In einer Saison, die von Verletzungen einiger ihrer wichtigsten Spieler geprägt war, schien es nur eine Frage der Zeit, bis die San Francisco 49ers eingeholt werden würden. Doch der Sonntag war nicht dieser Tag.
Die 49ers, die trotz des Ausfalls von Defensive End Nick Bosa (Kreuzbandriss) und Linebacker Fred Warner (Knöchel) sowie weiterer Schlüsselspieler 12 Spiele gewannen, hatten die zahlreichen Rückschläge bisher gut weggesteckt.
San Francisco ließ sich sogar von einem großen Kaderumbau in der Offseason nicht aus der Ruhe bringen und nutzte die Zweifel an den eigenen Chancen als Antrieb. Diese Entschlossenheit wurde am Sonntag erneut auf die Probe gestellt, als Tight End George Kittle mit einer Verletzung an der rechten Achillessehne ausschied – eine Verletzung, die ihn nicht nur für den Großteil des Spiels, sondern womöglich für die gesamte nächste Saison außer Gefecht setzen wird.
Trotz dieses schweren Verlusts einer weiteren Teamstütze und Kapitäns kämpften die 49ers, wie schon so oft in dieser Saison, weiter. Unwahrscheinliche Helden – wie Wide Receiver Demarcus Robinson und eine oft kritisierte Verteidigung – traten erneut in den Vordergrund.
Vernünftigerweise müsste die Magie irgendwann enden. Doch diese Niners spielen weiter, als hätten sie nichts zu verlieren, und setzen auch in schwierigen Zeiten auf sich selbst.
Mit dem 23:19-Sieg am Sonntag gegen die Philadelphia Eagles reisen die Niners nun in der nächsten Woche zur NFC Divisional Round nach Seattle. Wieder einmal stehen die Chancen gegen sie.
Doch solange diese Niners weiterspielen, sollte man sie nicht abschreiben.



