>> Unsere MOCK DRAFTS << | >> Alles zum NFL Draft 2021 <<

| Das Football ABC

Werbung
image_pdfimage_print

 

Fumble, Pick, Safety und Sack: Das Fachvokabular des American Football ist nicht jedem sportinteressierten Europäer geläufig. Das folgende Lexikon erläutert die wichtigsten Spielregeln und Spielerpositionen und enthält alle wesentlichen Fakten zur National Football League (NFL).

 

 

{jb_dropcap}A{/jb_dropcap} wie American.
Während in der restlichen Welt „König Fußball“ regiert, rittern in den USA Baseball und Football um den Titel „America’s Game“. Sehr populär sind auch Basketball und Eishockey. Die Profiligen dieser vier Teamsportarten – MLB (Baseball), NBA (Basketball), NFL (Football) und NHL (Eishockey) – werden daher auch als „Majors“ bezeichnet.

 

{jb_dropcap}B{/jb_dropcap} wie Basics.
Ziel beim American Football ist es, durch Lauf- und Passspiel Raumgewinn zu erzielen und den Ball in die gegnerische Endzone, d.h. hinter die Goalline, zu bringen. Ein solcher Touchdown bringt sechs Punkte ein, ein Fieldgoal drei. Es stehen sich jeweils elf Spieler gegenüber, es gibt jedoch eigene Offensiv- und Defensivformationen sowie sogenannte Special Teams.

 

{jb_dropcap}C{/jb_dropcap} wie Cheerleader.
Sport und Show gehören in den USA untrennbar zusammen, Po(m)p, Pathos und Patriotismus prägen vor allem den Superbowl. Cheerleader und Marching Bands machen Stimmung im Publikum, für das leibliche Wohl ist dank Hotdogs und Co. gesorgt.

 

{jb_dropcap}D{/jb_dropcap} wie Draft.
Profi-Footballklubs unterhalten keine eigenen Nachwuchsabteilungen, sondern verstärken sich gezielt mit College-Talenten. Beim jährlich im April stattfindenden Draft hat das schwächste Team der Vorsaison als erstes die Chance, einen Spieler zu wählen, den Nr1-Draft-Pick

 

{jb_dropcap}E{/jb_dropcap} wie Endzone.
In diesen zehn Yards breiten Bereich an beiden Enden des Spielfelds muss der eiförmige Ball getragen oder erfolgreich geworfen werden, um einen Touchdown zu erzielen. Danach hat das Team zwei Möglichkeiten: entweder den Kicker für einen Extrapunkt aufs Feld zu schicken oder zu versuchen, den Ball nochmals in die Endzone zu bringen (Two-Point-Conversion).

 

{jb_dropcap}F{/jb_dropcap} wie Fullback.
Der Runningback (RB) ist einer der wichtigsten Offensivakteure: Man unterscheidet zum einen den etwas kräftigeren Fullback, zum anderen den Halfback, der aufgrund seiner Schnelligkeit und Wendigkeit den Gegnern auf und davon laufen soll.

 

{jb_dropcap}G{/jb_dropcap} wie Gatorade.
Bevor der Coach des Superbowl-Gewinners traditionell mit der Gatorade-Dusche bedacht wird, werden mehr als 100 Millionen US-Amerikaner das Spektakel live vor den TV-Geräten verfolgt haben. Dementsprechend nachgefragt sind die zahlreichen Werbeblöcke, Unternehmen bezahlen bis zu drei Millionen Dollar für einen 30-Sekunden-Werbespot.

 

{jb_dropcap}H{/jb_dropcap} wie Hall of Fame.
Die Pro Football Hall of Fame befindet sich in Canton (Ohio), jährlich werden bis zu sieben herausragende Ex-Spieler sowie Trainer und Funktionäre in diese Ruhmeshalle gewählt. Der „Class of 2010“ gehörten etwa mit Jerry Rice und Emmitt Smith zwei der größten Offensivspieler aller Zeiten an.

 

{jb_dropcap}I{/jb_dropcap} wie Interception.
Wird der Pass des Quarterbacks von einem gegnerischen Spieler abgefangen, spricht man von einer Interception. Bei einem Fumble verliert der Ballträger das Spielgerät. Nach einem solchen Turnover kommt es zum Wechsel des Angriffsrechts, ein Verteidiger kann aber auch direkt einen Touchdown erzielen.

 

{jb_dropcap}J{/jb_dropcap} wie Janet Jackson.
Michaels Schwester sorgte 2004 für d e n Skandal der Superbowl-Geschichte, als beim Auftritt mit Justin Timberlake während der Halftime-Show unabsichtlich die rechte Brust entblößt wurde – der Begriff „Nipplegate“ war geboren. Weitere Stars auf der Bühne: U2, The Rolling Stones, Paul McCartney und Bruce Springsteen.

 

{jb_dropcap}K{/jb_dropcap} wie Kicker.
Der Kicker ist für die Extrapunkte nach Touchdowns und für Fieldgoals zuständig und entscheidet damit sehr oft über Sieg und Niederlage seines Teams. Österreichs berühmtester NFL-Beitrag, „Wembley-Toni“ Fritsch, verdingte sich erfolgreich als Kicker, der frühere Rapid- & Team-Stürmer holte 1972 mit den Dallas Cowboys den Superbowl.

 

{jb_dropcap}L{/jb_dropcap} wie Linebacker.
Hinter der Defensive Line stehen – je nach taktischem Schema – drei bis vier Linebacker (LB). Einer dieser Spieler agiert meist als Abwehrchef und ist per Funk mit den Trainern verbunden. Hinter den Linebackern befindet sich das Defensive Backfield (zwei Cornerbacks, zwei Safeties), dessen Aufgabe es ist, gegnerische Spieler an der Ballannahme zu hindern.

 

{jb_dropcap}M{/jb_dropcap} wie MVP.
Als „Most Valuable Player“ (MVP) wird der wertvollste Spieler eines Games oder der ganzen Saison ausgezeichnet. Mit vier Liga-MVP-Auszeichnungen ist Peyton Manning Spitzenreiter, Brett Favre wurde Mitte der 1990er-Jahre dreimal in Folge zum Liga-MVP gekürt.

 

{jb_dropcap}N{/jb_dropcap} wie NFL.
Die National Football League (NFL) in der heutigen Form entstand 1970 durch den Zusammenschluss zweier bestehender Ligen. Jeweils 16 Teams spielen in der American und der National Football Conference (AFC und NFC), Auf- und Abstieg sind unbekannt. Innerhalb der Conferences bestehen vier Gruppen á vier Klubs, die Divisions, die nach den Himmelsrichtungen benannt sind (East, North, South und West).

 

{jb_dropcap}O{/jb_dropcap} wie Officials.
Insgesamt sieben Schiedsrichter wachen auf dem Feld über die Einhaltung des komplexen Regelwerks. Der Referee (mit dem weißen Käppi) spricht per Handzeichen und Mikrofon etwaige Penalties für Fehlverhalten aus. Strafen betreffen nie den einzelnen Spieler, sondern wirken sich auf das gesamte Team in Form von Raumverlust (5 bis 15 Yards) aus.

 

{jb_dropcap}P{/jb_dropcap} wie Playoffs.
Innerhalb der Regular Season hat jedes Team 16 Spiele zu absolvieren. Von den 32 NFL-Teams erreichen dann gerade zwölf die Playoffs: die acht Division-Sieger sowie pro Conference je zwei Teams mit der nachfolgend besten Saison-Bilanz. Nach zwei Playoff-Runden werden dann in den Championship Games die beiden Meister von AFC und NFC ermittelt, welche sich dann im NFL-Finale, dem Superbowl, gegenüberstehen.

 

{jb_dropcap}Q{/jb_dropcap} wie Quarterback.
Der Spielmacher ist die wichtigste Figur der Offensivformation: Er leitet die Spielzüge ein, nachdem er vom Center den Ball erhalten hat (Snap) und gibt ihn dann entweder einem Runningback weiter oder versucht einen Pass auf einen seiner Mitspieler. Der Quarterback (QB) ist per Funk mit seinen Coaches verbunden.

 

{jb_dropcap}R{/jb_dropcap} wie Rugby.
American Football kann seine Verwandtschaft mit dem englischen Rugby nur schwer leugnen, zu offensichtlich sind die Ähnlichkeiten. Seinen Ausgang nahm das Spiel von den US-Eliteunis Harvard, Princeton und Yale, bis es dann unter den Arbeitern der Industriestädte in New York, Ohio und Pennsylvania rasch Anklang fand. 1920 wurde dann die American Professional Football Association gegründet, der Vorläufer der NFL.

 

{jb_dropcap}S{/jb_dropcap} wie Strategie.
Wegen seiner strategischen Komponente wird Football gern auch als „Rasenschach“ bezeichnet. Der Head Coach erstellt gemeinsam mit Offensive wie Defensive Coordinator vor jedem Spiel einen auf den jeweiligen Rivalen abgestimmten „Game Plan“. Dieser soll dann während der Begegnung bestmöglich durch einstudierte Lauf- und Passspielzüge umgesetzt werden.

 

{jb_dropcap}T{/jb_dropcap} wie Tackle.
Bei einem Tackle versucht die Defensive, den Ballträger zu stoppen, bei einem Sack wird der Quarterback zu Boden geworfen. Tackle bezeichnet jedoch auch eine Spielerposition: In der Offensive Line (O-Line) stehen die beiden Tackles ganz außen, zwischen ihnen die beiden Guards und der Center. In der Defensive Line (D-Line) befinden sich die beiden Defensive Ends außen, in der Mitte stehen ein oder zwei Defensive Tackle.

 

{jb_dropcap}U{/jb_dropcap} wie Universität.
Collegesport in den USA hat wenig mit den hiesigen Universitätssportinstituten zu tun, die Sportabteilungen der größeren Unis brauchen sich punkto Professionalität und Popularität auch nicht vor europäischen Top-Fußballklubs verstecken. Die Spieler erhalten kein Geld, aber großzügige Stipendien für die Finanzierung des Studiums, zudem winkt die Chance auf eine lukrative Profi-Karriere in der NFL.

 

{jb_dropcap}V{/jb_dropcap} wie Vince Lombardi.
Der erste Superbowl wurde am 15. Jänner 1967 in Los Angeles ausgetragen, die Green Bay Packers besiegten unter ihrem legendären Head Coach Vince Lombardi die Kansas City Chiefs mit 35:10. Rekordchampion sind die Pittsburgh Steelers mit sechs Titeln, vor den Dallas Cowboys und den San Francisco 49ers (fünf). Die Sieger erhalten Superbowl-Ringe und dürfen die „Vince Lombardi Trophy“ in die Höhe stemmen.

 

{jb_dropcap}W{/jb_dropcap} wie Wide Receiver.
Je nach Aufstellung sind bis zu vier Spieler als Wide Receiver (WR, Passempfänger) aufgestellt, die sich durch Schnelligkeit und vor allem sichere „Fang-Hände“ auszeichnen. Tight Ends (TE) sind besonders flexibel einsetzbar, da sie fangen und blocken können.

 

{jb_dropcap}X{/jb_dropcap} wie XXL.
Entgegen dem Klischee vom massigen Footballer werden Spieler mit sehr unterschiedlichem Körperbau eingesetzt. Während die Linemen kräftig gebaut sind, um ihren Quarterback und die Runningbacks vor den Abwehrspielern schützen zu können, sind Runningbacks, Wide Receiver und Defensive Backs oft kleiner und damit schneller und wendiger.

 

{jb_dropcap}Y{/jb_dropcap} wie Yards.
Das eigentliche Spielfeld misst 100 mal 53 Yards (rund 91 mal 48 Meter) und ist damit etwas kleiner als ein Fußballplatz. Jede Offensivformation hat vier Downs (Versuche) zur Verfügung, um eine Entfernung von 10 Yards zu überwinden, gelingt das nicht, wechselt das Angriffsrecht. Nach drei erfolglosen Downs bestehen drei Optionen: 1) ausspielen, 2) zu einem Fieldgoal antreten oder 3) den Ball in Richtung des anderen Teams zu kicken (Punt).

 

{jb_dropcap}Z{/jb_dropcap} wie Zeit.
Ein Football-Spiel dauert insgesamt vier Quarter á 15 Minuten, aufgrund der vielen (Werbe-)Unterbrechungen jedoch meist bis zu drei Stunden. Die Overtime nach einem möglichen Unentschieden dauert eine Viertelstunde. Die Zeitnehmung erfolgt wie beim Eishockey sekundengenau, weshalb dem „Clock Management“ große Bedeutung zukommt.

Related Posts

Kommentieren