Matthew Stafford und die Los Angeles Rams haben einen echten Playoff-Thriller überstanden. Nach einem unglaublichen Wurf von Caleb Williams, der die Partie in die Overtime zwang, setzten sich die Rams Sonntagnacht mit 20:17 gegen die Chicago Bears durch und zogen ins NFC Championship Game ein.
Den entscheidenden Moment lieferte Harrison Mevis, der in der Overtime ein 42-Yard-Field-Goal verwandelte. Zuvor hatte Kam Curl einen tiefen Pass von Williams bei Chicagos erstem Ballbesitz in der Overtime abgefangen. Stafford brachte die Rams mit einem 16-Yard-Pass auf Puka Nacua in Field-Goal-Reichweite und bereitete damit den Siegtreffer von Mevis vor. Während Mevis von seinen Mitspielern gefeiert wurde, verstummte das zuvor noch lautstarke Publikum nahezu vollständig.
Die Rams (14–5) treffen nun am kommenden Sonntag auswärts auf ihren NFC-West-Rivalen Seattle Seahawks. Es ist Los Angeles’ erster Einzug ins Conference Championship Game seit der Saison 2021, an deren Ende der Super-Bowl-Sieg stand. Seattle hatte San Francisco bereits am Samstag mit 41:6 deutlich besiegt.
„Es war verrückt“, sagte Stafford nach dem Spiel. „Es ging ständig hin und her. Offensiv waren wir nicht bei unserem Besten, aber unsere Defense hat das Spiel dominiert. Der Fourth-Down-Wurf von Caleb war überragend und hat sie in die Overtime gebracht. Umso glücklicher sind wir, dass wir den Ball noch einmal zurückbekommen haben.“
Los Angeles führte in der Schlussminute mit 17:10, als die Bears vor einem Fourth-and-4 an der 14-Yard-Linie standen. Williams wich dem Pass Rush zurückweichend aus und schleuderte den Ball zu Cole Kmet, der 18 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich erzielte. Offiziell wurde der Spielzug als 14-Yard-Touchdown gewertet, tatsächlich flog der Ball laut NFL Next Gen Stats jedoch 51,2 Yards durch die Luft.
CALEB WILLIAMS YOU ARE RIDICULOUS
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— Chicago Bears (@ChicagoBears) January 19, 2026
Williams warf zwei Touchdowns, leistete sich aber auch drei Interceptions. Die Bears (12–7), die unter Neo-Head-Coach Ben Johnson sieben Comeback-Siege im vierten Viertel gefeiert hatten, blieben dieses Mal unbelohnt. Chicago hatte sich nach dem letzten Platz im Vorjahr überraschend den NFC North Titel gesichert.



