Goodell wollte das Spiel persönlich: Saints und Falcons bekommen „Domecoming“

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FootballR - Domecoming - Weitwinkelansicht des Äußeren des Caesars Superdome an einem sonnigen Tag, die seine große, geschwungene Metallfassade zeigt. Der Name des Veranstaltungsortes, „Caesars Superdome“, ist in großen, fetten Buchstaben deutlich zu sehen. Unter der Hauptfassade sind einige kleinere Eingänge und Schilder zu sehen. Der umliegende Bereich ist geräumig und leer, bereit, die Fans der New Orleans Saints willkommen zu heißen. Diese Beschreibung wurde automatisch generiert.
Foto: JHVEPhoto | Depositphotos

Dieses Monday-Night-Spiel ist kein Zufall, sondern ein Wunsch des Commissioners persönlich. Laut Mike North, dem NFL-Vizepräsidenten für Broadcast Planning, hat Roger Goodell ausdrücklich darum gebeten, dass Falcons at Saints 2026 auf einen Monday-Night-Slot gelegt wird, um den 20. Jahrestag des legendären „Domecoming“ zu würdigen. Die Partie steigt am 5. Oktober 2026 im Caesars Superdome in New Orleans.

Hintergrund ist eines der emotionalsten Spiele der jüngeren NFL-Geschichte. Am 25. September 2006 kehrten die Saints nach den Verwüstungen durch Hurrikan Katrina erstmals in den Superdome zurück und schlugen die Falcons im Monday Night Football Game mit 23:3. Unvergessen blieb vor allem der von Steve Gleason geblockte Punt, den Curtis Deloatch zum Touchdown in die Endzone trug – ein Moment, der in New Orleans bis heute als Symbol des Wiederaufbaus gilt.

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North machte laut dem Bericht klar, dass die Liga das Spiel in einem engen Zeitfenster rund um dieses Jubiläum unterbringen wollte. Exakt auf den Jahrestag musste es dabei nicht fallen. Die NFL habe laut North intern entschieden, dass ein Termin „innerhalb von ein paar Wochen“ völlig ausreiche, solange das Spiel überhaupt prominent und passend im Kalender lande. Week 4 am 5. Oktober sei am Ende die beste Lösung gewesen, auch wegen anderer Termine und Verfügbarkeiten rund um den Superdome und die umliegenden Veranstaltungsstätten.

Das erklärt auch, warum die Partie nicht direkt in Week 3 angesetzt wurde, obwohl der historische „Domecoming“-Abend 2006 genau in dieser Woche stattfand. Der Abstand beträgt diesmal zehn Tage zum eigentlichen Jubiläumsdatum. Für die Liga war aber wichtiger, die Geschichte würdig in Szene zu setzen, als stur am exakten Kalendertag festzuhalten.

Eine kleine zusätzliche Pointe hat die Sache auch noch: Laut Jeff Duncan von NOLA.com wollte Atlanta nicht unbedingt der Auswärtsgegner für diese Neuauflage des „Domecoming“ sein. Das verleiht der ohnehin giftigen Rivalität noch einmal eine zusätzliche Schärfe. Falcons gegen Saints ist in der NFC South sowieso immer aufgeladen – mit diesem historischen Unterbau erst recht.

Für die NFL ist das Spiel damit mehr als nur ein gutes Divisionsduell für die Primetime. Es ist ein bewusst gesetzter Erinnerungsabend. Goodell wollte offenbar sicherstellen, dass einer der größten Momente der Saints-Geschichte nicht einfach still vorbeizieht, sondern wieder unter Flutlicht gewürdigt wird – genau dort, wo New Orleans ihn vor 20 Jahren erlebt hat.

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Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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