Nach der kontroversen Nichtaufnahme von Bill Belichick in die Hall of Fame Klasse 2026 denkt die Pro Football Hall of Fame über Anpassungen am Wahlprozess nach. Präsident Jim Porter betonte jedoch, dass mögliche Änderungen nicht ausschließlich mit dem Fall Belichick zusammenhängen.
Nach Shitstorm – Hall of Fame plant Änderungen
Geplant ist unter anderem die Rückkehr zu Präsenzabstimmungen des 50-köpfigen Wahlkomitees sowie ein Abstimmungstermin näher an der offiziellen Verkündung bei den NFL Honors, um Leaks zu vermeiden. Auch mehr Transparenz bei Stimmabgaben wird diskutiert – allerdings frühestens in Zukunft.
Kritisch sieht Porter das Verhalten einzelner Wähler. Stimmen, die nicht dem Grundsatz des „würdigsten Kandidaten“ folgen, seien regelwidrig. Hintergrund ist die Entscheidung einiger Wähler, Seniorenspieler aufgrund ihrer möglicherweise letzten Chance Belichick vorzuziehen. „Das ist keine Option“, stellte Porter klar.
Die umstrittene Regel, nach der Seniorenspieler, Coaches und Contributors gemeinsam gewählt werden, will die Hall of Fame vorerst nicht ändern. Bereits im dritten Jahr in Folge wurde kein Coach aufgenommen.
Auch bei den Modern-Era-Kandidaten gab es erneut weniger Aufnahmen: Drew Brees, Larry Fitzgerald, Luke Kuechly und Adam Vinatieri schafften den Sprung in die Hall. Damit setzt sich der Trend kleinerer Klassen fort.
Eine grundlegende Reform des Systems sei nicht geplant, so Porter.
„Wir werden Feinjustierungen vornehmen – mit dem Ziel, die Integrität der Hall of Fame zu wahren.“



