Die besten Wide Receiver im NFL Draft 2026

Wie vielseitige Receiver-Typen den NFL Draft 2026 prägen und Tyson herausstechen lässt

Lesezeit: 193 Min.
Jordyn Tyson - Ein Wide Receiver der Arizona State University in einer weiß-gelben Uniform läuft während eines Spiels mit Helm und Handschuhen mit dem Ball und zeigt seine Fähigkeiten vor dem NFL Draft 2026. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire

Elijah Sarratt

College: Indiana Hoosiers

Alter: 22 Jahre (28. Mai 2003) | Größe: 6 ft 2½ in (189 cm) | Gewicht: 210 lbs (95 kg)

Folge Receiver

2025 Statline

Spiele: 14 | Targets: 65 | Rec: 47 | Rec Yards: 644 | Yards/Rec: 13,7 | Rec TD: 11 | YAC: 271

ADOT: 9,6 | Drops: 3.

Spielerprofil

Elijah Sarratt ist ein physischer, kontrollierter und deutlich boundary-orientierter Wide Receiver, dessen Spiel in erster Linie über Hände, Körperkontrolle, Ballskills durch Kontakt und verlässliche Arbeit an der Catch-Point-Grenze funktioniert. Er ist nicht der Receiver, der Defenses konstant mit plötzlicher Kurzflächen-Explosion oder spektakulärer Separationsschärfe auseinanderzieht. Sarratt macht Würfe verwertbar, die für viele andere Receiver schon unangenehm oder unspielbar wären. Er arbeitet stark durch Traffic, spielt mit guter Körperbeherrschung entlang der Sideline und wirkt wie ein Receiver, der auch dann noch Antworten hat, wenn das Play nicht perfekt sauber gewonnen ist. Genau darin liegt sein NFL-Case: nicht als reiner Raumspieler, sondern als Outside-Target mit echter Toughness und funktionaler Possession- plus Vertical-Upside.

Sein 2025er Produktionsbild muss dabei sauber eingeordnet werden. Sarratt war kein bloßer Volumenfänger, sondern ein Receiver, dessen Wert in schwierigen Targets, red-zone-naher Verwertbarkeit und körperlicher Down-to-Down-Stabilität lag. Seine Projektion lebt deshalb weniger von nackter Masse an Receptions als von der Art, wie er seine Plays gewinnt.

Stärken

  • Sehr starke Hände und überzeugende Arbeit am Catch Point

Sarratts größte Stärke ist seine Ballgewinnung. Sobald der Ball in seine Richtung fliegt, wirkt sein Spiel deutlich besser als viele klassische Messwerte seiner Saison vermuten lassen. Er arbeitet ruhig zum Ball, zeigt gute Handstärke und hält auch dann die Kontrolle, wenn Kontakt schon in der Fangphase da ist. Sarratt ist kein Receiver, der erst komplett frei werden muss, um nützlich zu sein. Er kann auch dann gewinnen, wenn der Verteidiger noch in der Hüfte hängt oder das Fenster optisch eng aussieht.

Besonders wertvoll ist, dass seine Hände nicht nur in Highlight-Situationen funktionieren. Gerade weil Sarratt häufiger mit engeren Fenstern lebt, fällt diese Verlässlichkeit ins Gewicht. Er spielt wie ein Receiver, dem Quarterbacks auch bei Back-Shoulder-Bällen, Randwürfen und körperlichen Intermediate-Situationen vertrauen können.

  • Körperkontrolle, Sideline-Arbeit und funktionaler Boundary-Wert

Sarratt ist kein Receiver, der seine Außenbahnrolle nur nominell trägt. Sein zeichnen ihn klar als echten Outside-Receiver, der an der Boundary verwertbar ist. Er versteht es, seinen Körper zwischen Ball und Defender zu positionieren, kann schwierige Würfe an der Außenlinie noch in Fangfenster verwandeln und spielt in engen Räumen deutlich kontrollierter als viele größere oder physischere Receiver, die dort oft steif wirken. Hinzu kommt, dass seine Maße dieses Profil stützen. Die offiziellen Combine-Messungen führen ihn bei 6-2½ und 210 Pfund mit 31¼-Zoll-Armen und 75⅝-Zoll-Wingspan. Das ist kein extremes Freak-Profil, aber ein sauberer NFL-Körper für einen Receiver, der über Ballskills und Kontaktarbeit kommt. Er ist groß genug, um an der Boundary glaubwürdig zu leben, ohne so lang oder hochbeinig zu sein, dass jede Richtungsänderung schwerfällig wirkt.

  • Verlässlicher Possession-Receiver mit red-zone-naher Wirkung

Sarratts Profil hat eine sehr klare drive-stabilisierende Qualität. Seine starken Hände, sein Route-Running und seinen Drang, in wichtigen Momenten Plays zu liefern, können hervorgehoben werden. Sein Spiel wirkt über vier Quarter nicht wie das eines auf Splash-Plays angewiesenen Receivers, sondern wie das eines Targets, das Quarterbacks bei Need-to-have-Downs wiederfinden können. Dazu passen auch die 11 Receiving Touchdowns.

  • Route-Disziplin und ausreichend vertikale Anschlussfähigkeit

Sarratt wird nicht als plötzlicher Separator in Erinnerung bleiben, aber es wäre falsch, ihn nur als statischen Ballwinner zu lesen. Sein Route-Running ist eine Stärke, er gewinnt nicht mit explosivem ersten Schritt, aber er kann vertikal genug Druck aufbauen, um Defensivspieler zu respektvollen Hüftöffnungen zu zwingen und damit Fenster für Intermediate-Breaks oder tiefere Randwürfe zu erzeugen. Seine Routen sind eher kontrolliert als spektakulär, aber sie sind nicht zufällig. Er versteht, wie er über Tempo, Körperhaltung und Timing in seine stärksten Ballphasen kommt.

  • Toughness und Spielstil mit echter NFL-Übersetzbarkeit

Ein zentraler Pluspunkt in seinem Profil ist, dass sein Spielstil nicht weich oder passiv ist. Sarratt arbeitet durch Kontakt, spielt mit Wettbewerbsstärke und wirkt wie ein Receiver, der in einer physischen Liga nicht erst neu lernen muss, dass jeder Catch umkämpfter wird. Gerade bei Receivern, die nicht über seltene Explosivität kommen, ist diese Mentalität wichtig.

Schwächen

  • Begrenzte Kurzflächen-Quickness und keine echte plötzliche Separation

Der größte Einwand gegen Sarratt bleibt seine Art sich vom Corner zu separieren. Er ist eher ein „build-up“ Athlete als ein plötzlicher Receiver, mit begrenzter short-area quickness, etwas steiferen Richtungswechseln und gelegentlich leicht gerundeten Routen. Genau das ist der Kern seiner Begrenzung. Sarratt gewinnt nicht konstant früh im Down. Er hat nicht die untere Körperfluidität, um aus scharfen Stopps oder abrupten Cuts regelmäßig große Fenster zu reißen. Gegen NFL-Corner, die enger, physischer und taktisch disziplinierter spielen, kann das seine Margin for Error verkleinern.

Diese Schwäche ist deshalb so wichtig, weil sie seine Rolle relativ klar vorgibt. Ein Receiver, der nicht konstant sofort trennt, muss auf andere Weise gewinnen. Bei Sarratt geht das über Hände, Körperkontrolle und Ballskills. Das funktioniert, aber es bedeutet auch, dass seine Effizienz stärker vom Kontext lebt als bei Receivern, die sich auf mehreren Ebenen wirklich frei spielen können. Er ist dadurch kein limitiertes Prospect, aber ein spezifischeres.

  • Kein bestätigter Combine-Speed und insgesamt eher durchschnittliches Athletikprofil

Der Combine-Prozess hat Sarratts physisches Profil nicht nach oben gezogen. Er hat beim Combine nicht getestet, weswegen ein objektiver Nachweis dafür fehlt, dass sein Tape womöglich mehr Speed oder Explosivität enthält, als man beim ersten Hinsehen vermutet. Bei einem Receiver, der ohnehin eher über Ballskills als über pure Dynamik kommt, ist das relevant. Teams müssen seine Athletik noch stärker tapebasiert einordnen, und dieses Tape spricht eher für funktionale als für außergewöhnliche Bewegung. 

  • YAC ordentlich, aber nicht profilprägend

Sarratts Spiel nach dem Catch ist nicht schlecht, aber es ist nicht der Kern seiner Projektion. Erweist 271 Yards nach dem Catch und 5,8 YAC pro Reception aus. Das ist funktional solide, aber kein Hinweis auf einen Receiver, der mit Ball in der Hand dauerhaft Winkel zerstört oder Tackler im offenen Feld reihenweise aussteigen lässt. Seine zusätzliche Produktion nach dem Catch entsteht eher über Balance und Vorwärtsarbeit als über seltene Open-Field-Kreativität.

Talentprognose

Elijah Sarratt projiziert als früher NFL-Rotationsspieler mit realistischer Starter-Upside auf der Außenbahn. Seine beste Rolle liegt wahrscheinlich als Z oder Flanker gegenüber einem anderen primären Receiver, wo er mit etwas freieren Releases, mehr Aufbau in den Stem und bewusst genutzter Boundary-Arbeit seine Stärken am besten ausspielen kann. Dort kann er Quarterbacks mit starken Händen, verlässlicher Catch-Point-Arbeit, guter Sideline-Kontrolle und Possession-Wert helfen. Seine größte Stärke ist nicht, dass er Defenses dauernd auseinanderzieht, sondern dass er schwierige Targets effizienter macht. Genau solche Spieler finden in der NFL oft schneller eine Rolle, als es ihre öffentliche Draft-Aufmerksamkeit zunächst vermuten lässt.

Sein Ceiling hängt daran, wie weit sich seine Trennung gegen bessere Athletik noch stabilisiert und wie gut ein NFL-Team seine Stärken bewusst einsetzt. Bleibt er ungefähr der Spieler, den das aktuelle Profil zeigt, dann ist der wahrscheinlichste Outcome ein brauchbarer bis guter Boundary-Starter oder hochwertiger WR3/WR2-Typ mit red-zone- und possession-Mehrwert. Wird er in seiner Route-Arbeit noch etwas effizienter und landet in einer Offense, die ihn sauber als Flanker statt als isolierten X einbaut, kann er diese Rolle relativ früh ausfüllen.

Draft Grade:                      Late Second – Early Third Round

Erwartete Draft Runde:    Late Second – Early Third Round

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Fabian Weigl beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der NFL und der NCAA und bringt seine Begeisterung für American Football in fundierte Analysen und Berichte ein. Durch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Teams, Spielern und Spielstrategien hat er sich ein Wissen über den Sport angeeignet.

Beruflich ist er im Controlling tätig. Mit seinem ausgeprägten Blick für Details und aktuellen Entwicklungen möchte Fabian Weigl seine Leidenschaft für Football weiter vertiefen.

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