Chris Jones soll letzte Saison bei den Chiefs spielen

Hohe Kosten und Leistungsschwankungen zwingen Chiefs zur Entscheidung über Jones’ Zukunft

Lesezeit: 5 Min.
FootballR - NFL - Der Footballspieler der Kansas Chiefs, Chris Jones, hält durch und kündigt einen Streik bis zur Saisonmitte an.
Foto: IMAGO / USA TODAY Network

Chris Jones ist längst mehr als nur ein dominanter Defensive Tackle. Er ist einer der prägenden Spieler der modernen Chiefs-Dynastie, dreifacher Super-Bowl-Champion, mehrfacher All-Pro und über Jahre das defensive Gegengewicht zu Patrick Mahomes auf der anderen Seite des Balls. Gerade deshalb bekommt eine Frage in Kansas City langsam mehr Gewicht: Könnte 2026 seine letzte Saison im Trikot der Chiefs sein? Die nackten Vertragszahlen legen zumindest nahe, dass dieses Szenario sehr real ist.

Der zentrale Punkt ist die Cap-Struktur seines Vertrags. Nach den aktuell öffentlich einsehbaren Vertragsdaten liegt Jones’ Cap Hit 2027 bei rund 38,1 Millionen Dollar; 2026 schlägt er sogar mit 44,85 Millionen Dollar zu Buche. Gleichzeitig zeigen Cap-Überblicke, dass Kansas City schon jetzt mit massiven finanziellen Spannungen in die kommenden Jahre blickt. Genau deshalb taucht Jones in fast jeder Chiefs-Cap-Debatte als einer der offensichtlichsten Hebel auf.

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Die ökonomische Logik dahinter ist simpel: Chris Jones ist noch immer ein sehr guter Spieler, aber er bewegt sich inzwischen in einer Preisregion, die selbst für Elite-Verteidiger schwer zu rechtfertigen ist. Gerade weil er kein Quarterback ist, schaut jedes Front Office bei solchen Zahlen doppelt hin. In Analysen rund um den Chiefs-Cap wird deshalb immer wieder darauf verwiesen, dass sein Deal mittelfristig entweder restrukturiert, neu verhandelt oder eben irgendwann beendet werden muss. Ohne Bewegung bei dieser Vertragsstruktur wird Jones ab 2027 zu einem der größten Einzelthemen im Kaderbau der Chiefs.

Sportlich ist die Lage dabei nicht schwarz-weiß. Wer nur auf die Grundproduktion schaut, könnte meinen, Jones habe bereits deutlich nachgelassen. Laut PFF kam er 2025 auf eine Gesamtnote von 70,5, die niedrigste seiner Karriere, und lag damit nur im erweiterten Mittelfeld der Interior Defender. Auch die PFF-Analyse zur Saison betonte, dass dies sein schwächster Gesamtwert seit Jahren war.

Aber genau hier wird es analytisch interessant. Denn dieselben Daten zeigen auch, dass Jones als Pass Rusher weiterhin extrem wertvoll war. PFF schreibt, dass er 2025 trotz der insgesamt niedrigeren Gesamtnote noch immer eine 90,7 Pass-Rush-Grade auflegte, dazu sieben Sacks, 19 Hits und 37 Hurries bei 495 Pass-Rush-Snaps. Arrowhead Pride verweist außerdem auf eine ESPN-Auswertung, nach der Jones unter Defensive Tackles weiterhin bei mehreren Druckmetriken ganz oben mitmischte, darunter Pass Rush Win Rate und Pressures. Das spricht eher für eine leichte Erosion seines Gesamtspiels als für einen kompletten Absturz.

Genau deshalb ist das Bild bei Jones so zwiespältig. Einerseits wird er 2026 32 Jahre alt und geht in seine elfte NFL-Saison auf einer brutal belastenden Position. Andererseits bleibt er selbst in einer Saison, die als „down year“ gelesen wird, in Teilbereichen noch immer einer der gefährlichsten Interior Pass Rusher der Liga. Das macht ihn nicht unersetzbar, aber eben auch nicht zu einem einfachen Cap-Cut-Kandidaten, den man rein aus finanzieller Logik bedenkenlos streichen könnte.

Für Kansas City läuft deshalb alles auf eine klassische NFL-Frage hinaus: Zahlt man für vergangene Größe, aktuelle Qualität oder zukünftiges Risiko? Wenn Jones 2026 noch einmal auf klar elitärem Niveau spielt, werden die Chiefs ein starkes Interesse daran haben, vor 2027 über eine neue Vertragsstruktur zu sprechen. Denn eine Entlassung würde zwar Cap-Effekte bringen, aber auch erhebliche Dead-Money-Folgen nach sich ziehen. Wenn seine Leistung dagegen weiter leicht zurückgeht, wird die Diskussion deutlich härter. Dann könnte aus einer bloßen Vertragsfrage schnell eine Grundsatzentscheidung über Alter, Value und Kadererneuerung werden.

Dazu passt auch, dass Kansas City zuletzt schon an mehreren Stellen aggressiv mit Verträgen gearbeitet hat. Die Chiefs haben in den vergangenen Jahren unter anderem die Deals von Patrick Mahomes und Chris Jones selbst bereits restrukturiert, um kurzfristig Luft zu schaffen. Solche Moves kaufen Zeit; sie lösen das strukturelle Problem aber nicht dauerhaft. Irgendwann muss ein Team entscheiden, ob es einen teuren Routinier weiter trägt oder die Mittel an anderer Stelle neu verteilt. Bei Chris Jones nähert sich genau dieser Punkt.

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FAQ zum Thema

Warum könnte 2026 Chris Jones' letzte Saison bei den Chiefs sein?

Die hohen Cap-Kosten seines Vertrags in den Jahren 2026 und 2027 belasten das Budget der Chiefs stark, was eine Vertragsrestrukturierung oder ein Ende der Zusammenarbeit wahrscheinlich macht.

Wie hat sich Chris Jones' Leistung in der Saison 2025 entwickelt?

Jones erreichte 2025 eine Gesamtnote von 70,5, die niedrigste seiner Karriere, zeigte aber weiterhin starke Pass-Rush-Leistungen mit einer Pass-Rush-Grade von 90,7, sieben Sacks und vielen Druckaktionen.

Welche finanziellen Herausforderungen haben die Chiefs im Zusammenhang mit Chris Jones?

Jones' Cap Hit liegt 2026 bei 44,85 Millionen Dollar und 2027 bei 38,1 Millionen Dollar, was für ein Team mit finanziellen Spannungen eine große Belastung darstellt und zu Diskussionen über seinen Vertrag führt.

Wie bewerten die Chiefs die Zukunft von Chris Jones im Team?

Die Chiefs müssen abwägen, ob sie für vergangene Erfolge, aktuelle Qualität oder zukünftiges Risiko zahlen wollen, und planen möglicherweise eine Vertragsneuordnung vor 2027, abhängig von seiner Leistung 2026.

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Ein blaues, schildförmiges Logo mit grauem Rand zeigt oben eine silberne Vince Lombardi Trophy. Darunter steht in fetten silbernen Buchstaben „SUPER BOWL“, darunter in kleinerem Text „AKADEMIEPORTS MUSEUM“. Diese Beschreibung wurde mit der FootballR KI automatisch generiert. Alexander R. Haidmayer - Experte für Football und Gründer von FootballR. Alexander Haidmayer ist ein angesehener Experte im Bereich Football und Gründer von FootballR, einer führenden Plattform für Footballnachrichten. Seit 2013 ist er mit Leidenschaft und Fachwissen in der Welt des Footballs tätig und hat sich einen Namen als Experte auf diesem Gebiet gemacht. Neben seiner Rolle als Gründer und Eigentümer von FootballR ist Alexander R. Haidmayer seit 2006 auch als Mitarbeiter bei der renommierten Kleinen Zeitung tätig. Diese langjährige Erfahrung ermöglicht es ihm, fundierte Einblicke und exklusive Informationen aus der Footballwelt zu liefern.
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