Sheldon Rankins trug einen Fumble von Aaron Rodgers zu Beginn des vierten Viertels 33 Yards zum Touchdown zurück und setzte damit ein Ausrufezeichen hinter die dominante Vorstellung der bestplatzierten Defense der NFL. Die Houston Texans besiegten die Pittsburgh Steelers am Montagabend klar mit 30:6 und feierten damit den ersten Auswärts-Playoff-Sieg der Franchise-Geschichte.
Die Texans (13-5) treten nun am Sonntagabend in der Divisional Round bei den New England Patriots (15-3) an.
C.J. Stroud leistete sich zwar drei Turnovers, war aber dennoch maßgeblich am Erfolg beteiligt. Der Quarterback warf im ersten Viertel einen Touchdown-Pass auf Christian Kirk, der mit acht Receptions für 144 Yards glänzte. Woody Marks steuerte 112 Rushing-Yards bei und führte eine Texans-Offense an, die zuvor in den Playoffs auswärts noch sieglos gewesen war (0-6).
Marks’ 13-Yard-Touchdown-Lauf 3:43 Minuten vor Schluss sorgte für die Vorentscheidung. Weniger als eine Minute später setzte Calen Bullock mit einem 50-Yard-Pick-Six nach – Houston erzielte damit den zweiten defensiven Touchdown des Abends. Es war Rodgers’ letzter Pass des Spiels – und möglicherweise seiner 21-jährigen NFL-Karriere.
Rodgers brachte es lediglich auf 146 Passing-Yards, während Pittsburgh insgesamt nur 175 Yards Offense produzierte. Der vierfache MVP kündigte an, sich Zeit zu nehmen, um über seine Zukunft in der kommenden Saison zu entscheiden.
Obwohl Rodgers im Saisonendspurt ein entscheidender Faktor für den Gewinn der AFC North war, knüpfte seine Playoff-Leistung nahtlos an die Probleme seiner Vorgänger Russell Wilson und Mason Rudolph an. Die Steelers verloren damit ihr siebtes Playoff-Spiel in Folge und erstmals seit 1991 ein Monday-Night-Playoff-Heimspiel.
Symbolisch für den bitteren Abend: Bei Bullocks Interception versuchte Rodgers vergeblich, den Verteidiger noch vor der Endzone zu stoppen. Möglicherweise endete damit eine Hall-of-Fame-Karriere auf besonders schmerzhafte Weise.



