Eine Studie schätzt, dass 74,5 Prozent der zwischen 2008 und 2023 verstorbenen ehemaligen NFL-Spieler CTE hatten. Die Analyse umfasste 2.362 Spieler, die im Schnitt etwa fünf Jahre in der Liga aktiv gewesen waren.
Bei 396 gespendeten und neuropathologisch untersuchten Gehirnen fanden sich in 93,5 Prozent der Fälle Anzeichen von CTE. Weil Familien von Spielern mit kognitiven Beschwerden eher ein Gehirn für die Forschung spenden, korrigierten die Forschenden ihre Schätzung für diese mögliche Verzerrung. Daraus ergab sich eine geschätzte Prävalenz von rund 74,5 Prozent – etwa 1.760 Spieler. Eine konservative Berechnung kam auf 63,7 Prozent.
Die Ergebnisse beziehen sich auf ehemalige NFL-Spieler, die in diesem Zeitraum starben, nicht auf alle lebenden Profis. CTE lässt sich derzeit nur nach dem Tod anhand von Gehirngewebe diagnostizieren. Die Schätzung bedeutet daher nicht, dass jeder betroffene Spieler zu Lebzeiten Symptome hatte. Außerdem schätzten die Forschenden, dass 27,2 Prozent der untersuchten Spieler im Laufe ihres Lebens Demenz hatten, unabhängig von der Ursache.
