Rams-Rookie Ty Simpson schwärmt von Stafford und Adams

Lesezeit: 4 Min.
Ein lächelnder Mann im Anzug und mit Teamkappe hält ein blaues Rams-Football-Trikot mit der Aufschrift "Simpson" und der Nummer 1 hoch und feiert damit Ty Simpson als potenziellen Stafford-Nachfolger bei einer Draft-Veranstaltung. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / UPI Photo

Für Ty Simpson könnte der Einstieg in die NFL kaum luxuriöser aussehen. Der Rookie-Quarterback der Los Angeles Rams darf seine ersten Profi-Schritte direkt an der Seite von Matthew Stafford, Davante Adams und Puka Nacua machen und genau das sieht er selbst als riesigen Entwicklungsschub. In einem Interview sagte Simpson, es sei „wirklich, wirklich cool“, mit Stafford in einem Raum zu sein und gleichzeitig aus Sicht der Receiver von Adams und Nacua zu lernen. Wörtlich nannte er das einen „großen Vorteil“ für sich.

Dass Simpson diese Situation so offensiv annimmt, ist bemerkenswert, weil sein Draft in Los Angeles zunächst viele überraschte. Die Rams zogen den Quarterback aus Alabama im NFL Draft 2026 an Position 13 – obwohl Stafford gerade eine MVP-Saison gespielt hatte und da man für das Team eher auf unmittelbare Verstärkung auf anderen Positionen getippt hatte. NFL.com sprach damals selbst von einem „stunner“. Für die Rams war der Pick trotzdem logisch: Sie wollten die Zukunft absichern, ohne das aktuelle Titelfenster zu schließen.

Genau das zeigt auch die jüngste Vertragslage. Die Rams verlängerten erst vor wenigen Tagen mit Stafford um ein weiteres Jahr für 55 Millionen Dollar, mit Incentives sogar bis zu 60 Millionen Dollar. Damit ist klar: Simpson soll nicht sofort übernehmen, sondern hinter einem der besten Quarterbacks der Liga lernen. Für einen jungen Spielmacher ist das fast die Idealsituation – kein Druck, sofort liefern zu müssen, aber maximale tägliche Nähe zu einem Elite-Routinier.

Und Stafford ist derzeit nicht irgendein Mentor, sondern der amtierende NFL-MVP. Der Rams-Quarterback führte 2025 die Liga mit 4.707 Passing Yards und 46 Touchdowns an, warf dabei nur acht Interceptions und wurde sowohl von der AP als auch von der PFWA als wertvollster Spieler ausgezeichnet. Los Angeles schloss die Regular Season mit 12-5 ab und erreichte das NFC Championship Game, wo gegen Seattle Schluss war. Für Ty Simpson bedeutet das: Er schaut nicht bloß einem großen Namen zu, sondern einem Quarterback, der gerade eine der besten Saisons seiner Karriere gespielt hat.

Zusätzlichen Wert bekommt das Ganze durch die Receiver-Seite. Davante Adams gilt seit Jahren als einer der präzisesten Route-Runner der NFL, Puka Nacua ist ohnehin einer der wichtigsten Bausteine der Rams-Offense. Simpson kann also nicht nur beobachten, wie Stafford eine Offense führt, sondern auch, wie Elite-Receiver Separation erzeugen, Coverages lesen und Timing mit dem Quarterback aufbauen. Dass er genau diesen Punkt in seinem Zitat hervorhebt, zeigt ziemlich gut, wie bewusst er seine Lernphase angeht.

Interessant ist auch, wie Simpson mit der Kritik an seinem überraschenden Draft-Status umgeht. Berichten zufolge sagte er, dass er auf das ganze Gerede nicht wirklich höre. Jeder könne seine Meinung haben, aber seine Aufgabe sei es, „der beste Ty“ zu sein und dem Team auf jede Weise zu helfen, zu gewinnen. Das passt zu dem Bild, das die Rams gerade zeichnen: kein hektischer Nachfolger-Alarm, sondern ein langfristig aufgebautes Staffelstab-Modell hinter Stafford.

Unterm Strich ist Simpsons Situation deshalb eine der spannendsten Rookie-Geschichten der Rams-Offseason. Er muss nicht sofort retten, nicht sofort starten und nicht sofort rechtfertigen, warum er ein First-Round-Pick war. Stattdessen bekommt er etwas, das für junge Quarterbacks oft wertvoller ist als frühe Starts: Zeit, Ruhe und tägliche Arbeit mit einem MVP-Quarterback und zwei Top-Receivern. Genau deshalb klingt seine Einschätzung so plausibel: Für Ty Simpson ist das gerade tatsächlich ein großer Vorteil.

Teile den Artikel
Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert