Vikings vs. Rams könnte entscheiden, wer der Coach des Jahres wird

Die Minnesota Vikings und die Los Angeles Rams sind das perfekte Beispiel einer paradoxen Saison 2017 und könnten am Ende des Jahres dafür den Titel Coach des Jahres einsacken.

Die Headcoaches Mike Zimmer und Sean McVay haben jeweils Teams, die 2016 die Playoffs verpasst haben, in den ersten 10 Wochen dieser Saison zu Divisionsführern gemacht.

Die Rams führen die Liga in Punkten pro Spiel an und belegen Rang drei bei den erhaltenen Gegenpunkten, während die Vikings weniger Yards und Punkte pro Spiel zulassen als alle außer vier andere Teams.

Zimmer hat dazu beigetragen, Case Keenum in einen legitimen Quarterback zu verwandeln. Inzwischen hat McVay die junge Karriere des  Jared Goff wiederbelebt, dem siebentbesten Quarterback der Liga in Sachen Passer-Rating.

Goff wurde während der gesamten Saison 2016 verspottet, nachdem er von den Rams mit dem Nr. 1 Pick geholt worden war. Er diente lange Zeit als Backup für Keenum und brachte nur 54.6 Prozent seiner Pässen an. Dabei warf er fünf Touchdowns aber auch sieben Interceptions.

In seinem ersten Jahr mit dem Rookie-Headcoach McVay brachte er bislang 61,2 Prozent seiner Pässe bei 8,49 Yards pro Versuch für 16 Touchdowns an und warf nur vier Picks. Er besitzt ein Passer-Rating von 101,5 – fast 40 Punkte mehr als in seiner katastrophalen Rookie-Saison.

Trotz eines ligaweiten Bedarfs an Quarterbacks – sowohl Backups als auch Starter – standen sich die Mannschaften in der Offseason nicht Schlange, um Keenum als Free Agent zu verpflichten. Dies erlaubte den Vikings, ihn für einen einjährigen $ 2-Millionen-Vertrag zu holen, der als Ersatz für den ersten Quarterback Sam Bradford dienen sollte. Als Bradford eine Knieverletzung erlitt, wurde Keenum als Platzhalter eingesetzt, bis Teddy Bridgewater von der PUP Liste zurückkam.

Bridgewater ist nun wieder an der Seitenlinie und Keenum lieferte eines seiner besten Spiele der Saison ab. Er brachte 21 von 29 Pässe für vier Touchdowns gegen die Washington Redskins an und bleibt mindestens noch in Woche 11 der Starter.

Sowohl die Rams als auch die Vikings haben das Beste aus sich herausgeholt. Das Top-Duo der Vikings von Adam Thielen und Stefon Diggs steht auf Rang drei. Die Rams haben mit Sammy Watkins, Robert Woods und Rookie Cooper Kupp ein Trio von Neuzugängen verwendet, die Goff mit einer Vielzahl von Optionen versorgten.

Am Boden verloren die Vikings nach nur vier Spielen den Rookie Dalvin Cook, der in der zweiten Runde im Draft 2017 geholt wurde. Zimmer musste Jerick McKinnon als Hauptballträger einsetzen nachdem sich Latavius ​​Murray als ineffizient erwies. McKinnon spielt auf dem höchsten Niveau seiner Karriere hinter einer verbesserten Offensive Line.

McVay hat das Talent Todd Gurley’s ausgenutzt, der nun bei den Yards auf dem vierten Platz liegt und sich die Liga-Führung bei den erlaufenen Scores teilt.

Natürlich darf man auch Doug Pederson von den 8-1 Philadelphia Eagles, Doug Marrone von den AFC South anführenden Jacksonville Jaguars und Sean Payton von den NFC South anführenden New Orleans Saints nicht vergessen, aber es sind McVay und Zimmer, die die schwierigeren Hindernisse überwunden haben und ihre Teams in legitime Konkurrenten verwandelten.

Der Sieger des Matches der Woche 11 wird einem Team dabei helfen, die Führung in der Division zu festigen, und den Wählern genügend Selbstvertrauen geben, um frühzeitig ihre Stimme für den Coach des Jahres abzugeben.

Wer sollte der Coach des Jahres werden? Sag es uns in den Kommentaren!