Die Detroit Lions haben Offensive Coordinator John Morton nach nur einer Saison entlassen. Das gab das Team am Dienstag bekannt.
Morton, 56 Jahre alt, war als Nachfolger von Ben Johnson verpflichtet worden, der nach der rekordverdächtigen 15-Siege-Saison 2024 der Lions als Head Coach zu den Chicago Bears wechselte.
In der abgelaufenen Saison erreichten die Lions mit einer Bilanz von 9-8 nicht die Playoffs – erstmals seit 2022.
Headcoach Dan Campbell übernahm ab Woche 10 nach einer überraschenden 24:27-Niederlage gegen Minnesota die Playcalling-Aufgaben von Morton. Campbell erklärte, er habe noch nicht entschieden, ob er die Rolle des Playcallers dauerhaft übernehmen werde.
„Ich bin für alles offen. Ich weiß noch nicht genau, wo ich stehe. Ein Vorteil wäre, dass man sich keine Sorgen machen muss, dass der Playcaller das Team verlässt“, sagte Campbell am Montag. „Das wäre definitiv ein Pluspunkt.“
„Aber ich werde das alles genau überdenken und möchte vor allem das tun, was am besten für das Team ist – das schließt diese Entscheidung mit ein“, fügte er hinzu. „Wenn ich glaube, dass es das Beste für uns ist und ich mich damit wohlfühle, dann mache ich es. Wenn nicht, dann eben nicht.“
Obwohl Detroit mit durchschnittlich 28,3 Punkten pro Spiel zu den offensivstärksten Teams der Liga gehörte, fehlte es der Mannschaft in dieser Saison abseits einiger Big Plays an einer klaren offensiven Identität. Das trotz Pro-Bowl-Spielern wie Amon-Ra St. Brown und Jahmyr Gibbs sowie weiterer Leistungsträger.
Unter Ben Johnson hatten die Lions 2024 mit 33,2 Punkten pro Spiel die Liga angeführt.
John Morton war bereits 2022 als Senior Offensive Assistant Teil von Campbells Lions-Stab, bevor er 2023 und 2024 als Passing Game Coordinator unter Sean Payton bei den Denver Broncos arbeitete.
Die Entlassung Mortons markiert einen weiteren Umbruch im Trainerstab der Lions, die nun vor der Herausforderung stehen, ihre Offense neu auszurichten und den Weg zurück in die Playoffs zu finden.



