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| European Chasers – Die ersten Camps hatten es in sich

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Die ersten Camps sind vorbei und wir geben euch ein kurzes Update in chronologischer Reihenfolge.

Tag 1 – Camp / Rutgers University

Die erste Station auf der Dreamchasers Tour war das Camp der Rutgers University, wo mit dem Schweden Robin Jutwreten bereits ein Teilnehmer der letztjährigen Tour zu Hause ist. Doch bevor das Camp des Division 1 College-Teams Rutgers Scarlet Knights startete, erhielt der erste diesjährige Tourteilnehmer ein Division 1 Angebot. Man kann sagen, bereits beim Aufwärmen wurde der extrem athletische Defensive End Sylvain Yondjouen aus Belgien vom Defensive Line Coach der Towson Tigers abgefangen. Coach Konstantinos Kosmakos hat damit das erste Angebot der Tour unterbreitet. Schon in den Vorgesprächen der letzten Wochen war das Interesse der Towson Tigers an Sylvain zu erahnen. Dass das Angebot jedoch zu einem so frühen Zeitpunkt kam, war dennoch eine Überraschung. Für die Towson Tigers wäre er nicht der erste Belgier im Roster. Denn bereits während der letztjährigen Dreamchasers Tour konnte das College den Defensive Lineman Tibo Debaillie für sich gewinnen.

Neben Sylvain fanden die Towson Tigers auch Interesse an dem finischen OT Martin Veinberg und dem schwedischen Oliner Anton Oskarsson, welcher bereits auch ein Angebot von UMass erhalten hat. Somit unterbreiteten die Tigers gleich während des ersten Camps drei Schützlingen von PPI Gründer Brandon Collier ein Angebot.

Während des Camps zeigte Sylvain den amerikanischen College-Verantwortlichen dann erst so richtig was in ihm steckt und konnte eine Vielzahl von Blicken auf sich ziehen. So bekamen die Towson Tigers bereits früh nach dem Camp erste Konkurrenz. Denn auch Western Michigan hat sich entschlossen dem jungen Belgier Sylvain Yondjouen ein Angebot zu unterbreiten.

Unter dem Strich lässt sich sagen, dass alle Tourteilnehmer gute bis sehr gute Leistungen im ersten Camp zeigen konnten. Besonders dominiert haben neben Sylvain Yondjouen, Martin Veinberg (OT) und der Kariem Al Soufi. Denn beide Oliner verloren keines ihrer one-on-one Duelle. So blieb es nicht verwunderlich, dass die drei Athleten auch bei den großen Colleges für Aufsehen sorgten. der 6’9 große Martin Veinberg wurde unter anderem von NJ.com sogar als einer der Top-Performer der insgesamt 800 Camp-Teilnehmern beschrieben. Das blieb scheinbar auch Urban Meyer, Headcoach der Ohio State nicht verborgen. Der Headcoach höchstpersönlich hat Martin und Sylvain zu einem unoffiziellen Besuch nach Ohio eingeladen um sich im eigenen Camp nochmal ein besseres Bild über die beiden kraftvollen Athleten zu machen.

Doch nicht nur Martin Veinberg wurde von NJ.com unter den besten Performern geführt. Auch Sylvain Yondjouen, Kariem Al Soufi, der Schwede Anton Oskarsson, der Deutsche Fabian Weitz und der Niederländer Ryan ten Hulscher wurden namentlich in der Bestenliste geführt.

Tag 2 – Camps / Boston College & University of Connecticut

Am zweiten Tag teilte sich die Reisegruppe auf, denn es ging gleich in zwei Camps weiter. Während sich ein Teil am Boston College unter Beweis stellte, entschied sich ein anderer Teil dazu am UConn Camp teilzunehmen.

Das Boston College lud einige der Teilnehmer im Anschluss auf eine College-Tour ein. Darunter der Deutsche TE/DE Alexander Ehrensberg, der Schwedische Linebacker Emil Hovde, der Belgische Defensive End Sylvain Yondjouen, der Niederländische WR/LB Ryan ten Hulscher und den Niederländischen WR/DB Demierro Promes, welcher auch seine Qualitäten als Punter zeigen durfte. Ryan ten Hulscher durfte sogar den Headcoach der Boston College Eagles in einem persönlichen Gespräch kennenlernen.

Im UConn Camp zeigten dafür der Schwedische Defensive Back Mans Aberg, der Deutsche Linebacker Fabian Weitz, der Schwedische Center Max Lövblad und der in Deutschland lebende Amerikaner TyShawn Stanley was sie drauf haben. Auch UConn hat bereits einen Teilnehmer der letzten Dreamchasers Tour in ihren Reihen, den amerikanischen Redshirt/Freshman Runningback Zavier Scott, der bis zuletzt mit seiner Familie in Deutschland wohnte.

FootballR wünscht – Gute Besserung

Doch leider gibt es auch schon die erste schlechte Nachricht der Tour. Denn der Deutsche Runningback Leander Carstensen hat sich im Rutgers Camp so stark verletzt, dass er wohl nicht nur die Camps am zweiten Tag aussetzen musste, sondern vermutlich an keinem weiteren Camp der Reise teilnehmen kann. Vermutet wird eine Bänderverletzung im Knie. Wie schwer diese tatsächlich ausfällt zeigt sich jedoch erst nach der Reise und einer detaillierten Analyse in Deutschland. Wir wünschen an dieser Stelle Leander alles gute und eine schnelle Genesung. “Lass den Kopf nicht hängen und versuche so viele Erfahrungen wie möglich von der Reise mitzunehmen. Vielleicht startest du ja bereits im nächsten Jahr einen neuen Anlauf und kommst noch stärker zurück.!”

Auch an “freien” Tagen warten Überraschungen

In den Folgetagen standen lediglich Schulbesuche und Touren u.a. bei der University of Virginia (UVA) statt. Die Jungs hatten nach dem vielversprechenden Tourbeginn also einmal ein wenig Zeit durchzuschnaufen. Doch auch die Camp-freien Tage bleiben spannend. Per Anruf erhielt sowohl Kariem Al Soufi (Oline) als auch Martin Veinberg (OT) ein Angebot der Florida Gators und auch beim Besuch der University of Virginia gab es eine Überraschung. Denn die Reisegruppe wurde spontan zum UVA Camp am 8. Juni eingeladen. Der 8. Juni war bisher als Camp-freier Tag geplant, was sich hiermit schlagartig ändern könnte.

Doch auch für den deutschen Linebacker Fabian Weitz hielten die Camp-freien Tage besonderes bereit. Während sich alle andern auf das große Kennesaw State Mega Camp vorbereiten, buchte Fabian kurzfristig ein Flugticket nach Buffalo. Fabian zählte mit seinen Auftritten bisher bei jedem Camp zu den Besten der Besten auf der Linebacker-Position. Er ist extrem athletisch, hat eine enorme Explosivität und eine herausragende Arbeitsmoral. Doch eine große Schwäche hat der talentierte Footballer der Cologne Crocodiles, für die er nichteinmal etwas kann. Mit 6’0 gilt er nach gängiger Einschätzung amerikanischer D1-Footballspezialisten als ein paar cm zu klein für die Position des Linebackers. Doch durch Leistung und harte Arbeit haben es Fabian Weitz und PPI Gründer Brandon Collier allen Zweiflern gezeigt. An Fabian scheint auch für Division 1 Colleges kein Weg vorbei zu führen. So erhielt er eine Einladung nach Buffalo wo er sich persönlich das Angebot der University of Buffalo abholen konnte und schonmal für ein Foto vor dem Wappen probestand.

Püntklich vor dem gr0ßen Camp in Kennesaw trifft mit dem dänischen Defensive Lineman Emil Bo Andersen auch der letzte Nachzügler ein. Emil hatte am Wochenende noch ein Pflichtspiel für die Aarhus Tigers in der Dänischen Liga, wodurch er die Reise erst mit leichter Verspätung angetreten ist.

Weitere Beiträge dieser Artikelreihe:

Signing Status

Die tour nach der Tour

Final Days

Ein Highlight folgt dem Nächsten

Luke Wentz schreibt Geschichte

Alexander Honig / QB / Deutschland

Fabian Weitz / LB / Deutschland

European Chasers – Die neue FootballR Artikelreihe

Pixabay/KeithJJ

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