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| Wie man es als talentierter, junger Footballer in die USA schaffen kann

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Als Football-Spieler aus Europa den Sprung an ein US College schaffen? Viele junge Footballer träumen davon in den USA Football zu spielen, doch wissen nicht wie das funktionieren kann oder fürchten sich vor horrenden Schulpreisen.

Der ehemalige NFLer Björn Werner ging als Jugendlicher in die USA und hat es auch ohne viel Geld geschafft sich durch zu boxen.

Nun betreibt Werner ein Projekt (Gridiron Imports) mit welchem er den Jugendlichen von heute den Weg in die USA ermöglichen möchte. Worauf es dabei ankommt, was das kosten kann erzählte er FootballR im exklusiven Interview.

FootballR: Hallo Björn, bitte erzähl‘ doch mal wer hinter Gridiron Imports steckt.

Björn: Gridiron Imports setzt sich zusammen aus Björn Werner und Chris Adamson, dem ehemaligen Headcoach der Salisbury School, der mittlerweile in Oklahoma coached. Jetzt ist er mein Partner, früher war er mein Förderer. Er hat mir das damals ermöglicht.

Die Idee dafür hatte Werner bereits seit Langem im Kopf, entstanden war sie in gemeinsam mit seinem ehemaligen High-School Coach.

Damals kam der Berliner gleichzeitig mit Kasim Edebali in die USA. Sie waren der erste kleine Schwung aus Deutschland, der an die Prep-Schools ging.

FootballR: Was genau macht Gridiron Imports?

Björn: Wir suchen talentierten Footballern einen Weg in die USA. Wir sind ‚hands-on‘. Dafür muss aber die Grundbasis vorhanden sein. Und je älter ein Spieler ist, den wir vermitteln sollen, desto besser müssen seine Skills sein. Also je jünger der Spieler umso besser.

Wir selektieren vor. Wir sparen den Schulen und Spielern viel Zeit. Wir helfen beim ganzen Prozess, der 6-7 Monate dauert und unterstützen bei der Bewerbung bei den Schulen. Gridiron Imports hat bereits über 80 Partnerschulen (sowohl Privatschulen als auch Junior Colleges; Anm. Redaktion). Wir schauen, dass es so günstig wie möglich wird.

Björn über die Unterstützung durch seinen damaligen Coach:

Für mich war das super!

FootballR: Warum hast du GI gegründet?

Björn: Ich wollte nach dem Ende meiner Karriere den Leuten helfen in die USA zu kommen. Eine Chance bzw. Opportunity schaffen. Das Wichtigste um den Weg in die USA zu schaffen, also interessant für diese Schulen zu sein, ist ein Highlight Tape und gute Noten, sowie eine gute Basis in Englisch.

FootballR: Ihr seid also kein Austausch-Programm?

Björn: Nein, wir suchen auch niemanden der nur 1 Jahr rüber will. Die Internate wollen nur jemanden, der bereit ist seinen Bachelor zu machen und nur Leute mit der Hoffnung in Division 1,2 oder 3 Colleges zu spielen.

FootballR: Das klingt aber sehr teuer. Welche Ausgaben kommen auf einen Spieler zu, der es in die USA schafft?

Björn: Es gibt Financial Aid. Und die ist based aufs Einkommen der Eltern. Die Europäer sind ja zumeist nicht annähernd in der gleichen Gehaltsklasse. Und so eine Schule kostet 55.000 Dollar pro Jahr. Mit dieser Unterstützung kann es sein, dass man gar nichts zahlt.

Das ist sehr individuell, aber die Meisten zahlen unter 3.000 Dollar pro Jahr und das ist bereits inklusive Wohnen und Essen.

Auch Björn Werner hatte kein Geld. Er bekam 110.000 Dollar in zwei Jahren an Unterstützung und konnte sich das nötige Geld aber mit Sommerjobs erarbeiten. Werner zahlte schlussendlich knapp 2.000 Dollar pro Jahr.

Es ist machbar für Leute, die kein Geld haben.

Hinzu kommen noch die Flüge, denn Internate haben Breaks, da muss man weg und muss nachhause. Das ist knapp alle 3 Monate, an denen man heim kommt. Ideal bei Heimweh. Dann braucht man natürlich noch Taschengeld, eine Krankenversicherung (Die ist teilweise inkludiert), dann werden für den TOEFL Test noch 250 Dollar fällig und auch die School Uniform kostet ein paar hundert Dollar.

Um das Interesse der US Coaches zu wecken, benötigt man neben dem Potential auch noch gute Schulnoten und ein wirklich gutes Highlight Tape. Wer kein Tape hat, hat dennoch eine Chance.

FootballR: Kann man sich als Spieler vor dir/euch beweisen? Wann und wo? Was kostet die Teilnahme?

Björn: Ja, wir haben 3 Summer Showcases in Deutschland. Das ist der beste Weg, um sich ohne Highlight Tape den Coaches zu. Die Schulen sind dabei vor Ort und sammeln Infos, auch können Clips von vor Ort als Highlight Tape genutzt werden. Letztes Jahr nahmen 110 Spieler teil und nun gehen 13 rüber. Auch ist es eine prima Möglichkeit für Leute die besser werden wollen.

Wenn wir entscheiden: Du bist gut genug, dann ist die Chance sehr hoch, dass du den Weg als Student Athlet in die USA schaffst.

Gridiron Imports

The Gridiron Imports Summer Showcase is BACK! This summer we are bringing three times the OPPORTUNITY, three times the COMPETITION and three times the IMPACT! The best just got better- this year we…

FootballR: Kann man auch als nicht Vereinsspieler zu euch kommen?

Björn: Nein, eine Grundbasis im Tackle Football muss bereits vorhanden sein. Jeder Spieler wird auf sein Potenzial in der jeweiligen Altersklasse bewertet.

FootballR: Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um es als Spieler in die USA zu schaffen?

Björn: Gute Noten, gute Noten, gute Noten und Potenzial natürlich.

FootballR: Wird man dann auch ein Profi Footballer?

Björn: Wir reden immer Klartext und machen keine Versprechen, die wir nicht halten können. Du kannst nicht planen in die NFL zu kommen. Unser Ziel ist es, dich ans College zu bekommen. Nur die besten schaffen es in die NFL. Mit einem D1 Stipendium ist die Chance noch am größten. Wenn wir mit dir arbeiten, dann können wir dir nur versprechen, dass wir alles tun um dich in die USA zu bekommen. Es ist nicht einfach. Wir sind keine Fans von „Ja das ist der nächste NFL Star.“

Es muss auch klar sein: Du musst viel Zeit investieren um eine Chance zu bekommen.

FootballR: Aber Moritz Böhringer, Chris Ezeala oder auch Moubarak Djeri haben es direkt aus der GFL in die NFL geschafft. Ist das nicht auch ein realistischer Weg?

Björn: Das ist das NFL Player Pathway Programm und ist für die älteren Spieler, die keine Chance mehr haben an einem College zu spielen. Die schaffen es in ein Practice Squad. Ist es eine realistische Chance, wie: Ich bin der nächste? NEIN! Die Chance ist minimal. Deine Chancen erhöhen sich, wenn du so früh als möglich rüber gehst.

Eine Handvoll haben es natürlich auch so geschafft, aber das sind echte Athletic Freaks. Hinzu kommt, vielleicht gibt es das Programm in ein paar Jahren nicht mehr, denn aktuell ist die NFL auf Expansionskurs. Das sieht man auch an den ganzen Rugby Spielern, aber College kann nicht ersetzt werden und natürlich jeden Tag Training.

In den USA gilt auch: Schule und Football ist Eines. Du hast alles an einem Ort. Also gibt es eine Chance direkt in die NFL zu kommen? Ja. Ist diese Chance realistisch? Nein!

FootballR: Zurück zum Showcase. Was erwartet einen Spieler beim Camp? Wie läuft das Training ab und wer kann alles zum Camp kommen?

Björn: Kommen können Spieler ab 13 Jahren bis maximal 19 Jahren teilnehmen. Es ist kein Camp sondern ein Showcase. Ein Showcase ist da um zu zeigen was ich jetzt kann.

Warum Spieler bereits mit 13 Jahren teilnehmen können, obwohl sie erst ab frühestens 15 in die USA gehen können? Man erhält viele Infos, was man in den kommenden Jahren machen kann bzw. muss um eine Chance zu bekommen.

Was einen Spieler erwartet? Die Fundamentals, man bekommt eigene Übungen, sieht wie machen das die Amis, es wird versucht die Drills zu verbessern. Und man wird mit Übungen, die man abseits des Vereins machen kann ausgestattet. Wir suchen ja nicht nur Leute die in die USA wollen, sondern alle Spieler, die besser werden wollen.

Weiters gibt es eine Competition – Oline gegen Dline. Auch eine 2 stündige Session mit Erklärungen für Spieler und Eltern: Um zu klären, was zu tun ist um den möglichen nächsten Schritt zu machen. Die Schulen stellen sich vor, man erfährt was es mit der NCAA Clearinghouse auf sich hat und natürlich noch Q&A Session für Eltern.

FootballR: Was muss man denn als Spieler alles mitnehmen?

Björn: Nur den Helm, Mundschutz und Schuhe. Es gibt kein Tackling aufgrund der Verletzungsgefahr.

FootballR: Coacht du selbst auch?

Björn: Ich coache die Dline. Den Rest werden LLP coachen.

FootballR: Wenn man sich beim Showcase nun beweist und gut genug ist. Was sind die nächsten Schritte? Wo erfährt man was für den Schritt in die USA nötig ist?

Björn: 95% der Leute die gut genug waren, schaffen es auch. Wir benötigen alle Zeugnisse ab der 9. Klasse, ein Telefonat mit der ganzen Familie um im Vorfeld alles zu klären. Danach muss für den English Test gelernt werden. Danach unterstützen wir im Application Process, ab Mitte März werden die ersten angenommen.

Mehr:  Garoppolo und Mostert werden nicht ins Spiel zurückkehren
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