Die Chicago Bears sind nach Jahren wieder bereit, an die Playoffs zu denken. Der 24:15-Sieg am Freitag gegen den amtierenden Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles im Lincoln Financial Field stärkte die Glaubwürdigkeit von Chicagos Run in den ersten zwölf Spielen unter Ben Johnson enorm. Die Bears haben neun ihrer letzten zehn Spiele gewonnen und sind auf den zweiten Platz der NFC vorgerückt – eine Position, die zuvor den Eagles gehörte.
Wie die Bears gingen auch die Eagles mit der besten Bilanz ihrer Division und identischem Rekord in Woche 13. Das war der Rahmen für Chicagos bisher größte Bewährungsprobe. Die Botschaft nach dem Sieg gegen einen echten Konkurrenten in der eigenen Conference, und das auch noch im Prime-Time-Spiel?
„[Dass] wir es wirklich draufhaben“, sagte Running Back D’Andre Swift.
Vor einigen Wochen, als die Bears ihre aktuelle Fünf-Spiele-Siegesserie starteten – die längste seit 2018 – wollten Spieler und Trainer noch nicht an die Playoffs denken. Nach einem Sieg dieser Größenordnung hat sich diese Einstellung geändert.
„Wir sollten selbstbewusst sein“, sagte Safety Jaquan Brisker. „Wir sollten uns vor nichts scheuen. Wir sind gerade voll im Flow und können uns weiter verbessern. Genau so sollten wir an die Playoffs denken. Wir haben eine Menge Kämpfer im Team, und genau so entwickeln wir uns und verändern die Kultur. Also ja, so sollten wir denken.“
Die Bears setzten im Spiel gegen die Eagles vor allem auf ihre Run-Offense. Swift und Running Back-Kollege Kyle Monangai waren die treibenden Kräfte hinter Chicagos zweitbestem Laufspiel der Saison (281 Yards). Sie sorgten mit langen Drives für das Tempo. Chicago hatte am Freitag fast 19 Minuten mehr Ballbesitz und erlief 17 von 28 First Downs, während die Eagles nur zwei durch Laufspiel erzielten.
Mit dem Rückenwind dieses Erfolgs blicken die Bears nun zuversichtlich auf die kommenden Wochen. Die Playoff-Chancen stehen so gut wie lange nicht mehr, und das Team scheint bereit, den nächsten Schritt zu gehen.
„Wir wissen, dass noch viel Arbeit vor uns liegt“, betonte Coach Ben Johnson. „Aber wenn wir so weitermachen, können wir Großes erreichen. Jeder im Team glaubt daran, und das ist das Wichtigste.“


