Mike Tomlin soll Studioanalyst bei NBC werden

Mike Tomlins Wechsel zu NBC prägt die NFL-TV-Berichterstattung neu und eröffnet Perspektiven

Lesezeit: 4 Min.
FootballR - NFL - Ein Spieler der Pittsburgh Steelers mit der Trikotnummer 3 namens Russell Wilson erhält während der NFL Woche 7 einHigh Five von Mike Tomlin. Der Trainer, in einem weißen Steelers-Shirt und einer schwarzen Kappe, wirkt konzentriert und hält die Karte mit seiner rechten Hand auf dem Footballfeld, mit verschwommenen Zuschauern im Hintergrund. Diese Beschreibung wurde automatisch generiert.
Foto: IMAGO / Imagn Images

Mike Tomlin bleibt dem Football offenbar auch nach seinem Abschied von der Seitenlinie erhalten – allerdings nicht als Coach, sondern im Fernsehen. Laut einem Bericht von The Athletic, den die AP inzwischen bestätigte, soll der langjährige frühere Head Coach der Pittsburgh Steelers künftig als Analyst in NBCs NFL-Vorberichterstattung „Football Night in America“ arbeiten. Eine offizielle Mitteilung des Senders stand zunächst noch aus, doch intern gilt der Wechsel demnach als so gut wie fix.

Dass Tomlin nun bei NBC und nicht bei Fox landen soll, ist durchaus bemerkenswert. Unmittelbar nach seinem Rückzug aus Pittsburgh war Fox in US-Medien noch als Favorit gehandelt worden, auch weil dort nach Jimmy Johnsons Rückzug ein prominenter Platz frei geworden war. Zuletzt hatte sich das Bild aber gedreht: Medieninsider Andrew Marchand sah NBC schon vor einigen Wochen im Vorteil, nun soll der Sender den Zuschlag erhalten haben.

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Für NBC passt Tomlin ideal in eine Phase des Umbruchs. Nach AP-Informationen ersetzt er Hall-of-Fame-Coach Tony Dungy, von dem sich der Sender nach 17 Jahren getrennt hat. Maria Taylor, Jason Garrett, Mike Florio und Matthew Berry sollen Teil der Sendung bleiben, Devin McCourtys Zukunft war zuletzt noch offen. Auch über die weiteren Rollen von Jac Collinsworth, Rodney Harrison und Chris Simms wurde in den USA zuletzt spekuliert. Tomlins Verpflichtung wäre damit nicht nur ein prominenter Personalcoup, sondern auch ein zentrales Element beim geplanten Umbau der gesamten Vorberichterstattung.

Für Mike Tomlin wäre der Schritt ins Fernsehen die naheliegende nächste Station. Der 54-Jährige hatte sein Amt bei den Steelers im Januar nach 19 Seasons niedergelegt. In seiner Zeit in Pittsburgh kam er auf 193 Siege in der Regular Season – laut AP gleichauf mit der Bestmarke der Franchise-Geschichte. Schon kurz nach seinem Rücktritt galt er in den USA als heißer Kandidat für eine TV-Rolle, zumal mehrere Networks Interesse signalisiert haben sollen. Im März wurde zudem bekannt, dass Tomlin mit Sandy Montag und Alex Flanagan prominente Medienvertreter engagiert hat, um mögliche Gespräche mit Sendern zu führen.

Der Reiz für NBC liegt auf der Hand: Tomlin bringt nicht nur sportliche Autorität mit, sondern auch eine starke öffentliche Präsenz. Kaum ein Trainer der vergangenen zwei Jahrzehnte stand so sehr für Konstanz wie der langjährige Steelers-Coach. Unter seiner Führung beendete Pittsburgh keine einzige Saison mit negativer Bilanz, gewann den Super Bowl XLIII und erreichte insgesamt 13-mal die Playoffs sowie zwei Super Bowls. Gerade diese Mischung aus Erfolgsbilanz, Profil und Wiedererkennungswert macht Tomlin zu einer der attraktivsten TV-Persönlichkeiten, die derzeit auf dem Markt sind.

Ganz ohne Zwischenton ist diese neue Karrierephase allerdings nicht. Denn so eindrucksvoll Tomlins Gesamtbilanz auch bleibt, seine letzten Jahre in Pittsburgh waren zunehmend von enttäuschenden Playoff-Auftritten geprägt. AP verweist darauf, dass der Wechsel ins Fernsehen deshalb auch als möglicher Übergang gelesen werden kann – nicht zwingend als endgültiger Abschied vom Coaching. Tomlin besitzt laut dem Bericht noch vertragliche Bindungen und könnte, falls er nach einer Pause wieder an die Seitenlinie zurückkehren will, später erneut ein Thema für NFL-Teams werden.

Mit dem Wechsel würde Mike Tomlin zudem einem Muster folgen, das man in Pittsburgh gut kennt. Schon Bill Cowher hatte nach dem Ende seiner Steelers-Zeit den Weg ins TV-Studio eingeschlagen und ist seit Februar 2007 Analyst bei CBS’ „The NFL Today“. Tomlins möglicher Einstieg bei NBC würde also nicht nur einen neuen Karriereabschnitt markieren, sondern auch an eine bekannte Steelers-Tradition anknüpfen: vom Head Coach zur landesweit präsenten TV-Stimme der NFL.

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Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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