Riq Woolen übernimmt Verantwortung nach umstrittener Szene

Alexander R. Haidmayer
Lesezeit: 4 Min.
Ein lächelnder Footballspieler der Seattle Seahawks, Riq Woolen, mit der Nummer 27 und einem Aufnäher der 50. Saison hält sich eine große blaue Glitzer-"W"-Brille vors Gesicht. Handschuhe, eine Halskette und lange geflochtene Haare vervollständigen sein Aussehen vor der unscharfen Stadionkulisse. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert.
Foto: IMAGO / Imagn Images

Beinahe hätte der Name Riq Woolen für viele Fans aus Seattle einen bitteren Beigeschmack bekommen. Zum Glück für die Anhänger der Seattle Seahawks ist es nicht so gekommen – dank des 31:27-Siegs gegen die Los Angeles Rams im NFC Championship Game, der Seattle den vierten Super-Bowl-Einzug der Franchise-Geschichte sicherte. Dennoch übernahm Woolen im Anschluss die volle Verantwortung für eine unnötige und riskante Taunting-Strafe.

Beim Stand von 31:20 für Seattle im dritten Viertel – nach einem 13-Yard-Touchdown-Pass von Sam Darnold – wurde Woolen für Taunting bestraft. Zuvor hatte er einen Pass auf Puka Nacua bei 3rd-and-12 abgewehrt, lieferte sich anschließend jedoch ein Wortgefecht mit der Rams-Bank. Die Strafe brachte Los Angeles ein neues First Down.

Nur einen Spielzug später suchte Matthew Stafford Woolen erneut – und diesmal gewann Nacua das Duell in der Endzone für einen 34-Yard-Touchdown.

„Auch wenn ich ein gutes Play gemacht habe, war ich in dem Moment nicht gut für mein Team“, sagte Woolen selbstkritisch.
„Ich muss da reifer sein und mit dem Team feiern. Beim nächsten Spielzug haben sie einen Touchdown erzielt und das wäre nicht passiert, wenn ich einfach ruhig geblieben wäre.“

Schiedsrichter Clay Martin erklärte im sogenannten Pool Report, dass Woolen wiederholt provokant Richtung Rams-Bank auftrat und trotz mehrfacher Aufforderung nicht wegging. Ausschlaggebend für die Flagge sei nicht das Gesagte gewesen, sondern sein Verhalten.

Dass Riq Woolen bereits zum dritten Mal in dieser Saison wegen Taunting bestraft wurde, sorgte unmittelbar nach der Szene für Frust auf der Seahawks-Bank. Linebacker Ernest Jones sagte, es habe einige Sekunden gedauert, bis sich alle wieder beruhigt hätten.

Sportlich reagierte die Defense bei der nächsten Gelegenheit jedoch eindrucksvoll. Die Rams marschierten zwar in ihrem längsten Drive des Spiels 14 Plays über 84 Yards und nahmen 7:24 Minuten von der Uhr, doch an der Seattle-6-Yard-Linie war Schluss. Zwei Incompletions von Stafford führten zu einem Turnover on Downs.

„Wir haben uns gesagt: Weitermachen, nächstes Play“, erklärte Defensive Lineman Byron Murphy II.
„Wir stehen hinter Riq – egal ob positiv oder negativ. Genau darum geht es.“

Als Rams-Coach Sean McVay bei 4th-and-4 alles auf eine Karte setzte, war es Devon Witherspoon, der Staffords Pass in der Endzone entschärfte. Das tobende Lumen Field feierte – und die emotionale Sequenz fand ein versöhnliches Ende.

Auch Head Coach Mike Macdonald stellte sich schützend vor seinen Cornerback:

„Das war eine emotionale Entscheidung. Unsere Aufgabe ist es dann, ihn aufzufangen – nicht mit dem Finger zu zeigen. Riq hat danach wieder stark gespielt. Genau das bedeutet ‚12s as One‘.“

Eine Schlüsselrolle spielte dabei Safety Julian Love, der sich selbst als „Klebstoff“ der Defense bezeichnet. Er erkannte, dass Woolens Fehler zwar eine schlechte Entscheidung war, aggressives Zurechtweisen dem Team aber nicht helfen würde.

„Ich habe ihm gesagt: Mach das nicht nochmal – aber ich liebe dich, und du wirst Plays für uns machen“, so Love.
„Genau so gehen wir mit dem nächsten Spielzug um.“

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Dieser Badge zeichnet FootballR als Super Bowl akkreditiertes Medium und Alexander R. Haidmayer als Super Bowl akkreditierten Journalisten aus! Logo mit schwarzem Schild und silbernem Rand. Oben ist eine silberne Trophäe in Form eines Footballs abgebildet. Unter der Trophäe steht in Großbuchstaben, ebenfalls in Silber, „SUPER BOWL AKKREDITIERTES MEDIUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert.

Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR.

Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht.

Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.

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