Ex-NFL-Star soll durch Polizeigewalt und verspätete Hilfe gestorben sein

Wie verzögerte Hilfe und Polizeigewalt zum Tod eines NFL-Stars beitrugen

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Ein Footballspieler der Tampa Bay Buccaneers, Doug Martin, in einem roten Trikot mit der Nummer 22 streckt seinen Arm aus, um die Fans zu begrüßen. Er befindet sich auf dem Spielfeld mit jubelnden Fans und Sicherheitskräften im Hintergrund, und hinter ihm ist ein großes "Siege the Day"-Banner zu sehen. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert.
Foto: IMAGO / Imagn Images

Im Fall des verstorbenen Ex-NFL-Running-Backs Doug Martin gibt es eine neue, schwerwiegende Entwicklung. Die Eltern des früheren All-Pro-Spielers haben eine Klage wegen widerrechtlichen Todes gegen die Stadt Oakland, mehrere Polizeibeamte und ein Rettungsunternehmen eingereicht. Der zentrale Vorwurf: übermäßige Polizeigewalt und verzögerte medizinische Versorgung hätten wesentlich zu Martins Tod im vergangenen Jahr beigetragen.

Laut der am Dienstag vor einem Bundesgericht eingereichten Klage befand sich Martin im Oktober 2025 in einer psychischen Krise, als Beamte aus Oakland eintrafen. Die Eltern behaupten, ihr Sohn sei von den Polizisten mit dem Gesicht nach unten fixiert worden, während ein oder mehrere Beamte Druck auf seinen Rücken ausübten. Genau diese Fixierung sei ein „wesentlicher Faktor“ für seinen Tod gewesen. Die Klage richtet sich außerdem gegen Falck USA und Falck Northern California, weil die Sanitäter laut Klageschrift erst verspätet eingetroffen seien und dann nicht sofort medizinisch eingegriffen hätten.

Folge Doug Martin

Der Hintergrund des Einsatzes ist ebenfalls brisant. Martin war zuvor von seiner Mutter als Notfall gemeldet worden. Als die Polizei eintraf, fanden die Beamten ihn der Klage zufolge im Haus eines Nachbarn versteckt. Nach einem kurzen Kampf hielten sie ihn am Boden fest. Später sei Martin auf die Seite gedreht worden und nicht mehr ansprechbar gewesen. Die Klage wirft den Beamten vor, zunächst angenommen zu haben, er schlafe oder stelle sich bewusstlos, und erst danach medizinische Hilfe angefordert zu haben.

Die Polizei von Oakland hatte den Vorfall nach Martins Tod deutlich knapper dargestellt. Damals hieß es, Martin sei in einen Einbruchsvorfall verwickelt gewesen und habe sich bei dem Versuch der Festnahme in einen „kurzen Kampf“ mit Beamten verwickelt. Dabei sei er bewusstlos geworden. Weitere Details nannte die Behörde zunächst nicht. Das Oakland Police Department erklärte nun, man kommentiere laufende Verfahren nicht; die Ermittlungen zum Tod Martins liefen weiterhin.

Bemerkenswert ist, dass der Fall inzwischen über die Klage hinaus weiter aufgearbeitet wird. Laut aktuellen Berichten ließ die Familie Martins Gehirn an das CTE-Zentrum der Boston University schicken, um mögliche Langzeitfolgen wiederholter Kopfverletzungen untersuchen zu lassen. Auch die endgültigen Ergebnisse der Autopsie stehen noch aus, weil auf Wunsch der Familie zusätzliche Tests durchgeführt werden. Das zeigt, dass es im Fall Martin nicht nur um Polizeigewaltvorwürfe geht, sondern auch um die Frage, ob frühere Football-Belastungen eine Rolle gespielt haben könnten.

Sportlich bleibt Martin eine prägende Figur, vor allem für die Tampa Bay Buccaneers. Der Running Back wurde 2012 in der ersten Runde an Position 31 gedraftet, lief in seiner Rookie-Saison sofort für 1.454 Yards und 11 Touchdowns, wurde in den Pro Bowl gewählt und schaffte 2015 noch einmal den Sprung zum First-Team All-Pro. Die Buccaneers ehrten ihn im vergangenen August sogar als einen der 50 besten Spieler der Franchise-Geschichte. Martin, der aus Oakland stammte und später in Stockton lebte, wurde nur 36 Jahre alt.

Die Klage trifft zudem auf einen größeren gesellschaftlichen Kontext. Die AP verweist auf eine eigene Untersuchung, wonach in den vergangenen zehn Jahren mehr als 1.000 Menschen in den USA nach Formen von Polizeigewalt starben, die eigentlich nicht tödlich sein sollten, darunter körperliche Fixierungstechniken, Taser oder Schläge. Martins Eltern stellen seinen Tod nun ausdrücklich in diese Linie von Fällen, in denen nicht Schüsse, sondern der Umgang während einer Festnahme im Mittelpunkt steht.

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Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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