Bo Nix ist überzeugt, dass er nach seinem Knöchelbruch ohne Einschränkungen zurückkommen wird und zwar genau so, wie man ihn kennt: als beweglichen Dual-Threat-Quarterback.
Der Spielmacher der Denver Broncos hatte sich in den Playoffs den rechten Knöchel gebrochen und dadurch das AFC Championship Game verpasst. Für Nix war es jedoch kein „Warnsignal“, sondern schlicht Pech.
„Das ist nichts, was mich beunruhigt oder mir Angst macht – so nach dem Motto, ich sei jetzt verletzungsanfällig oder so“, sagte Nix am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. „Das war einfach ein unglücklicher Football-Spielzug. Ich freue mich jetzt schon darauf, wieder loszulegen.“
Sauberer Bruch und eine schnelle OP
Nix erklärte, ein kleiner Fehltritt habe zu einem sauberen Bruch geführt, der operativ unkompliziert zu beheben gewesen sei. Er ließ sich in Birmingham (Alabama) von Dr. Norman E. Waldrop III (Andrews Sports Medicine and Orthopedic Center) operieren.
„Das war ein sehr schneller Eingriff, eine einfache Operation – im Grunde nur ein simpler Knochenbruch“, so Nix. „Alles wurde stabilisiert. Toller Chirurg, tolle Betreuung. Und jetzt bin ich schon wieder auf dem Weg der Genesung. Vier bis sechs Wochen – dann bin ich wieder im Training.“
Zudem stellte Nix klar, dass die Verletzung nichts mit früheren Knöchelproblemen aus Highschool- oder College-Zeiten zu tun habe. Entscheidend sei vielmehr eine sich entwickelnde Stressfraktur gewesen, die schließlich komplett brach.
Durabilty? Bo Nix winkt ab
Auch Sorgen um seine Haltbarkeit weist der Broncos-QB zurück – und verweist auf seine Historie.
„Ich habe wahrscheinlich vier Jahre lang über 60 Spiele am Stück gemacht, ohne welche zu verpassen“, sagte Nix. „Ich mache mir da wirklich keine Gedanken. Bei so einem simplen Bruch fühle ich mich wieder wie neu – ohne irgendwelche Hürden, wenn es mit dem Training wieder losgeht.“
Dass er jetzt ohnehin gezwungen ist, ein paar Wochen kürzerzutreten, sieht er sogar positiv:
„Ich wollte mir nach der Saison sowieso etwas Zeit nehmen. Jetzt muss ich es eben wirklich tun – ich kann den Drang nicht ausleben, zu früh wieder rauszugehen.“
Und ganz so untätig ist er dabei nicht: Diese Woche war Nix bereits mit seinem medizinischen Scooter im Teamgebäude unterwegs, um sich bei Coaches und Mitspielern zu verabschieden.
Das AFC-Finale verpasst: „Es war furchtbar“
Dass er das AFC-Finale nur als Zuschauer verfolgen konnte, traf ihn hart.
„Es war furchtbar. Man fühlt sich hilflos“, sagte Nix. „Du gehst raus – und die Show läuft einfach weiter. Das ist das Härteste. … Es war ein Dämpfer. Es war eine harte Woche.“
Nix sah das Spiel aus einer Suite im Empower Field at Mile High, nachdem er aus Alabama zurückgekehrt war. Besonders bitter: Zunächst hatte er die Tragweite der Verletzung gar nicht erkannt – er feierte noch Denvers 33:30-Sieg, der durch ein Field Goal von Wil Lutz entschieden wurde. Der Drive war zuvor durch eine Interception von Ja’Quan McMillian gegen Josh Allen ermöglicht worden.
Als klar wurde, dass seine Saison beendet ist, war der Frust groß:
„Du spielst so lange, machst so viele Spiele, hast so eine Saison – und dann endet alles so abrupt. Das ist einfach mies.“
Im AFC Championship Game sprang Jarrett Stidham für Nix ein – und lieferte eine Reihe von Fehlern. Unter anderem verlor er einen Fumble an der eigenen 12-Yard-Line, der den New England Patriots den Weg zu ihrem einzigen Touchdown ebnete. Am Ende zog New England in den Super Bowl ein.
Blick nach vorn: Nix will freier spielen
Nix betonte, dass ihn die Verletzung nicht ausbremsen werde – im Gegenteil.
„Das wird weder mein Training noch meine Saison nächstes Jahr beeinflussen“, sagte er. „Wenn überhaupt, hilft es mir, freier zu spielen – weil man weiß: Gegen solche Freak-Verletzungen kannst du nichts machen.“
Sein Fokus sei längst wieder auf 2026 gerichtet:
„Meine Gedanken sind schon beim nächsten Jahr – wie ich besser werden kann, wie ich dieses Team besser führen und besser spielen kann.“
Bo Nix führte Denver zu zwei Playoff-Teilnahmen in Folge und stellte in seinen ersten beiden NFL-Jahren Russell Wilsons Rekord ein: 24 Regular-Season-Siege in den ersten zwei Saisonen.


