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Aus der GFL direkt in die NFL | David Bada ist im Visier der NFL Aus der GFL direkt in die NFL

David Bada, Defense End der Schwäbisch Hall Unicorns, wird ab Januar 2019 in Florida für seine große Chance trainieren: Er ist Teil des International Player Pathway Programms der NFL und bekommt im März die Chance, sich den Scouts der Profiliga zu präsentieren.

Im Rahmen des International Player Pathway Programms fördert die National Football League (NFL) internationale Athleten, um diesen den Weg in die NFL zu ermöglichen. Dabei erhofft sich die Profiliga einerseits eine größere Auswahl an Football-Talenten für ihre 32 Clubs. Gleichzeitig ist das Programm aber auch Teil der Internationalisierungs-Strategie: Durch ausländische Spieler will die NFL mehr Interesse und Identifikation auf dem internationalen Markt erzielen.

Die Liga hat nun sieben Athleten identifiziert, die sie für das Programm in 2019 nominiert hat. Darunter ist David Bada, der vor der Saison 2018 von den Ingolstadt Dukes zu den Unicorns gewechselt war und eine sehr starke Saison beim deutschen Meister gespielt hat. „Ich werde ab Januar trainieren und im März mein Glück versuchen“, sagt der 23-jährige Bada. „Wenn es nicht klappt, dann komme ich zu den Unicorns zurück.“

Das Programm der NFL sieht vor, dass die ausgewählten Spieler ab Januar in Florida unter der Anleitung von Toptrainern trainieren, um sich dann im März vor NFL-Scouts zu präsentieren. Das Ziel der Spieler ist es, für die Saison 2019 entweder als Free Agent verpflichtet zu werden oder einen Platz im Practice Squad eines NFL-Teams zu erhalten. Wird kein Free-Agent-Vertrag abgeschlossen, dann werden die ausgewählten Spieler einem Team zugeordnet. Schaffen sie nach den Trainingscamps nicht den Sprung in die 53-Mann-Kader der Teams, dann können sie durch eine NFL-Ausnahmeregelung auch als elftes Mitglied in ein Pracitice Squad aufgenommen werden. In diesem Fall dürfen sie allerdings während der Saison nicht aktiviert werden.

Bada ist der zweite Unicorns-Spieler, der mit der Nominiereung nun konkrete Chancen auf eine NFL-Karriere hat. 2016 war es Moritz Böhringer, der den Sprung in die Profiliga als erster Europäer ohne amerikanische College-Karriere geschafft hat. Heute ist auch er Teil des erst 2017 ins Leben gerufenen International Player Pathway Programms und ist Mitglied des Practice Squads der Cincinati Bengals.

Neben David Bada sind folgende Spieler für das 2019er Programm nominiert:
– Moubarak Djeri (22), Defensive Tackle, Deutscher, Cologne Crocodiles
– Valentine Holmes (23), Running Back/Wide Receiver/Kick Returner, australischer Rugby-Nationalspieler
– Jakob Johnson (24), Fullback, Deutscher, ehemals Stuttgart Scorpions
– Durval Neto (25), Defensive Tackle, brazilianischer Football-Nationalspieler
– Maximo Sanchez (25), Linebacker, Mexikaner, Wiesbaden Phantoms
– Christian Wade (27), Running Back/Kick Returner, englischer Rugby-Nationalspieler

Foto: Manfred Löffler

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