Patriots
New EnglandPatriots

Denn während die NFL in ihren PR-Slogans gerne vom „größten Sportevent der Welt“ spricht, wirkt der Ticketmarkt inzwischen wie ein exklusiver Club: Eintritt nur für jene, die bereit sind, fünfstellige Beträge zu bezahlen.

Der Traum vom Super Bowl und die brutale Realität am Ticketmarkt

Super Bowl Tickets sind keine gewöhnlichen Event-Tickets. Es gibt keinen klassischen freien Verkauf wie bei einem Champions-League-Finale oder einem Konzert.

Viele der verfügbaren Karten gehen an:

  • die 32 NFL Teams,
  • Sponsoren und Partner,
  • Medien,
  • Hospitality-Kontingente,
  • VIP-Programme.

Der Rest landet meist über kurz oder lang im Wiederverkauf. Und genau dort beginnt die Preisexplosion.

Einstiegspreis: ab 6.500 bis 7.000 Dollar für die billigsten Plätze

Wer aktuell auf seriösen Resale-Plattformen nachschaut, merkt schnell: Der Begriff „günstig“ hat beim Super Bowl eine neue Bedeutung.

Die billigsten verfügbaren Tickets bewegen sich derzeit etwa bei:

6.500–7.000 US-Dollar
(umgerechnet grob 6.000–6.500 Euro)

Und das sind nicht die Plätze, bei denen man den Quarterback beim Audiblen hört – sondern eher jene, bei denen man den Spielzug erst auf der Videowall wirklich erkennt.

Für viele Fans ist das trotzdem der Einstieg: „Hauptsache drin.“ Der Super Bowl als einmaliges Erlebnis, egal wie weit oben man sitzt.

Normalpreis? Zwischen 8.000 und 10.000 Dollar wird’s realistisch

Wer nicht im obersten Rang landen will, sondern ein Ticket mit halbwegs brauchbarer Sicht sucht, landet schnell in der nächsten Preiszone:

8.000–10.000 US-Dollar
(also rund 7.500–9.000 Euro)

In diesem Bereich liegt auch ungefähr der Durchschnitt, den viele Ticketkäufer zahlen. Und spätestens hier ist klar: Das ist kein reines Sportevent mehr, das ist eine Luxusreise in Ticketform.

Premium & Mittellinie: ab 10.000 Dollar bis nach oben offen

Für alle, die näher ans Geschehen wollen – also Mittellinie, Club Seats, bessere Reihen – wird’s endgültig absurd:

10.000 bis 25.000 US-Dollar sind keine Seltenheit.

Und wer denkt, damit sei das Ende erreicht, unterschätzt den Resale-Markt. Denn Super Bowl bedeutet auch:

  • VIP-Suiten,
  • Celebrity-Logen,
  • exklusive Hospitality-Zonen.

Hierbei geht es allerdings nicht mehr um Football sondern um Status.

Der teuerste Weg: Hospitality-Pakete und VIP-Erlebnisse

Die NFL selbst verkauft über ihren offiziellen Partner On Location sogenannte Hospitality-Pakete: Ticket + Events + Extras.

Klingt nach Traum? Ist es auch – aber finanziell eher ein Albtraum.

Denn diese Pakete sind häufig im fünfstelligen Bereich pro Person, je nach Kategorie.

Was man dafür bekommt:

  • garantierter Eintritt,
  • bessere Plätze,
  • Pre-Game-Partys,
  • exklusive Lounges,
  • teils Meet & Greets.

Für Fans ist das eher ein „Once in a Lifetime“-Ding – für Unternehmen ein steuerlich motiviertes Networking-Event.

Warum ist das so teuer?

Ganz einfach: Angebot vs. Nachfrage.

  • 68.500 Plätze sind für die NFL winzig.
  • Millionen Fans weltweit wollen hin.
  • Super Bowl ist ein gesellschaftliches Ereignis – nicht nur Sport.

Dazu kommt: Der Ticketmarkt ist längst ein eigener Wirtschaftszweig. Tickets sind Spekulationsobjekte. Wer früh Kontingente erhält, verkauft später weiter – oft mit massivem Aufschlag.

Kurz gesagt: Der Super Bowl ist die perfekte Mischung aus Sport, Mythos und Kapitalismus.

Und was ist mit deutschen Fans?

Wer aus Deutschland anreist, muss Ticketpreise auch im Gesamtkontext sehen. Denn ein realistischer Kostenrahmen (pro Person) sieht so aus:

  • Ticket: 6.000–10.000 €
  • Flug: 800–1.500 €
  • Hotel (Super-Bowl-Woche, 4–5 Nächte): 1.500–4.000 €
  • Transport, Essen, Events: 500–1.500 €

Gesamt: 9.000 bis 17.000 Euro

Und dabei reden wir noch nicht von Luxus, sondern von einem „normalen“ Fan-Trip.

Super Bowl LX live? Für die Meisten nur ein Fernseherlebnis

Der Super Bowl LX in Santa Clara wird wieder ein Spektakel. Aber für viele Fans bleibt es genau das: ein Spektakel vor dem Bildschirm.

Denn wenn die billigsten Tickets mittlerweile in Regionen liegen, in denen man früher ein Auto gekauft hat, dann ist klar:

Der Super Bowl ist sportlich der Höhepunkt – aber finanziell längst ein Event für eine andere Welt.

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Dieser Badge zeichnet FootballR als Super Bowl akkreditiertes Medium und Alexander R. Haidmayer als Super Bowl akkreditierten Journalisten aus! Logo mit schwarzem Schild und silbernem Rand. Oben ist eine silberne Trophäe in Form eines Footballs abgebildet. Unter der Trophäe steht in Großbuchstaben, ebenfalls in Silber, „SUPER BOWL AKKREDITIERTES MEDIUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert.

Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR.

Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht.

Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.

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