Kenneth Walker III ist zum wertvollsten Spieler des Super Bowl LX gewählt worden. Der Running Back führte die Seattle Seahawks mit einer starken Allround-Leistung zu einem 29:13-Sieg über die New England Patriots und wurde damit als erster Running Back seit Terrell Davis (Super Bowl XXXII) mit der MVP-Auszeichnung geehrt.
Walker kam auf insgesamt 161 Scrimmage Yards – 135 Rushing Yards und 26 Receiving Yards – und stellte damit die produktivste Leistung eines Running Backs in einem Super Bowl seit Davis auf. Mit seinen 135 Rushing Yards liegt er zudem gemeinsam mit Thurman Thomas auf Rang acht der besten Rushing-Leistungen in der Super-Bowl-Geschichte. Nur zwei Spieler vor ihm erreichten jemals die Marke von 125 Rushing Yards und 25 Receiving Yards in einem Super Bowl.
Obwohl Walkers Einfluss auf das Spiel unübersehbar war, hätte der MVP ebenso gut an Seattles Defense gehen können. Die Seahawks erzwangen drei Turnovers, sackten Patriots-Quarterback Drake Maye sechs Mal und hielten New England über weite Strecken komplett unter Kontrolle. Uchenna Nwosu sorgte mit einem 45-Yard-Interception-Return-Touchdown für eines der entscheidenden Highlights, während Byron Murphy und Derick Hall jeweils zwei Sacks verbuchten.
Wie schon im Vorjahr – als Jalen Hurts den MVP vor der Eagles-Defense erhielt – fiel die Wahl am Ende dennoch auf einen Offensivspieler. Walker hatte dabei sogar noch Pech: Ein 49-Yard-Touchdown-Lauf wurde im vierten Viertel wegen eines Holdings zurückgepfiffen.
In den gesamten Playoffs übernahm Kenneth Walker III nach der Knieverletzung von Zach Charbonnet eine Schlüsselrolle und kam in drei Spielen auf 313 Rushing Yards, vier Touchdowns sowie 104 Receiving Yards. Umso bemerkenswerter: Der 25-Jährige steht im kommenden Sommer vor der Free Agency.
Ebenfalls erwähnenswert: Kicker Jason Myers stellte mit fünf verwandelten Field Goals einen Super-Bowl-Rekord auf, blieb aber – wie alle Kicker vor ihm – ohne MVP-Auszeichnung. Ein Special Teamer wartet damit weiterhin auf diese besondere Ehre.



