NFL Trade Deadline 2026: Mega-Deals schon fix; jetzt läuft die Zeit ab

Die NFL Trade Deadline 2026 rückt näher: Am Dienstag, dem 10. November, endet um 22:00 Uhr deutscher und österreichischer Zeit die Frist für Spielertransfers. Schon jetzt haben mehrere spektakuläre Trades die Liga aufgemischt. Wir erklären, wie die NFL Trade Deadline funktioniert, welche Regeln gelten und warum die kommenden Tage für zahlreiche Teams entscheidend werden könnten.

Lesezeit: 9 Min.
Jeffery Simmons, Spieler der Tennessee Titans mit der Rückennummer 98, läuft auf das Spielfeld.
Foto: IMAGO / Newscom World

Die heiße Phase auf dem NFL-Transfermarkt hat begonnen. Während einige Mannschaften noch einmal gezielt aufrüsten wollen, nutzen andere die Gelegenheit, erfahrene Spieler gegen wertvolle Draft-Picks einzutauschen.

Bereits Ende Oktober sorgten die Wechsel von Jeffery Simmons zu den Chicago Bears, Quenton Nelson zu den Seattle Seahawks und DeForest Buckner zu den San Francisco 49ers für Schlagzeilen.

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Und das könnte erst der Anfang sein. Bis zum Ablauf der NFL Trade Deadline haben die 32 Franchises noch Zeit, ihren Kader für den weiteren Saisonverlauf zu verändern.

Wann ist die NFL Trade Deadline 2026?

Die NFL Trade Deadline 2026 findet am Dienstag, dem 10. November, um 22:00 Uhr MEZ statt. In den USA endet die Frist um 16:00 Uhr Eastern Time.

Der Stichtag fällt damit auf den Dienstag nach Week 9 der Regular Season. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfen NFL-Teams Spieler und Draft-Picks untereinander tauschen. Die entsprechenden Transaktionen müssen rechtzeitig bei der Liga eingereicht werden.

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Seit der Saison 2024 liegt die Trade Deadline eine Woche später als früher. Damals beschlossen die NFL-Teambesitzer, den Stichtag auf die Zeit nach dem neunten Spieltag zu verschieben. Hintergrund war unter anderem die Verlängerung der Regular Season auf 17 Spiele.

Die zusätzliche Woche ermöglicht es den Verantwortlichen, die eigene Mannschaft besser einzuschätzen. Gerade Teams mit einer ausgeglichenen Bilanz können länger abwarten, bevor sie entscheiden, ob sie Verstärkungen verpflichten oder Spieler abgeben wollen.

Nach Ablauf der Deadline sind keine weiteren Trades zwischen NFL-Teams mehr erlaubt. Erst mit Beginn des neuen Liga-Jahres im März öffnet sich diese Möglichkeit wieder.

Wichtig: Die Trade Deadline bedeutet nicht, dass anschließend überhaupt keine Spieler mehr verpflichtet werden dürfen. Free Agents und Entlassungen unterliegen anderen Regeln.

Wie funktionieren Trades in der NFL?

Anders als im europäischen Fußball werden NFL-Spieler normalerweise nicht gegen klassische Transferablösen verkauft. Stattdessen handeln die Franchises Tauschgeschäfte aus.

Dabei können Spieler gegen andere Spieler, zukünftige Draft-Picks oder Kombinationen aus beidem getauscht werden.

Ein einfaches Beispiel: Ein Team mit Playoff-Ambitionen benötigt dringend einen erfahrenen Wide Receiver. Eine andere Franchise befindet sich mitten im Neuaufbau und ist bereit, einen Leistungsträger abzugeben.

Statt eine Ablösesumme zu bezahlen, bietet der interessierte Club beispielsweise einen Zweitrundenpick im kommenden NFL Draft an. Sind sich beide Seiten einig und werden die Voraussetzungen erfüllt, kann der Trade abgeschlossen werden.

Besonders wertvoll sind dabei die frühen Draft-Picks. Mit ihnen sichern sich die Teams die Möglichkeit, junge Talente für vergleichsweise günstige Rookie-Verträge zu verpflichten.

Ein Erstrundenpick ist deshalb eine wichtige Zukunftsinvestition. Je besser der betreffende Spieler und je dringender der Bedarf auf dem Transfermarkt, desto höher kann der geforderte Gegenwert ausfallen.

Zusätzlich können Draft-Picks an bestimmte Bedingungen geknüpft werden. Solche sogenannten Conditional Picks verändern ihren Wert beispielsweise abhängig von vereinbarten Leistungen oder Einsatzzeiten.

Eine weitere wichtige Rolle spielt der Salary Cap, also die Gehaltsobergrenze der NFL.

Ein Team kann nicht unbegrenzt Spieler mit hohen Verträgen verpflichten. Beim Trade muss deshalb berücksichtigt werden, welche Gehaltszahlungen das aufnehmende Team übernimmt und welche bereits gezahlten Vertragsbestandteile beim bisherigen Club als sogenanntes „Dead Money“ auf die Gehaltsobergrenze angerechnet werden.

Das macht manche vermeintlich einfachen Trades deutlich komplizierter.

Warum Teams als Käufer oder Verkäufer auftreten

Rund um die Trade Deadline fallen häufig zwei Begriffe: Buyer und Seller.

Buyer sind Mannschaften, die gezielt Verstärkungen suchen. Meist handelt es sich um Teams mit realistischen Playoff-Hoffnungen, die für einen möglichen Super-Bowl-Run noch eine Schwachstelle beseitigen möchten.

Seller verfolgen dagegen eher langfristige Ziele. Sie geben Spieler ab, um zusätzliche Draft-Picks zu erhalten, Gehaltskosten zu reduzieren oder einen Neuaufbau voranzutreiben.

Allerdings bedeutet nicht jeder Verkauf automatisch, dass eine Franchise ihre Saison aufgegeben hat. Manchmal geht es schlicht darum, einen auslaufenden Vertrag noch in einen Gegenwert umzuwandeln.

NFL Trades 2026: Diese spektakulären Wechsel sind bereits fix

Dass die Trade Deadline 2026 besonders interessant werden könnte, zeigen die bereits abgeschlossenen Deals.

Den bislang aufsehenerregendsten Wechsel wickelten die Chicago Bears und Tennessee Titans am 29. Oktober ab.

Chicago verpflichtete All-Pro-Defensive-Tackle Jeffery Simmons und erhielt zusätzlich einen Fünftrundenpick für 2028. Tennessee sicherte sich im Gegenzug gleich zwei Erstrundenpicks für 2027 und 2028 sowie einen Viertrundenpick für 2027.

Damit setzen die Bears klar auf unmittelbaren Erfolg, während die Titans wertvolles Draftkapital für ihre Zukunft sammeln.

Auch die Indianapolis Colts haben den Transfermarkt erheblich in Bewegung gebracht.

Indianapolis gab den achtmaligen Pro-Bowl-Guard Quenton Nelson an die Seattle Seahawks ab. Dafür erhielten die Colts einen Drittrundenpick 2027 und einen Fünftrundenpick 2028.

Wenig später wechselte zudem Defensive Lineman DeForest Buckner zu den San Francisco 49ers. Indianapolis bekam dafür einen Viertrundenpick im NFL Draft 2027.

Weitere bemerkenswerte Trades gab es bereits zuvor. Die Houston Texans verpflichteten Wide Receiver Marvin Harrison Jr. von den Arizona Cardinals, während die Dallas Cowboys Cornerback Joey Porter Jr. aus Pittsburgh holten.

Die unterschiedlichen Transfers zeigen deutlich, wie die Franchises ihre sportliche Situation bewerten.

Während einige Teams gezielt etablierte Leistungsträger holen, investieren andere verstärkt in ihre Zukunft.

Steht auch Jonathan Taylor vor einem Wechsel?

INDIANAPOLIS, IN - JUNE 07: Indianapolis Colts running back Jonathan Taylor 28 runs through a drill during the Indianapolis Colts OTA on June 7, 2023 at the Indiana Farm Bureau Football Center in Indianapolis, IN. Photo by Zach Bolinger/Icon Sportswire NFL, American Football Herren, USA JUN 07 Indianapolis Colts OTA EDITORIAL USE ONLY Icon2306070869
Foto: IMAGO / Icon Sportswire

Besonders gespannt blicken NFL-Fans derzeit nach Indianapolis.

Nach den Abgängen von Nelson und Buckner könnte mit Running Back Jonathan Taylor ein weiterer prominenter Spieler die Colts verlassen.

Laut NFL Network sind die Colts grundsätzlich bereit, über einen Trade zu verhandeln. Mehrere Mannschaften sollen Interesse angemeldet haben. Unter anderem wurden die Denver Broncos, Green Bay Packers und Minnesota Vikings als mögliche Interessenten genannt.

Ein Wechsel von Taylor ist allerdings bislang nicht bestätigt. Ob Indianapolis tatsächlich ein überzeugendes Angebot erhält, bleibt abzuwarten.

Gerade solche Personalien sorgen dafür, dass die Tage vor der Deadline besonders spannend werden. Ein einziger prominenter Trade könnte die Ausgangslage mehrerer Playoff-Kandidaten verändern.

Was passiert nach der NFL Trade Deadline?

Mit dem Ende der Transferfrist steht für die Teams ein Großteil des Kaders für den weiteren Saisonverlauf fest. Verstärkungen durch Trades sind dann nicht mehr möglich.

Das bedeutet allerdings nicht, dass keine Spieler mehr wechseln können.

Mannschaften dürfen weiterhin vertragslose Spieler verpflichten und Spieler aus ihrem Kader entlassen. Dabei spielt das sogenannte Waiver-System eine wichtige Rolle.

Über die Waiver-Liste können andere NFL-Teams Anspruch auf einen entlassenen Spieler erheben. Erheben mehrere Franchises einen Anspruch, entscheidet die jeweilige Waiver-Priorität.

Ab dem 11. November 2026 gilt dieser Prozess grundsätzlich auch für erfahrene Spieler mit mindestens vier angerechneten NFL-Spielzeiten, die vor der Deadline bei einer Entlassung normalerweise direkt Free Agents geworden wären.

Wird ein Spieler von keinem anderen Team über Waivers verpflichtet, kann er anschließend als Free Agent einen neuen Vertrag unterschreiben.

Für die sportlichen Verantwortlichen bleibt die Trade Deadline trotzdem ein besonders wichtiger Einschnitt.

Ein prominentes Beispiel aus der Vergangenheit sind die Los Angeles Rams. Im November 2021 verpflichteten sie Pass Rusher Von Miller von den Denver Broncos. Nur wenige Monate später gewann Los Angeles den Super Bowl LVI, bei dem Miller eine wichtige Rolle spielte.

Allerdings ist längst nicht jeder Trade automatisch ein Erfolg. Ein Neuzugang muss sich an ein anderes Playbook, neue Mitspieler und häufig auch eine völlig andere sportliche Rolle gewöhnen.

Zudem kann ein hoher Preis in Form zukünftiger Draft-Picks die langfristige Kaderplanung erschweren.

Die NFL Trade Deadline bleibt deshalb eine Abwägung zwischen kurzfristigen Titelchancen und langfristigem Erfolg.

Am 10. November 2026 um 22:00 Uhr fällt die letzte Entscheidung. Dann steht fest, welche Franchises noch einmal aufgerüstet haben und welche Teams mit zusätzlichen Draft-Picks in die Zukunft gehen.

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FAQ zum Thema

Wann ist die NFL Trade Deadline 2026?

Die NFL Trade Deadline 2026 endet am Dienstag, dem 10. November, um 22:00 Uhr MEZ. In den USA läuft die Frist bis 16:00 Uhr Eastern Time.

Welche Trades sind vor der NFL Trade Deadline 2026 bereits fix?

Der Artikel nennt die Wechsel von Jeffery Simmons zu den Chicago Bears, Quenton Nelson zu den Seattle Seahawks und DeForest Buckner zu den San Francisco 49ers. Für den Simmons-Trade nennt er zudem die beteiligten Draft-Picks.

Wie funktionieren Trades in der NFL?

Teams können Spieler gegen andere Spieler, Draft-Picks oder eine Kombination aus beidem tauschen. Dabei müssen sie auch die Gehaltsobergrenze und die Vertragsbestandteile der Spieler berücksichtigen.

Was ist nach der NFL Trade Deadline noch erlaubt?

Nach Ablauf der Deadline sind keine weiteren Trades zwischen NFL-Teams erlaubt. Free Agents und Entlassungen unterliegen anderen Regeln; die Möglichkeit für Trades öffnet sich erst mit Beginn des neuen Liga-Jahres im März wieder.

Warum wurde die NFL Trade Deadline nach Week 9 gelegt?

Seit der Saison 2024 liegt die Deadline eine Woche später als zuvor. Die NFL-Teambesitzer beschlossen die Verschiebung unter anderem wegen der Verlängerung der Regular Season auf 17 Spiele, damit Teams ihre Lage länger einschätzen können.

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Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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