Drake Maye trägt den Super Bowl noch mit sich herum

Wie Mayes Super-Bowl-Niederlage seine Motivation für die Saison 2026 prägt

Lesezeit: 4 Min.
Drake Maye und Sam Darnold - Zwei Männer in passenden hellgrauen Pullovern, von denen einer ein Mikrofon in der Hand hält, stehen sich vor einem schlichten dunklen Hintergrund gegenüber und fangen die Aufregung der Eröffnungsfeier des Super Bowl LX ein. Alt-Text wurde KI-generiert.
Foto: IMAGO / Icon Sportswire

Drake Maye hat den Super Bowl noch längst nicht abgehakt und genau das will er offenbar auch gar nicht. Der Quarterback der New England Patriots sagte diese Woche offen, dass eine Niederlage auf dieser Bühne nicht einfach mit einem Schulterzucken verschwindet. Nach dem 13:29 im Super Bowl LX gegen die Seattle Seahawks könne man zwar daraus lernen und Motivation ziehen, aber ein Spiel dieses Kalibers lasse sich nicht einfach „wegwischen“. Damit bringt Maye ziemlich ehrlich auf den Punkt, was in Foxborough seit Monaten mitschwingt: Die Patriots waren nah dran am ganz großen Wurf und wurden dann auf der größten Bühne kalt erwischt.

Besonders an sich selbst knabbert Maye dabei offenbar noch immer. Er sagte laut NFL.com, dass New England als Team nicht sein bestes Football gezeigt habe und dass er sich wünsche, selbst besser gespielt zu haben. Das passt zur filmischen Erinnerung an dieses Spiel: Die Patriots-Offense kam gegen Seattles Defensive Front kaum ins Rollen, und Maye wirkte lange gehetzt, ausgebremst und ungewöhnlich unpräzise.

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Dabei war Mayes Weg bis dorthin eigentlich die perfekte Aufstiegsgeschichte. In der Regular Season 2025 warf der frühere No.-3-Pick Pässe für 4.394 Yards, 31 Touchdowns und nur acht Interceptions. Dazu kam ein Passer Rating von 113,5, das ihn laut ESPN an die Spitze der Liga setzte. New England marschierte mit 14-3 zum ersten AFC-East-Titel seit 2019 und spielte sich bis in den Super Bowl. Genau deshalb sitzt die Pleite wohl auch so tief: Drake Maye hatte die Patriots bis an die Tür zurück zur NFL-Elite geführt; nur ging sie im größten Spiel des Jahres nicht auf.

In den Playoffs kippte sein Niveau dann sichtbar ab. ESPN listet Maye in vier Postseason-Spielen mit einer Completion Rate von 58,3 Prozent, dazu sechs Passing Touchdowns, vier Interceptions und insgesamt 21 Sacks. Im Super Bowl selbst sah die Statline auf dem Papier mit 295 Yards und zwei Touchdowns am Ende deutlich freundlicher aus, als das Spiel sich über weite Strecken tatsächlich anfühlte: Seattle dominierte früh, New England punktete erst spät, und die Patriots mussten einem klaren Rückstand hinterherlaufen.

Genau deshalb bekommt Mayes neue Saison sofort maximale Wucht. Die NFL hat den Patriots gleich zum Auftakt die direkte Revanche gegeben: New England eröffnet die Saison 2026 am 9. September in Seattle, ausgerechnet gegen jenes Team, das ihnen im Februar den Titel wegschnappte. Maye sprach bereits davon, dass genau so ein Start die Mannschaft zusätzlich antreibe: auswärts, Banner-Zeremonie, hostile environment, schlechte Erinnerungen: mehr Storyline geht für Woche 1 kaum.

Für die Patriots ist das die denkbar schärfste Form eines Neustarts. Statt langsam in eine neue Saison hineinzufinden, müssen sie sofort zurück gegen das Team, das ihre letzte Spielzeit beendet hat. Und für Drake Maye persönlich ist das eine Gelegenheit, aus seinem schwierigsten Auftritt als Profi direkt eine neue Erzählung zu machen. Er sagt selbst, dass ihn das Spiel motiviert. Jetzt bekommt er die Chance, das nicht erst im Januar zu beweisen, sondern direkt in Woche 1.

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Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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