Am 8. Februar treffen die Seattle Seahawks und die New England Patriots im Super Bowl LX im Levi’s Stadium aufeinander. Nach jeweils knappen Siegen in den Conference Championships stehen sich zwei Teams gegenüber, die sich über die Regular Season hinweg auf nahezu identischem Niveau bewegt haben – mit feinen, aber entscheidenden Unterschieden.
Super Bowl LX: Ausgeglichenheit auf den ersten Blick
Beide Finalisten beendeten die Saison mit einer Bilanz von 14–3. Auch offensiv lieferten sie ab: Die Patriots erzielten mit 490 Punkten minimal mehr als Seattle (483), während die Seahawks defensiv stabiler wirkten und insgesamt weniger Punkte zuließen (292 zu 320). Das Point Differential spricht leicht für Seattle (+191 gegenüber +170), ein Indiz für konstante Dominanz über die Spielzeit.
Offense: Effizienz auf beiden Seiten
In der Offense haben die Patriots statistisch die Nase vorn. Sie kamen auf 28,8 Punkte und 379,4 Yards pro Spiel, Seattle auf 28,4 Punkte und 351,4 Yards. Besonders im Passspiel zeigt sich der Unterschied: New England wirft im Schnitt 250,5 Yards pro Partie (Seattle: 228,1) und glänzt mit deutlich besseren Advanced Metrics wie EPA pro Spielzug (0,12) und pro Dropback (0,27).
Seattle kontert mit besserer Protection (nur 27 zugelassene Sacks gegenüber 48) und physischem Balance-Football. Allerdings leisteten sich die Seahawks mit 28 Turnovers deutlich mehr Ballverluste als die Patriots (16) – ein Faktor, der im Endspiel schwer wiegen kann.
Defense: Seattles Stärke
Defensiv präsentieren sich die Seahawks als das geschlossenere Kollektiv. Sie lassen nur 17,2 Punkte pro Spiel zu (Patriots: 18,8), dominieren gegen den Lauf (91,9 erlaubte Rush-Yards) und erzwingen mehr Turnovers (25 Takeaways, davon 18 Interceptions).
Besonders beeindruckend: Seattles Third-Down-Defense (32,1 % Conversion Rate allowed) und die Red-Zone-Defense (nur 50 % Touchdown-Quote der Gegner). New England ist hier anfälliger und erlaubt in der Red Zone 67,5 %.
Special Teams: Kaum Trennendes
In den Special Teams bewegen sich beide Teams auf Augenhöhe. Seattle hat einen minimal besseren Field-Goal-Wert (85,4 %), New England die größere Reichweite beim längsten Kick (59 Yards). In den Return-Games ist Parität angesagt: jeweils zwei Punt-Return- und ein Kick-Return-Touchdown.
Der Super Bowl LX verspricht ein taktisches Duell zweier Schwergewichte. Die Patriots bringen die effizientere Offense und mehr Explosivität im Passspiel mit, während Seattle auf defensive Stabilität, Ballkontrolle und starken Situational Football setzt. Am Ende könnten Turnovers, Red-Zone-Effizienz und der Druck auf den Quarterback den Ausschlag geben. Klar ist: Dieses Finale wird nicht durch Namen, sondern durch Zahlen – und deren Umsetzung am Spieltag – entschieden.



