NFL Draft 2026 – Die besten Safeties im Draft

Wie Caleb Downs mit Intelligenz und Vielseitigkeit die NFL-Defenses revolutioniert

Lesezeit: 84 Min.
Caleb Downs - Ein Mann mit Brille und schwarzem Kapuzenpulli mit der Nummer 34 sitzt in einer Studioumgebung und spricht in ein Mikrofon mit der Aufschrift "Disney+", um über Safeties und ihre Aussichten für den NFL Draft 2026 zu sprechen. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / Icon Sportswire

A.J. Haulcy

College: LSU Tigers
Alter: 22 Jahre (10. Januar 2004) | Größe: 6 ft 0 in (183 cm) | Gewicht: 215 lbs (98 kg)

2025 Statline

Games: 13 | Tackles: 66 | INT: 3 | Pass Breakups: 4 | Allowed Yards: 265 | Allowed TDs: 0 | Completion Rate Allowed: 74.2 %

Folge Safeties

Spielerprofil

A.J. Haulcy ist ein Safety-Prospect, dessen Profil vor allem über Instinkte, Physis und eine sehr klar erkennbare Rolle in split-safety- und robberartigen Strukturen interessant wird. Er spielt nicht wie ein klassischer High-Post-Safety, der über seltene Reichweite den tiefen Raum allein kontrolliert, sondern wie ein Verteidiger, der Konzepte früh erkennt, Quarterback-Augen sauber liest und aus dieser Verarbeitungsgeschwindigkeit heraus Plays an sich zieht. Genau darin liegt sein NFL-Wert. Haulcy ist kein bloßes Box-Safety-Projekt, sondern ein Spieler, dessen Tape bereits wie das eines pro-ready Zone-Defenders aussieht. LSU bekam 2025 einen sofortigen Difference-Maker, der die Saison mit 89 Tackles, drei Interceptions und vier Pass Breakups beendete und First-Team-All-SEC- sowie All-America-Ehrungen mitnahm.

Was sein Profil besonders spannend macht, ist die Verbindung aus Ballproduktion und Körperlichkeit. Viele physische Safeties bringen zwar Präsenz gegen den Lauf mit, verlieren in Coverage aber an Kontrolle, sobald sie mehr lesen und übergeben müssen. Bei Haulcy greifen diese Ebenen deutlich besser ineinander. Seine 2025er PFF-Daten zeigen eine 88.6 Coverage Grade, drei Interceptions, vier Breakups und ein zugelassenes Passer Rating von nur 59.0. Das passt sauber zum Tape: Haulcy gewinnt Reps nicht über spektakuläre Recovery-Athletik, sondern über Antizipation, Timing und das Verständnis dafür, wann er Fenster schließen kann, ohne seine Struktur zu verlieren. Seine Projection hängt deshalb weniger an seltenen Traits als an einer sehr klaren Identität als physischer, intelligenter und turnover-affiner Safety.

Stärken

  • Sehr starke Zone-Instinkte

Haulcys klarste Stärke ist seine Arbeit in Coverage-Strukturen, in denen er lesen, triggern und aus dem Konzept heraus angreifen kann. Er erkennt Route-Kombinationen früh, spielt mit ruhigen Augen und attackiert den Ball mit Timing statt bloßem Risiko. Genau deshalb entstehen seine Turnovers nicht zufällig. Zehn Karriere-Interceptions über drei Programme hinweg sind kein Ausreißer, sondern Ausdruck eines Spielers, der Quarterbacks versteht und Würfe antizipiert. Vor allem in split-field Looks, robber alignments und halben Feldverantwortungen wirkt sein Spiel natürlich und tragfähig.

  • Ballskills und Playmaking-Faktor

Haulcy ist keiner dieser Safeties, die zwar oft in Ballnähe auftauchen, den Play aber nicht beenden. Er produziert den Ball. Drei Interceptions 2025, dazu vier Breakups und eine lange Karriere mit konstanter Ballproduktion unterstreichen, dass er den Catch Point aktiv beeinflusst. Dabei wirkt sein Ballverhalten nicht panisch. Er attackiert den Ball eher wie ein Defender mit Receiver-Händen als wie ein reiner Hitter, der nur spät noch Schaden begrenzen will. Gerade für NFL-Teams, die im Backend mehr Turnover-Wert suchen, ist das ein echter Pluspunkt.

  • Physis und Downhill-Verhalten

Ein großer Pluspunkt in Haulcys Profil ist, dass seine Coverage-Stärke nicht losgelöst von seinem Spiel gegen den Lauf existiert. Er bringt einen kräftigen Frame mit, arbeitet downhill mit Überzeugung und scheut keinen Kontakt. Seine 89 Tackles 2025 und insgesamt 347 Career Tackles sprechen nicht nur für Aktivität, sondern für einen Spieler, der über alle Downs hinweg eingebunden werden kann. Gerade aus tieferen oder halbtiefen Alignments kommt er aggressiv nach vorne, füllt Räume mit Entschlossenheit und verleiht der Defense spürbar mehr Härte.

  • Hoher Floor durch Erfahrung und Rollenverständnis

Haulcy bringt ungewöhnlich viel Erfahrung mit. Er hat auf drei FBS-Programmen gestartet, seine Produktion gegen stärkere Konkurrenz gehalten und sich stilistisch trotzdem treu geblieben. Das ist wichtig, weil sein Profil dadurch nicht wie das eines Spätentwicklers wirkt, sondern wie das eines Spielers, der bereits sehr genau weiß, wie er gewinnt. Diese Erfahrung hebt seinen Floor klar an. Selbst wenn nicht jeder Teil seines Spiels auf NFL-Niveau skaliert, bleibt eine Baseline als funktionaler, intelligenter und physischer Safety wahrscheinlich.

  • Scheme-Fit für moderne Match- und Split-Safety-Defenses

Haulcy ist kein Safety, bei dem man lange nach der natürlichen NFL-Rolle suchen muss. Sein Profil liest sich ziemlich klar: am stärksten in Defenses, die mit zwei tiefen Safeties starten, Post-Snap rotieren und ihm erlauben, als Robber, Down Safety oder halbfeldverantwortlicher Zonenverteidiger zu arbeiten. Dort kann er seine Augen, seine Trigger und seine Physis maximal einbringen. Gerade in solchen Systemen sollte sein Übergang in die NFL vergleichsweise sauber verlaufen.

Schwächen

  • Kein echter Single-High-Range-Spezialist

Der größte strukturelle Vorbehalt in Haulcys Profil ist, dass sein bestes Football nicht im permanenten tiefen Raum entsteht. Er kann tief spielen, aber sein Spiel lebt klar stärker davon, dass er lesen, nach vorne arbeiten und aus Struktur heraus Einfluss nehmen kann. Für Teams, die ihren Free Safety dauerhaft als großen Raumverteidiger ohne viel Hilfe einsetzen wollen, ist sein Profil deshalb weniger ideal. Seine beste NFL-Version entsteht nicht als frei schwebender Middle-of-the-Field-Safety, sondern in enger definierten Coverage-Familien.

  • Limitierte Recovery-Speed gegen vertikale Belastung

Haulcy bringt genug Athletik für die Position mit, aber sein Profil lebt stärker von Verarbeitung als von Ausnahme-Speed. Sobald er vertikal aus der Struktur gezwungen wird oder gegen sehr explosive Targets drehen und mitlaufen muss, wird sichtbarer, dass er nicht zu den seltenen Recovery-Athleten auf der Position gehört. Das begrenzt ein Stück weit sein Ceiling als komplett universeller Safety und erklärt, warum seine beste Projektion eher in zonen- und patternorientierten Systemen liegt.

  • Tackling-Technik nicht immer sauber genug

So wertvoll seine Physis ist, sie bringt auch das Risiko einer Schwäche mit. Haulcy spielt hart, aber nicht immer kontrolliert genug. 16 Missed Tackles 2025 machen ihn nicht zu einem schlechten Tackler, aber es ist ein echter Korrekturpunkt, weil NFL-Ballträger solche technischen Ungenauigkeiten konsequenter bestrafen als viele College-Offenses.

  • Rollenabhängiger als die ganz seltenen Top-Safeties

Haulcy ist ein starker Prospect, aber sein Wert ist etwas stärker an die richtige Struktur gekoppelt als bei den wirklich universellen Blue-Chip-Safeties einer Klasse. Er kann viel, aber nicht alles in gleicher Qualität. Wenn er in seine Stärken hinein eingesetzt wird, kann er ein sehr wertvoller Starter sein. Muss er jedoch jede Coverage-Familie und jede Raumverantwortung in identischer Güte abdecken, werden seine Grenzen deutlicher sichtbar. Das schmälert seine Projection nicht grundsätzlich, prägt aber die Art seines NFL-Fits.

Talentprognose

A.J. Haulcy bringt eines der funktional klareren Safety-Profile des 2026er Jahrgangs mit. Sein Wert entsteht nicht aus bloßer Athletikprojektion, sondern aus einer bereits sichtbaren Verbindung aus Instinkten, Ballskills, Physis und einer sehr gut übertragbaren Rolle in modernen Coverage-Strukturen. Genau deshalb wirkt sein Floor relativ hoch. In der passenden Defense sollte er früh Snaps als rotierender Starter oder klarer Starter auf Safety tragen können, weil sein Fundament bereits jetzt NFL-tauglich wirkt. Seine Erfahrung, seine Ballproduktion und seine 2025er Coverage-Effizienz sprechen klar dafür, dass er mehr ist als nur ein situativer Box-Spieler.

Sein Ceiling hängt stark daran, wie gut ein Team seine Rolle zuschneidet und ob seine Tackling-Technik sowie seine Belastbarkeit in größeren Räumen noch etwas sauberer werden. Wenn diese Punkte gut eingebettet werden, bringt Haulcy das Profil eines sehr guten NFL-Starters mit, der eine Secondary physischer und opportunistischer macht. Bleiben die Limits gegen vertikale Belastung und in offeneren Räumen sichtbarer, ist immer noch ein wertvoller Starter mit klarer Day-Two-Relevanz wahrscheinlich. Die Projektion bleibt insgesamt klar positiv.

Draft Grade: Second Round
Erwartete Draft Runde: Second Round

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Fabian Weigl beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der NFL und der NCAA und bringt seine Begeisterung für American Football in fundierte Analysen und Berichte ein. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Teams, Spielern und Spielstrategien hat er sich ein Wissen über den Sport angeeignet.

Beruflich ist er im Controlling tätig. Mit seinem ausgeprägten Blick für Details und aktuellen Entwicklungen möchte Fabian Weigl seine Leidenschaft für Football weiter vertiefen.

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