Zusammenfassung ist AI-generiert, newsroom-reviewed.
Die NFL wird 2026 keinen Supplemental Draft abhalten, wodurch Brendan Sorsbys kurzfristiger Einstieg in die Liga verhindert wird. Grund sind Integritätsbedenken wegen seiner Sportwettenvergangenheit. Die Liga empfiehlt ihm, sich auf den regulären Draft 2027 zu konzentrieren. Sorsbys Anwalt kündigt rechtliche Schritte an, doch für 2026 bleibt nur der Umweg über andere Profiligen.
Lies den Artikel, um mehr über die folgenden Aspekte zu erfahren:
- Hintergrund zu Sorsbys Sportwetten und NCAA-Sperre
- Reaktion der NFL und prozedurale Gründe für Absage
- Juristischer Streit und mögliche Folgen für Sorsby
Die NFL wird 2026 keinen Supplemental Draft abhalten und damit ist der kurzfristige Profi-Einstieg von Brendan Sorsby vom Tisch. Laut Associated Press informierte die Liga den Quarterback am Dienstag per Schreiben über die Entscheidung. Für Sorsby ist das ein massiver Rückschlag, weil er der einzige bekannte Bewerber für den diesjährigen Supplemental Draft war und genau über diesen Weg seine NFL-Karriere schon jetzt starten wollte.
Die Begründung der Liga klingt deutlich. In dem von der AP zitierten Brief heißt es, NFL-Commissioner Roger Goodell habe immer wieder betont, dass die Teilnahme an der NFL ein Privileg sei, das mit erheblicher Verantwortung und Rechenschaftspflicht einhergehe. Zugleich ermutigte die Liga Sorsby laut Schreiben, sich stattdessen auf einen möglichen Einstieg über den regulären NFL Draft 2027 zu konzentrieren. Übersetzt: Die NFL will sich mit diesem Fall jetzt nicht auf die Schnelle auseinandersetzen und öffnet ihm die Tür frühestens im nächsten Frühjahr wieder einen Spalt.
Der Kern des Problems liegt in Sorsbys eigener Vergangenheit. Der frühere Quarterback von Indiana, Cincinnati und zuletzt Texas Tech war von der NCAA für die Saison 2026 als nicht spielberechtigt eingestuft worden, nachdem er eingeräumt hatte, Tausende Sportwetten mit einem Gesamtvolumen von mindestens 90.000 Dollar platziert zu haben. Besonders schwer wiegt dabei, dass darunter mindestens 40 Wetten auf Indiana waren, als er dort 2022 Freshman war, auch wenn es keine Wetten auf Spiele gewesen sein sollen, in denen er selbst für die Hoosiers auf dem Feld stand.
Genau deshalb war der Supplemental Draft für Sorsby zuletzt zur Fluchtroute geworden. Erst vor wenigen Tagen hatte ESPN berichtet, dass er nach seinem juristischen Tauziehen um die College-Spielberechtigung seinen Antrag auf Teilnahme am Supplemental Draft 2026 eingereicht habe. Dieser Weg schien die eleganteste Lösung: raus aus dem NCAA- und Big-12-Chaos, rein in die NFL. Doch die Liga machte nun klar, dass sie weder unter Zeitdruck handeln noch die Integritätsfragen in diesem Fall überspringen will.
Die NFL begründete das auch prozedural. In dem Schreiben an Sorsby heißt es, sein Antrag sei erst drei Werktage vor Fristende, ohne unterstützende Unterlagen oder Dokumente und zudem erst nach Aufgabe seiner jüngsten Rechtsstreitigkeiten zur Vermeidung von NCAA-Sanktionen eingereicht worden. Die Themen seien zu bedeutend und zu eng mit den Kerninteressen der Liga an Integrität verbunden, um in diesem engen Zeitfenster sinnvoll geprüft zu werden. Das ist eine ziemlich unmissverständliche Botschaft: Die NFL wollte sich in einem heiklen Wettfall nicht in eine improvisierte Schnellentscheidung drängen lassen.
Sorsbys Lager reagierte erwartungsgemäß scharf. Sein Anwalt Jeffrey Kessler sagte laut AP, die Entscheidung der NFL verstoße gegen den Tarifvertrag und gegen geltendes Recht. Er kündigte an, die Sache unverzüglich mit der NFLPA weiterzuverfolgen. Das heißt: Ganz beendet ist die Geschichte noch nicht. Aber für die praktische Football-Realität 2026 hilft ihm das zunächst wenig.
Der juristische Hintergrund ist ohnehin vertrackt genug. Sorsby hatte im Juni zunächst eine einstweilige Verfügung erhalten, die ihm das Spielen für Texas Tech erlaubt hätte. Doch fast zeitgleich zog die Big 12 Conference vor ein Bundesgericht in Dallas, um ihre Möglichkeit zur Durchsetzung der eigenen Regeln und möglicher Sanktionen gegen Texas Tech und Sorsby zu sichern. Kurz darauf zog Sorsby seine Klage gegen die NCAA zurück und schwenkte auf die Supplemental-Draft-Strategie um. Mit der NFL-Absage ist nun auch dieser Plan vorerst geplatzt.
Für 2026 bleibt ihm damit nur ein Umweg. Brendan Sorsby darf nicht als NFL-Free-Agent unterschreiben, wohl aber in anderen Profiligen spielen, bevor er 2027 einen neuen Anlauf Richtung NFL nimmt. Rein sportlich bleibt er interessant: In seiner letzten Saison bei Cincinnati brachte er es auf 2.800 Passing Yards, eine Completion Rate von 61,6 Prozent, dazu 27 Touchdowns bei nur fünf Interceptions. Das Talent ist also nicht das Problem. Im Moment ist es einzig und allein die Frage, ob und wann der Football-Betrieb ihm wieder eine Bühne geben will.

Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR.
Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht.
Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.

