Stefon Diggs weist Vorwürfe zum Prozessauftakt scharf zurück

Prozessauftakt zeigt dramatische Gegensätze und mögliche Folgen für Diggs' Karriere

Lesezeit: 3 Min.
Stefon Diggs - Ein Mann mit schwarzer Mütze und Kapuzenpulli, der Stefon Diggs ähnelt, sitzt während einer Presseveranstaltung an einem NFL-Mikrofon und schaut über seine Schulter in die Kamera. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / Imagn Images

Für Stefon Diggs wird es abseits des Feldes ernst: In Dedham, Massachusetts, hat am Montag der Prozess gegen den früheren Patriots-Receiver begonnen. Die Staatsanwaltschaft zeichnete zum Auftakt das Bild eines gewalttätigen Übergriffs auf seine frühere Privatköchin Jamila „Mila“ Adams, die Verteidigung konterte dagegen mit einer glasklaren Linie: Der Angriff habe nie stattgefunden. Diggs hatte sich bereits im Februar nicht schuldig bekannt. Gegen ihn laufen Anklagen wegen Strangulation bzw. Erstickung sowie wegen Körperverletzung.

Laut AP schilderte Staatsanwalt Drew Virtue den Geschworenen, Adams werde aussagen, Diggs sei am 2. Dezember in ihr Schlafzimmer gekommen, habe sie geschlagen und gewürgt. Genau das sagte Adams später auch selbst im Zeugenstand. Sie berichtete emotional, Diggs habe sie zunächst mit der offenen Hand geschlagen und dann am Hals gepackt, sodass ihr das Atmen schwergefallen sei. Diggs selbst sagte beim Eintreffen vor Gericht nichts zu Reportern.

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Die Verteidigung setzte sofort auf maximale Konfrontation. Diggs’ Anwalt Andrew Kettlewell erklärte der Jury, sein Mandant habe „nichts falsch gemacht“. Es gebe keine medizinischen Unterlagen, keine Fotos, keine Videos und auch keine Zeugen, die einen Angriff stützen würden. Die Verteidigung griff Adams’ Glaubwürdigkeit an, und stellte sie als finanziell motiviert dar. Laut AP argumentierte Kettlewell, Geldforderungen an Diggs seien nach Einleitung des Verfahrens immer weiter gestiegen. Zudem zeigte die Verteidigung Videos, in denen Adams kurz nach dem mutmaßlichen Vorfall lächelnd bzw. tanzend zu sehen gewesen sein soll.

Für Stefon Diggs kommt der Prozess zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Der viermalige Pro Bowler ist aktuell Free Agent, nachdem ihn die New England Patriots im März nach nur einer Saison ziehen ließen. Sportlich hatte Diggs 2025 eigentlich noch einmal geliefert: 85 Receptions, 1.013 Yards, vier Touchdowns in 17 Spielen. Statt um einen neuen Vertrag geht es nun aber zunächst vor Gericht um seine Zukunft.

Damit ist klar: Die Geschichte rund um Diggs ist längst keine reine Football-Story mehr. Zum Prozessauftakt prallten zwei komplett gegensätzliche Versionen frontal aufeinander. Hier die Darstellung eines massiven Angriffs, dort die kategorische Behauptung, dass überhaupt nichts passiert sei. Ein Urteil gibt es noch nicht. Aber schon der erste Verhandlungstag zeigt, wie heftig dieser Fall juristisch und öffentlich noch werden könnte.

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Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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