Packers setzen sich mit einer Mischung aus Laufdominanz und präzisem Passspiel gegen Bengals durch
Im Duell an historischem Lambeau Field behielten die Green Bay Packers am Sonntagabend mit 27:18 die Oberhand gegen die Cincinnati Bengals. Vor rund 80.000 Zuschauern entwickelte sich ein intensiv geführtes Spiel, bei dem die Packers dank einer starken Laufleistung und präzisen Pässen von Jordan Love sowie einer disziplinierten Defense letztlich die Nase vorn hatten.
Das frühe Momentum ging bereits im zweiten Viertel an Green Bay. Ein 43-Yard-Fieldgoal von Lucas Havrisik eröffnete die Partie, bevor Running Back Josh Jacobs mit zwei sehenswerten Läufen über drei und 14 Yards für zwei Touchdowns sorgte und Green Bay eine 10:0-Führung bescherte. Jacobs erzielte mit 93 Rushing-Yards und zwei Touchdowns einen verdienten MVP-ähnlichen Auftritt auf dem Boden und setzte damit ein starkes Statement gegen eine Bengals-Defense, die im Laufspiel anfällig wirkte.
| Statistik |
Cincinnati Bengals |
Green Bay Packers |
| Gesamt-Yards |
268 |
409 |
| Passing Yards |
213 |
256 |
| Rushing Yards |
55 |
153 |
| 3rd Down Effizienz |
6/15 |
5/11 |
| Ballbesitz |
27:16 |
32:03 |
| Turnover |
0 |
1 |
Für Cincinnati begann die Aufholjagd im dritten Viertel mit einem wichtigen Touchdown-Pass von Joe Flacco auf Tanner Hudson über 2 Yards. Flacco präsentierte sich mit 29 von 45 Pässen für 219 Yards und zwei Touchdowns solide, konnte Jacobs' Laufdominanz im defensiven Mittelfeld aber nur bedingt kompensieren. Besonders Ja'Marr Chase brillierte als Zielscheibe mit 94 Receiving Yards und einem sehenswerten 19-Yard-Touchdown, dem ein perfekter Two-Point-Conversion-Pass von Flacco auf Chase Brown folgte.
Die Bengals-Defense konnte zwar mit mehreren Tackles von Dax Hill (9 Tackles) und Cam Taylor-Britt (4 Solo-Tackles) immer wieder Nadelstiche setzen, hatte jedoch zu wenig Antwort auf die ausgewogene Attacke der Packers, die sowohl im Pass- als auch Laufspiel über das gesamte Spiel hinweg konstant Druck erzeugten. Eine Ausnahme bildete Geno Stone mit seinem erlösenden Sack und einer entscheidenden Interception, die die Bengals im Spiel hielt.
Auf Seiten der Packers überzeugte neben Jacobs insbesondere Tucker Kraft, der zwei wichtige Catches für 43 Yards und einen Touchdown verbuchen konnte. Jordan Love zeigte trotz einer Interception insgesamt gute Übersicht und Zusammenspiel mit seinen Receivern, was letztlich den Ausschlag gab.
Im letzten Viertel stellte Lucas Havrisik mit einem weiteren Field Goal von 39 Yards die wichtige 9-Punkte-Führung wieder her. Die Bengals verpassten es trotz beherzter Aufholjagd, das Ruder noch einmal komplett herumzureißen, und mussten die Niederlage trotz guter individueller Leistungen hinnehmen.
Insgesamt spiegelte sich in diesem Spiel der klassische NFL-Kontrast aus Laufspielkontrolle und opportunistischem Passspiel wider. Die Packers/Defense ließ nur 18 Punkte zu und setzte die Bengals-Offense mehrfach unter Druck, während die heimische Offense mit 153 Laufyards das Spieltempo bestimmte und den Grundstein zum Erfolg legte. Cincinnati zeigte Moral, konnte aber nicht alle Schwächen ausmerzen.
Ein intensives und hochklassiges Duell, das Lambeau Field wieder einmal als echten Hexenkessel bestätigte.